Finanzinvestoren 15.02.2019, 09:01 Uhr

Scout24 geht wohl an Hellman & Friedman und Blackstone

Nun kommt es wohl doch zu einer Übernahme von Scout24 durch die Finanzinvestoren Hellman & Friedman und Blackstone. Der Kaufpreis soll sich inklusive Schulden auf etwa 5,7 Milliarden Euro belaufen.
(Quelle: shutterstock.com/TATSIANAMA)
Die Finanzinvestoren Hellman & Friedman und Blackstone kommen bei der geplanten Übernahme des Online-Marktplatz-Betreibers Scout24 mit einer lukrativeren Offerte wohl doch noch zum Zug. Die beiden Gesellschaften bieten nun 46 Euro je Scout24-Aktie in bar, wie das im MDax notierte Unternehmen in München mitteilte.
Scout24 begrüßte das neue Angebot, nachdem die Investoren vor wenigen Wochen noch mit einem Angebot in Höhe von 43,50 Euro abgeblitzt waren. Auf der Handelsplattform Tradegate schnellten die Aktien am Morgen im Vergleich zum Xetra-Schluss um knapp elf Prozent auf 46 Euro nach oben.
"Wir glauben, dass dies ein attraktives Angebot mit einer substanziellen Prämie, hoher Transaktionssicherheit und einem strategischen Mehrwert für das Unternehmen darstellt", so Hans-Holger Albrecht, Aufsichtsratsvorsitzender von Scout24.

Kaufpreis liegt bei 5,7 Milliarden Euro

Der Kaufpreis belaufe sich inklusive Schulden auf etwa 5,7 Milliarden Euro, hieß es weiter. Die Mindestannahmeschwelle für die Offerte liegt bei 50 Prozent plus einer Aktie. Zudem sichern sich die Finanzinvestoren gegen einen möglichen Markteinbruch ab. Sollte der Dax zu stark - um mehr als 27,5 Prozent - fallen, wird die Offerte hinfällig.
Hellman & Friedman selbst hatte das Unternehmen erst vor drei Jahren für 30 Euro je Aktie an die Börse gebracht. Inzwischen sind die Papiere fast komplett im Streubesitz. Im Juli hatten sie ihr Rekordhoch von 48,62 Euro erreicht, waren dann aber zurück gefallen.



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