Übernahme-Verhandlungen 26.08.2019, 09:36 Uhr

Real-Verkauf zieht sich in die Länge

Der Real-Mutterkonzern Metro befindet sich seit Monaten in exklusiven Übernahme-Verhandlungen mit dem Immobilieninvestor Redos. Ursprünglich sollten die Gespräche im September abgeschlossen sein. Doch ein Ende ist derzeit noch nicht in Sicht.
(Quelle: real.de)
Seit Monaten steht die Supermarkt-Kette Real samt dem Online-Geschäft zum Verkauf. Der Mutterkonzern Metro verhandelt seit geraumer Zeit exklusiv mit Immobilieninvestor Redos. Doch ein Ende der Gespräche soll noch nicht in Sicht sein, wie das Handelsblatt nun berichtet.
Ursprünglich sollten die Übernahme-Verhandlungen bis September abgeschlossen sein. Doch derzeit ist unklar, ob die Gespräche bis zu diesem Zeitpunkt auch tatsächlich zu einem Ergebnis führen.
Grund für die Verzögerungen sei der zähe Prozess um den geplanten Verkauf einzelner Real-Filialen, die nicht mehr zum Kern der Kette gehören sollen, durch das Redos-Konsortium. Das teilten mit der Sache vertraute Personen gegenüber dem Handelsblatt mit. Im Detail gehe es um die Übernahme von Mitarbeitern und damit einhergehenden tariflichen Verpflichtungen.

Einigung über exklusive Gespräche

Metro und Redos hatten sich Anfang Mai auf exklusive Gespräche über einen Kauf von Real verständigt. Die Vereinbarung sieht vor, dass Real an ein von Redos geführtes Konsortium veräußert werden soll. Metro würde demnach zunächst am operativen Geschäft von Real mit 24,9 Prozent beteiligt bleiben. Die Kette Real hat etwa 34.000 Mitarbeiter.
Im Juli hatten sich auch der Immobilieninvestor X+Bricks sowie das Private-Equity-Haus SCP Group zusammengetan und sich die Unterstützung von Kaufland gesichert, um Real als Ganzes zu kaufen. Damals sagte aber eine Metro-Sprecherin bereits, dass das Redos-Angebot wirtschaftlich das attraktivste sei und "zudem im Hinblick auf die Fusionskontrolle die höchste Umsetzungswahrscheinlichkeit" biete.



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