Kontroverse Meinungen zum Onlinelebensmittelhandel 30.08.2010, 15:51 Uhr

Gutes Angebot mit schlechter Usability

Grundsätzlich ist der webbasierte Lebensmittelhandel eine gute Idee, allerdings sind viele Angebote zu undurchsichtig und die Benutzerführung zu umständlich, zu diesem Fazit kommt eine aktuelle Webmonitoring-Studie.
Kontroverse Meinungen zum Onlinelebensmittelhandel Foto: fotolia.com/David Woolfenden
TNS Infratest hat zwischen dem 23. Juni und 30.Juli 2010 mehr als 8.300 Onlinebeiträge in Nachrichtenportalen, Blogs, Message Boards und Microblogs wie Twitter inhaltlich und nach der Tonalität analysiert. Zwei Drittel aller Onlineeinträge stammen aus Online- oder klassischen Medien. Sie wurden dort oftmals intensiv von den Lesern diskutiert. Message Boards und Microbloggingdienste kommen dagegen nur auf einen Anteil von acht Prozent.
Am 1. Juli 2010 hat Amazon den Lebensmittelhandel auch auf seinem deutschen Portal gestartet. Kein Wunder also, dass dieses Ereignis sich vor allem auf Twitter niederschlug. Der Anteil der Blognachrichten kommt über den ganzen Zeitraum auf 15 Prozent. In der Bewertung des Onlinelebensmittelhandels kommen vor allem die regionalen Anbieter gut weg. Vor allem in ländlichen Regionen und für mobilitätseingeschränkte Nutzer ist der Service vorteilhaft. Andererseits fehlt es vielen Usern noch an Wissen über diesen in Deutschland neuen Zweig des Onlinehandels. Hier muss vor allem in Sachen Transportwege, Lieferzeiten und Verpackungsqualität noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden.
Deutlicher Tadel ist zudem vielen Praxisberichten zu entnehmen. Dabei wird vor allem die nicht intuitive Usability bemängelt, die häufig zu Missverständnissen und manchmal auch zu Fehlbestellungen führte.



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