Start-up vorgestellt
16.04.2018, 08:01 Uhr

Geld-fuer-flug.de: Im Einsatz gegen Airline

Stornierte Flüge sind für Flugpassagiere ein Ärgernis. Geld-fuer-flug.de macht sie zu Geld. Jetzt bekam das Start-up 25 Millionen Euro Kapital.
(Quelle: shutterstock.com/SunnyStudio)
Wer kennt es nicht: Man muss einen Flug stornieren, aber die Fluggesellschaft will das Geld für das Ticket nicht zurückerstatten. Der Ärger über einen selbst erlebten Fall brachte Phillip Eischet im März 2017 dazu, mit zwei Freunden das Portal Geld-fuer-flug.de zu gründen.
Das Start-up erfasst die Daten des Fluggastes, der sein Ticket zurückgeben möchte, bewertet die rechtliche Situation und kauft dann dessen Forderung gegen die Fluggesellschaft an. Danach holt das Unternehmen das Geld von der Airline zurück.
Luftfahrtexperten gehen ­davon aus, dass Airlines jeden Sitzplatz bis zu dreimal verkaufen. Zwei Tickets werden storniert, eins abgeflogen. Wenn die Kunden, die storniert haben, ihr Geld nicht vehement zurückfordern, werden sie oft mit Peanuts abgespeist, obwohl die geltende Rechts­lage etwas anderes vorsieht. Geld-fuer-flug.de hat nach ­eigenen Angaben bereits in den ersten Monaten nach dem Launch mehrere Millionen ­Euro von Fluggesellschaften zurückgeholt - zum Teil sogar vor Gericht.
Gründer-Trio: Benedikt Quarch, Phillip Eischet, Torben Antretter (v.l.n.r)
(Quelle: Geld-fuer-flug.de)
Dieser Einsatz hat auch ­Investoren beeindruckt. ­Unlängst investierte der Masch­meyer-Fonds Seed + Speed gemeinsam mit weiteren Wagniskapitalgebern aus Luxemburg und der Schweiz 25 Millionen Euro in das Düsseldorfer Unternehmen.



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