Verbraucherrechte 02.05.2014, 10:30 Uhr

Neue Regeln im Fernabsatz

In Deutschland treten die neuen Regelungen zur EU-Verbraucherrechte-Richtlinie am 13.06.2014 in Kraft. Für Händler also höchste Zeit, sich über die Änderungen zu informieren. Von Stefan Michel.
Die EU-Verbraucherrechte-Richtlinie verfolgt das Ziel, die Rechte der Verbraucher europaweit zu vereinheitlichen. Dies hat vor allem Auswirkungen auf das Widerrufsrecht sowie die Kosten der Hin- und Rücksendung.
Nachfolgend ein Überblick über die fünf wichtigsten Änderungen:
1. Widerrufserklärung
 
In Zukunft müssen Verbraucher den Widerruf ausdrücklich erklären. Anders als bisher reicht die bloße Zurücksendung der Ware für eine Widerrufserklärung nicht mehr aus.
 
2. Widerrufsfrist
 
Die Widerrufsfrist wird für alle Mitgliedsstaaten auf 14 Tage ab Erhalt der Ware vereinheitlicht. Bisher betrug die Frist in einigen Ländern nur sieben Tage.
 
3. Kein ewiges Widerrufsrecht mehr bei falscher Belehrung
 
Bisher blieb das Widerrufsrecht unbefristet ("ewig") bestehen, wenn der Verbraucher keine oder eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung erhalten hat. Dies ändert sich zukünftig. Das unbefristete Widerrufsrecht wird abgeschafft. Im Falle einer fehlenden oder nicht korrekten Widerrufsbelehrung verlängert sich das Widerrufsrecht nach Ablauf der 14-Tage-Frist auf zwölf Monate.



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