Elektronikhändler 08.02.2019, 09:01 Uhr

Managementwechsel belastet Media-Saturn-Mutter Ceconomy

Gut 34 Millionen Euro kosteten Ceconomy die Managementwechsel auf der ersten und zweiten Führungsebene. Dem Elektronikhändler kamen die Turbulenzen im vergangenen Jahr teuer zu stehen.
(Quelle: shutterstock.com/everything possible)
Die Media-Saturn-Mutter Ceconomy ist nach drei Quartalen mit Umsatzrückgängen wieder zu Wachstum zurückgekehrt. Auch in Deutschland liefen die Geschäfte im Weihnachtsquartal wieder besser. Der Gewinn fiel jedoch erneut geringer aus als im Vorjahresquartal: Abfindungen im Zuge des Führungswechsels schmälerten das Ergebnis deutlich.
Die im vergangenen Jahr massiv gebeutelte Aktie konnte am Freitagvormittag um mehr als 15 Prozent zulegen. Analysten zufolge fielen die Zahlen besser aus als befürchtet. Der Konzern hatte im vergangenen Jahr mit mehreren Gewinnwarnungen sowie einem Ergebniseinbruch die Anleger vergrault. Konzernchef Pieter Haas und Finanzvorstand Mark Frese hatten deswegen ihren Hut nehmen müssen.

Managementwechsel verursacht hohe Kosten

Der Führungswechsel kommt den Elektronikhändler jedoch teuer zu stehen. Das operative Ergebnis (Ebit) sank im ersten Quartal (per Ende Dezember) um knapp 20 Prozent auf 234 Millionen Euro, wie Ceconomy am Freitag in Düsseldorf mitteilte. 34 Millionen Euro kosteten Ceconomy die Managementwechsel auf der ersten und zweiten Führungsebene - insbesondere durch die Abgänge von Haas und Frese. Insgesamt tauschte Ceconomy nach der desaströsen Entwicklung 16 Manager aus, wie Interims-Finanzvorstand Bernhard Düttmann in einer Telefonkonferenz erläuterte.
Bereinigt um die Aufwendungen sowie ohne die Berücksichtigung der französischen Beteiligung Fnac Darty konnte Ceconomy das Ebit um 15 Millionen auf 269 Millionen Euro steigern. Dabei profitierte Ceconomy von einer besseren Steuerung des "Black Friday" vor allem in Deutschland, so Düttmann. Das Unternehmen habe diesen mittlerweile für den Handel wichtigen Verkaufstag disziplinierter angegangen als im Vorjahr. Damals hatte Ceconomy überreizt und mit massiven Rabatten Kunden gelockt, was die Ergebnisse belastet hatte und zudem dazu führte, das im Dezember die Käufer im Weihnachtsgeschäft weg und die Lager voll blieben.



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