Essens-Lieferservice 04.09.2019, 09:15 Uhr

Delivery Hero hebt Umsatzziel für 2019 leicht an

Der Umsatz von Delivery Hero soll 2019 das obere Ende der bisher angepeilten Spanne von 1,3 bis 1,4 Milliarden Euro erreichen. Damit einher gehen aber hohe Verluste, da der Essens-Lieferdienst weiterhin viel Geld in die Neukundengewinnung stecken will.
(Quelle: shutterstock.com/blurAZ)
Der Essens-Lieferant Delivery Hero blickt aufgrund steigender Bestellungen und neuer Kunden etwas zuversichtlicher auf das Gesamtjahr. Der Umsatz soll nun 2019 das obere Ende der bisher angepeilten Spanne von 1,3 bis 1,4 Milliarden Euro erreichen, wie das im MDax notierte Unternehmen in Berlin mitteilte.
Da Delivery Hero weiterhin viel Geld in die Neukundengewinnung steckt, bestätigte das Unternehmen den Ausblick für einen um Sondereffekte bereinigten Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 370 bis 420 Millionen Euro. Das Geschäft in Europa soll in der zweiten Jahreshälfte weiterhin die Gewinnschwelle erreichen.

Zahl der Bestellungen legte zu

Im ersten Halbjahr verdoppelte sich der Umsatz im Jahresvergleich auf 581,8 Millionen Euro. Die Zahl der Bestellungen legte um 61,4 Prozent auf 268,8 Millionen zu. Der bereinigte Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen weitete sich von 25 Millionen Euro im Vorjahr auf 171,1 Millionen Euro aus.
Im Dezember 2018 verkaufte Delivery Hero sein Deutschland-Geschäft für fast eine Milliarde Euro an den niederländischen Rivalen Takeaway, zu dem Lieferando gehört. Konkret erhielt Delivery Hero Bargeld und Aktien der Takeaway.com im Volumen von 930 Millionen Euro. Delivery Hero-Marken wie Lieferheld, Pizza.de und Foodora bekamen damit einen neuen Eigentümer.

Harter Kampf

Der Markt der Essens-Lieferdienste ist indes hart umkämpft. Im August hatte Delivery Hero-Konkurrent Delivery Hero erst bekannt gegeben, sein Deutschland-Geschäft zum 16. August einstellen zu wollen. Man versucht, sich auf wachstumsstärkere Regionen der Welt zu fokussieren, wo sich die Umsätze verdoppeln würden. Fahrern, Restaurants und Mitarbeitern würden "angemessen Vergütungs- und Kulanzpakete" erhalten. Auch ein "baldiges Wiedersehen" ist nicht komplett ausgeschlossen.
Daneben gibt es immer wieder Kritik und Vorwürfe: Die Fahrer von Essenslieferdiensten wie Lieferando, Foodora und Co. setzten sich im August im Rahmen einer Protestaktion für bessere Arbeitsbedingungen ein.



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