Praxistipp 05.08.2015, 08:10 Uhr

So bringen Händler ihre Produktdaten auf Vordermann

Die Qualität der Produktdaten entscheidet zunehmend über den Erfolg von Marketing-Kampagnen. Mit diesen Tipps bringen Online-Händler ihre Daten auf Zack.
Die Qualität der Produktdaten ist erfolgsentscheidend
(Quelle: shutterstock.com/Stuart Miles )
Egal ob Google Shopping, Amazon, Facebook, Preissuchmaschine oder Affiliate Marketing, die Qualität der Produktdaten entscheidet heute zunehmend über den Erfolg oder Misserfolg einer Datenfeed-Kampagne. Welche Faktoren hierbei besonders wichtig sind, erklärt Feed Dynamix, Lösungsanbieter für datenbasierte Produktvermarktung.
Tipp 1: Pflegen sie ihre Produktdaten sorgfältig
Produktdaten müssen mit den Angaben des Herstellers beziehungsweise der tatsächlichen Produktleistung übereinstimmten. Zugleich müssen ihre an externe Partner übermittelten Daten mit den Angaben in ihrem Shop übereinstimmen. Google prüft zum Beispiel regelmäßig, ob die Angaben des im Merchant Center bereitgestellten Datenfeeds auch mit den Angaben im Shop übereinstimmten. Entsprechen diese einander nicht, werden Produkte von der Bewerbung ausgeschlossen. Ganz nebenbei sorgen sie mit korrekten Angaben auch beim Kunden für eine bessere Shopping Experience und stärken deren Vertrauen in ihre Service-Qualität.
Tipp 2: Liefern sie die richtigen Daten für jede Kaufentscheidungsphase
In jeder Phase des Kaufentscheidungsprozesses haben verschiedene Produktinformationen eine unterschiedliche Relevanz  - während Shopper anfangs meist noch mit generischen Suchbegriffen nach Angeboten suchen, konkretisieren sich Suchanfragen später zunehmend, bis schließlich harte Fakten entscheiden. Je detaillierter sie ihre Produktdaten aufbereiten, desto größer ist die Erfolgsaussicht auf ein erfolgreiches Matching zwischen Produktsuche und Produktangebot. Auch zusätzliche Keywords, Abbildungen und Produktbeschreibungen haben eine nachhaltigen Einfluss auf die Sichtbarkeit des Angebots bei externen Vermarktungsstrategien.
Tipp 3: Normalisieren sie Farben, Größen, Einheiten
Die Angabe von Farben, Konfektionsgrößen oder Einheiten muss den jeweiligen Taxonomie-Vorgaben des Portals entsprechen. Nur so kann der Matching-Algorithmus des Vermarktungspartners dem Kaufwunsch des Kunden auch das entsprechende Produkt zuordnen. Auch die Anzeige von Produktalternativen und Filterfunktionen, wie Farb-, Material- oder Größenfilter, werden oft erst durch die Normalisierung der Daten möglich. Die so gewonnene Vergleichbarkeit gibt dem Shopper die Sicherheit, die richtige Kaufentscheidung zu treffen.
Tipp 4: Produktdaten müssen für Mensch und Maschine lesbar sein
Produktdaten müssen für jeden Nutzer - Mensch oder Maschine - verständlich sein. Durch die Einhaltung der von Portal zu Portal unterschiedlichen Standards und Vorgehen, stellen Online-Händler sicher, dass ihre Produktdaten für die Algorithmus externer Vermarktungspartner und für interne Shop-Applikationen einwandfrei interpretierbar sind. Zugleich gilt es darauf zu achten, dass Produktinformationen auch für die Kunden klar verständlich sind.
Tipp 5: Ordnen sie ihre Produkte eindeutigen Kategorien zu
Und halten sie sich dabei strikt an die Portal-Vorgaben. Erst dann kann der Vermarkter erkennen, zu welcher Warengruppe ihre Produkte gehören oder auch die Verschiedenheit einzelner Produktvarianten verstehen. So machen zum Beispiel Google Shopping und Amazon die Kennzeichnung einzelner Produktvarianten zur Pflicht, damit sie identische Angebote mit unterschiedlichen Merkmalsausprägungen unterscheiden können. Verzichtet der Händler auf die Markierung von Varianten, wertet Google und Amazon diese Produkte als Dubletten - was einem Richtlinien-Verstoß entspricht und im schlechtesten Fall mit der Sperrung des Accounts geahndet wird.
Tipp 6: Frische siegt
Jedes mal, wenn sich an ihren Datenfeeds etwas ändert, egal ob Preise, Verfügbarkeiten oder ganze Produkte, müssen sie diesen aktualisierten Datensatz ihrem Vermarkterpartner zur Verfügung stellen. Google Shopping und Amazon lieben frische Daten und machen diese längst zu einem der entscheidenden Qualitätsfaktoren. Wer hier mit veralteten Daten wirbt, wird mit schlechter Kampagnen-Performance bestraft.

Auch 2015 entwickelt sich der E-Commerce weiter. Welchen strategischen und technologischen Herausforderungen müssen sich Händler in diesem Jahr stellen und welche Themen sollten sie im Auge haben?





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