Tipps für Händler 19.05.2014, 15:01 Uhr

Preissuchmaschinen erfolgreich einsetzen

Preissuchmaschinen sind nicht nur für Konsumenten eine gute Sache. Die Vergleichsportale können auch ein lukrativer Vertriebskanal für Händler sein, die neue Kunden gewinnen wollen.
(Quelle: shutterstock.com/iQoncept )
Da viele Preissuchmaschinen gerade in Europa gut aufgestellt sind, eignen sie sich gut für die internationale Expansion. Gemeinsam mit der Preissuchmaschine Kelkoo hat ChannelAdvisor in dem Whitepaper "Preissuchmaschinen erfolgreich einsetzen" einige Tipps für einen erfolgreichen Umgang mit dem nachfragestarken Kanal zusammengetragen.

Differenzierte Kampagne

Ein üblicher Fehler, den Händler begehen, ist, Preissuchmaschinen und SEM-Kampagnen auf dieselbe Art und Weise anzugehen. Betrachtet man die Kanäle nämlich einmal aus Perspektive der Verbraucher, werden Suchergebnisse für SEM und Preissuchmaschinen komplett unterschiedlich wahrgenommen. Auf Preissuchmaschinen werden Bilder, Beschreibungen, Preis- und Händlerinformationen ausgegeben. SEM auf der anderen Seite stellt in der Regel nur Texte bereit, deren Relevanz durch Gebots- und Qualitätswerte bestimmt wird. Da die beiden Kanäle sich klar unterscheiden, sollten Sie sie entsprechend unterschiedlich verwaltet und bewertet werden.

Daten sind der Schlüssel

Hochwertige Daten sind das Herzstück einer erfolgreichen Suchmaschinen-Kampagne. Je präziser die übermittelten Daten, desto besser kann man Sie auf Preissuchmaschinen finden. Wenn Produkte eine Herstellerteilenummer ("Manufacturers Part Number" oder kurz MPN) oder einen universellen Produkt Code (UPC) aufweisen, sollten Händler diese in ihren Datenfeed einbinden. So wird sichergestellt, dass ihr Angebot mit der Mehrzahl der Händler, die den jeweiligen Artikel verkaufen, in einer Gruppe zusammengefasst wird. Für Bekleidungsartikel ist es wichtig, Informationen zu Größe, Farbe, Geschlecht, Altersgruppe sowie Varianten für Stammartikel und Varianten anzugeben.
Jeder Einkaufsfeed stellt eigene Datenanforderungen. Shopbetreiber sollten sich mit den Richtlinien vertraut machen und ihre Kampagnen individuell auf die Kanäle zuschneiden. Außerdem sollten sie daran denken, Feeds regelmäßig an Preissuchmaschinen zu übermitteln, da die Aktualität der Daten sich auf ihren Rang auswirken kann. Überzeugen Sie Käufer, sich zu Ihrer Website durchzuklicken - mit genauen Informationen ist es leicht gemacht.

Die Konkurrenz schläft nicht

Klar: Der Wettbewerbsdruck auf Preissuchmaschinen scheint hoch. Kunden vergleichen Händler-Angebote ständig mit denen anderer Anbieter. Diese müssen sich schon etwas einfallen lassen, um aus der Masse herauszuragen. Doch zum Glück gibt es Methoden, welche die Produkte aufwerten. Zum Beispiel eine Gratislieferung auf die auch in der Produktbeschreibung aufmerksam gemacht wird. Wenn Händler Promoaktionen oder Gutscheincodes nutzen, sollten sie diese Informationen in ihre Datenfeeds aufnehmen, damit sie von den Preissuchmaschinen berücksichtigt werden. Das Ziel muss sein, dem Verbraucher alle Informationen zur Verfügung zu stellen, die er für eine Kaufentscheidung braucht.

Bilder sprechen lassen

Auch im Online-Handel zählt der erste Eindruck. Neue Kunden lassen sich mit ansprechendem Bildmaterial gewinnen. Bilder schaffen Vertrauen und sind heute nicht mehr bloß ein nettes Extra - sondern eine Voraussetzung für den Erfolg. Die Bilder zu den Produktangeboten sind Bestandteil der Markenpräsentation für potenzielle Kunden. Meist bieten die Hersteller bereits optimal aufbereitetes, sauberes Bildmaterial an, das dem Einkaufserlebnis im Geschäft selbst schon sehr nahe kommt. Man sollte immer daran denken, dass ein Angebot mit anderen um die Aufmerksamkeit der Verbraucher konkurriert. Ein nachhaltigen Eindruck ist wichtig. Und es sollte sicher gestellt werden, dass Anbieter nicht aus den falschen Gründen auffallen.

Budgets für Kampagnen

Wcihtig ist, darauf zu achten, dass für ein Konto jederzeit ausreichende Mittel bereit stehen. Wenn Händler aus Budgetgründen offline sind, sacken sie in der Rangwertung ab und sind auf Preismaschinen weniger sichtbar. Das wieder in Ordnung zu bringen, kann dauern. Die meisten Preissuchmaschinen messen die Popularität eines Angebots und legen danach die Reihenfolge der Suchergebnisse fest. Wenn  also nur ein kleines Budget zur Verfügung steht, sollte man mit seinen Top-Produktionen beginnen und  sicherstellen, dass diese immer auf Preissuchmaschinen zu finden sind. Am besten setzt man für das geschäftige vierte Quartal oder zum Sommer- oder Winter-Schlussverkauf zusätzliches Budget ein, da sich die Anzahl der Kunden, die zu einer Website durchklicken, hier mit hoher Wahrscheinlichkeit erhöht.

Website-Optimierung

Wenn Shopanbieter einen Kunden auf ihre Website gelockt haben, geht die Arbeit erst richtig los. Jetzt müssen diese ihn nämlich noch überzeugen, auch bei ihnen zu kaufen. Was Kunden dabei immer besonders frustriert, sind Ungereimtheiten zwischen dem Preis auf einer Website und in der Werbung auf Preissuchmaschinen. Die Datenfeeds sollten also unbedingt aktualisiert werden, wann immer sich die Preise auf der Website ändern.
Händler sollten sich ihre Website auch einmal aus Sicht eines Kunden an. Sind Zusatzkosten, etwa für die Lieferung, transparent aufgeführt? Sind die Produkte einfach zu finden und erfolgt die Bestellung intuitiv? Kleine Änderungen an der Werbung oder dem Seitenlayout können große Auswirkungen auf Conversions haben. Hier sollte also lieber etwas Zeit investiert werden.


Das könnte Sie auch interessieren