Fünf Last-Minute-Tipps für Mobile Commerce

4. Second Screen Smartphone und Tablet

Auch wenn das Spiel gerade läuft, gibt es intelligente Wege, mobile Endgeräte sinnvoll einzusetzen. In den darüber erreichbaren sozialen Netzwerken spiegeln sich Frust oder Freude der Fans wider. Während des amerikanischen Super Bowls buchte eine amerikanische Versicherungsgesellschaft den ersten TV-Spot nach dem Spiel und sparte damit circa 30 Prozent an Kosten.
Da es zum Geschäftsmodell des Anbieters gehört, Versicherungskosten einzusparen, gab er die Einsparung prompt weiter: Aus den Twitterern, die bis zu drei Tage nach dem Spiel einen entsprechenden Hashtag tweeteten, wurde ein Gewinner für die ersparte Summe von rund 1,5 Millionen Dollar gezogen. Für das Unternehmen gab es im Gegenzug neue Reichweiten. Intelligente Social-Media-Aktionen können Ihnen eine Menge zusätzliche Käufer bescheren.

5. Mit überraschenden Spielzügen das Feld öffnen

Da bekanntlich das ganze Leben ein Spiel ist, noch ein weiterer Gedanke zu Gamification und Mobile Commerce: Fußballfans mögen keine Großeinkäufe während des Spiels tätigen. Dennoch können emotionale sportliche Großereignisse eine ideale Gelegenheit bieten, um kleine technische Testballons loszulassen oder neue Technologien gezielt zu pushen.
Versuchen Sie es doch einfach mal mit Couponing auf gebrandeten Produkten in Verbindung mit Rabatten im Webshop oder mobilem Payment an einer Express-Kasse während der Halbzeitpause. Ein Treffer könnten auch Gewinnspiele rund um Selfies mit den unternehmenseigenen Fan-Artikeln sein - der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Während der Spiele, vor allem den partien der deutschen Mannschaft, sollten Händler allerdings nicht unbedingt mit allzu viel Umsatz rechnen. Wie eine Studie des Adserving-Anbieters Adtech ergeben hat, sanken während der WM 2010 in Südafrika die Besucherzahlen auf den Webseiten schon 60 Minuten vor dem Anpfiff eines Deutschlandspiels im Schnitt um zehn Prozent.
Das hat auch Auswirkungen auf den E-Commerce: Einer Erhebung des Web-Analysten Econda zufolge brach beim Spiel Deutschland gegen Serbien am 18. Juni 2010 der Traffic auf Shoppingseiten durchschnittlich um knapp ein Drittel ein, wobei B2C-Shops stärker von dem Besucherschwund betroffen waren als B2B-Anbieter.
SEM-Werbeweltmeister während des letzten Turniers war übrigens eBay. Die Auktionsplattform hatte in den 30 Tagen der Fußball-Weltmeisterschaft die meisten Werbeanzeigen in den Suchmaschinen Google, Bing und Yahoo geschaltet. Auf den zweiten Platz kam Youtube, Dritter wurde Nivea for men, wie der Online-marktforscher Xamine feststellte. Für die Untersuchung wurden die Trefferlisten zu wichtigen Begriffen wie "Fußball WM", "Fußballweltmeisterschaft" oder "WM 2010" betrachtet.



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