Studie "Online Payment 2019" 08.05.2019, 12:15 Uhr

Kauf auf Rechnung bleibt Nummer 1 bei Online Shoppern

Auch wenn es leichte Einbußen gibt, bleibt der Kauf auf Rechnung die umsatzstärkste Zahlungsart im deutschen E-Commerce. Gleichzeitig wird PayPal beim Online-Kauf beliebter. Das zeigt die Studie "Online Payment 2019" vom Kölner Handelsforschungsinstitut EHI.
(Quelle: shutterstock.com/Syda Productions)
Die Verbraucher in Deutschland kaufen im Internet nach wie vor am liebsten auf Rechnung, das heißt sie überweisen den Kaufpreis erst nach Erhalt der Ware. Das geht aus der am Mittwoch vom Kölner Handelsforschungsinstitut EHI veröffentlichten Studie "Online Payment 2019" hervor.
Danach wurden im vergangenen Jahr mehr als ein Viertel der Umsätze im Online-Handel - exakt 27,9 Prozent - per Rechnungskauf abgewickelt. Die Zahlmethode bleibe damit unangefochten Spitzenreiter im Beliebtheitsranking der Bezahlarten, berichteten die Handelsexperten.
Auf Rang zwei rangierte demnach der Online-Bezahldienst PayPal mit einem Marktanteil von 20,5 Prozent, auf Rang drei dicht dahinter das Lastschriftverfahren mit 19,7 Prozent. Rund jeder zehnte Kauf (10,7 Prozent) wurde per Kreditkarte bezahlt.
Seinen Marktanteil steigern konnte unter den Top vier im vergangenen Jahr aber nur PayPal, die anderen Bezahlarten mussten mehr oder weniger große Einbußen hinnehmen.

Schärfere Sicherheitsbestimmungen

Beim Bezahlen per Kreditkarte werfen laut EHI inzwischen die ab dem 14. September geltenden schärferen Sicherheitsbestimmungen der Payment Service Directive 2 (PSD2) ihren Schatten voraus. Gut zwei Drittel der befragten Online-Händler nutzen laut EHI grundsätzlich bereits den neuen Sicherheitsstandard 3DS (3D Secure-Verfahren).
Doch mache die damit verbundene zusätzliche Sicherheitsüberprüfung den Check-out per Kreditkarte im Internet deutlich komplexer. Rund 40 Prozent der Händler, die den neuen Standard bereits einsetzten, klagten deshalb über mehr Kaufabbrüche. Laut einem guten Drittel (37 Prozent) der Händler führt der Sicherheitsschritt aber nicht oder nur kaum zu Abbrüchen beim Bezahlen. Drei Prozent berichten sogar von weniger Abbrüchen.
Von gesunkenen Kreditkartenumsätzen berichten 37 Prozent. Demgegenüber sind die Umsätze bei sieben Prozent sogar gestiegen. Mehr Kundenanfragen und -beschwerden infolge der Nutzung von 3DS beobachten 27 Prozent der Online-Händler. Der Großteil (57 Prozent) konnte diesbezüglich aber keine oder nur kaum Veränderungen feststellen.
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(Quelle: Ebner Media Group)




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