Bonusprogramm 03.06.2019, 10:02 Uhr

Payback und Kaufhof gehen getrennte Wege

Payback und Kaufhof gehen künftig getrennte Wege. Der Vertrag zwischen dem Bonusprogramm-Betreiber und der Warenhauskette soll gegen Ende des Jahres auslaufen.
Nutzer können über Payback Punkte sammeln, Coupons einlösen und Prämien gewinnen.
(Quelle: Payback )
Bis Ende Dezember sollen Kunden ihre Punkte und Coupons von Kaufhof noch bei Payback einlösen können. Dann endet die Kooperation zwischen der Warenhauskette und dem Bonusprogramm, berichtet die Lebensmittelzeitung unter Berufung auf Insider. Payback wollte sich auf Anfrage nicht äußern, auch von Kaufhof gibt es kein offizielles Statement.
Kaufhof-Kunden soll künftig die hauseigene Karstadt-Karte schmackhaft gemacht werden. Dahinter steckt ebenfalls ein Kundenkarten-Programm, mit dem die Warenhauskette Treue belohnen möchte und spezielle Vorteile bieten. 
Seit November 2018 gehört Galeria Kaufhof zu Karstadt. Durch den Zusammenschluss verfügt der neue Einzelhandelsriese namens "Galeria Karstadt Kaufhof" europaweit über 243 Standorte und beschäftigt rund 32.000 Mitarbeiter.

Wie sinnvoll ist der Schritt?

Der Lebensmittelzeitung zufolge soll Payback lange versucht haben, Kaufhof im Verbund zu halten. Offenbar ohne Erfolg. Hier stellt sich die Frage, wie sinnvoll der Schritt für den Warenhausriesen auf lange Sicht ist. Gerade in aktuell schwierigen Zeiten hätten sich die starken Netzwerk- und Branding-Vorteile von Payback als praktisch erweisen können.
Erst am vergangenen Freitag rief Verdi die Beschäftigten von Karstadt- und Kaufhof-Warenhäusern in Hamburg zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Man wollte Druck beim Arbeitgeber machen und ihn dazu bringen, sofort die volle Tarifbindung einzugehen und existenzsichernde Löhne und Gehälter zu bezahlen.
Aktuell schreibt das Unternehmen rote Zahlen. Allein bei Kaufhof ist im Ende Januar abgelaufenen Geschäftsjahr ein Fehlbetrag in dreistelliger Millionenhöhe entstanden - nicht zuletzt durch das schwache Weihnachtsgeschäft. Hinzu kommt der permanente Druck durch die Online-Konkurrenz. Einsparungen will man beim Personal machen, aber auch durch verbesserte Konditionen im Einkauf.
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Quelle: Ebner Media Group



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