Geschäftszahlen und Pläne 25.02.2019, 14:11 Uhr

Online-Händler Otto wächst und investiert weiter in Plattform

Der Online-Händler Otto wächst zum neunten Mal in Folge und prognostiziert für das Geschäftsjahr 2018/19 eine Umsatzsteigerung um acht Prozent auf rund 3,2 Milliarden Euro. Die Pläne in Sachen Plattform und Zukäufe sind ebenfalls ambitioniert.
(Quelle: otto.de )
Der Versandhändler Otto.de hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von 8,0 Prozent auf erstmals mehr als 3,0 Milliarden Euro verbucht. Mit Erlösen von 3,2 Milliarden Euro habe Otto ein sehr gutes Jahr 2018/19 (28. Februar) verzeichnet, sagte der Vorstandschef der Otto-Einzelgesellschaft, Marc Opelt, am Montag in Hamburg.
Die Zahl aktiver Kunden wuchs ebenfalls: Sieben Millionen, plus fünf Prozent, kauften auf otto.de ein, davon zwei Millionen Neukunden. Und: Erstmals kauften im vergangenen Geschäftsjahr über die Hälfte aller Kunden (55 Prozent) via Smartphones und Tablets auf otto.de ein.
Opelt erwartet für das neue Geschäftsjahr einen Wachstumssprung in ähnlichem Umfang. "Der Fokus liegt aber darauf, dass wir technologisch einen deutlichen Schritt vorwärts machen", sagte Opelt.
Das Unternehmen will wie im Vorjahr erneut 100 Millionen Euro in Technologie und neue Arbeitsplätze investieren. Es gebe durchschnittlich rund 400 bis 500 offene Stellen. Für den Online-Händler Otto.de arbeiten rund 4.900 Menschen, davon 3.000 am Firmensitz Hamburg. Die Versandhandelstochter gehört zum internationalen Handels- und Dienstleistungskonzern Otto Group.

Plattform-Pläne und Zukäufe

Seit Mitte 2017 arbeitet der Online-Händler an der Weiterentwicklung seines Geschäftsmodells zur Plattform und der Öffnung von otto.de für neue Partner und Marken. Bislang sind 400 neue Anbieter angebunden. 
Im neuen Geschäftsjahr will Otto wie schon in den vorherigen 12 Monaten rund 100 Millionen Euro in die Weiterentwicklungen zur Plattform investieren. Bis zum Jahr 2020 sollen die Kunden auf die Produkte von bis zu 3.000 neuen Partner zugreifen können.
Ein weiterer Fokus liegt zudem auf Kooperationen und Zukäufen. Zum 1. März übernimmt Otto das IoT-Start-up OrderThis. Die Software von OrderThis fungiert als Verbindungselement zwischen Online Shops und internetfähigen Haushaltsgeräten - zum Beispiel Geschirrspülern, Druckern, Kaffee- oder Waschmaschinen - und soll Otto zur Einkaufsstätte für Zusatzprodukte von smarten Geräten machen.
Im ersten Pilotprojekt können Geschirrspüler mit Home Connect - beispielsweise der Marke Bosch - Tabs bei Otto bestellen.



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