Digitale Innovationen am PoS 23.05.2018, 13:48 Uhr

Wie Zara den Omnichannel revolutionieren will

Während Bekleidungsfilialisten wie H&M derzeit online wie offline straucheln, stößt Zara in Sachen Omnichannel in neue Dimensionen vor: Die Spanier haben in London einen Flagshipstore eröffnet, der stationäre und digitale Angebote revolutionär vernetzt.
In London hat Zara einen Flagshipstore eröffnet, der die Vernetzung stationärer und digitaler Angebote vorantreibt.
(Quelle: Inditex )
Es ist Gretchenfrage aller Händler: Wie schafft man es, dem Kunden ein zufriedenstellendes Einkaufserlebnis auf allen Kanälen zu bieten? Wie schafft man es, den Nutzwert der einzelnen Kanäle miteinander zu verbinden und eine umfassende "Omnichannel Experience" zu kreieren?
Antworten darauf gibt der spanische Fashion-Händler Zara. Der neue Flagshipstore in London verbindet stationäre und digitale Angebote und soll die Vernetzung vorantreiben - und zwar in einem bislang unbekannten Ausmaß.
(Quelle: Inditex)
Der neue Laden steht in der Nähe des Olympiageländes in London, im Westfield Center. Dort hat der Zara-Mutterkonzern Inditex neue Technologien an den Start gebracht, die das Einkaufserlebnis verändern sollen. Das große Stichwort ist Automatisierung, dazu gehören Selbstzahlerkassen, angeschlossene Spiegel und eine Roboter-Sammelstelle.

Damen, Herren, Kinder - und Online

Insgesamt gibt es vier Abteilungen: Damen, Herren, Kinder - und Online. In diesem eigens geschaffenen Bereich auf einer Verkaufsfläche von rund 4.500 Quadratmetern können Kunden ihre im Internet bestellten Artikel an eigenen Schaltern abholen. Die Kunden müssen lediglich den QR-Code oder Pin ihrer Bestellung scannen beziehungsweise eintippen. Ein Robotersystem sortiert dann die entsprechende Ware und macht sie abholbereit. 
Dank der neuen Techniken ist es möglich, 2.400 Bestellungen gleichzeitig abzuwickeln und zu organisieren - und zwar völlig automatisiert und innerhalb von Sekunden. Online-Bestellungen, die vor 14 Uhr erfolgen, können noch am gleichen Tag in der Filiale abgeholt werden.
(Quelle: Inditex)
Auch in Sachen Bezahlung geht Zara voran: Neben den klassischen Kassen gibt es Selbstzahlerkassen. Daneben sind die Mitarbeiter mit Tablets ausgestattet, mit denen diese Kunden nicht nur beraten, sondern auch bezahlen lassen können.
Zu guter Letzt gibt es interaktive Spiegel, die mittels RFID-Technologie (radio-frequency identification) in der Lage sind, ein Kleidungsstück, das der Kunde hält, zu erkennen und es auf ein Modell mit einem fertigen Outfit zu projizieren - das virtuelle Kleidungsstück am Point of Sale (PoS).
(Quelle: Inditex)



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