Rabattschlacht 25.10.2017, 14:03 Uhr

So bereiten sich Online-Händler auf den Black Friday vor

Wer sich als E-Shop-Betreiber in der Schlange der gefragtesten Online-Händler am Black Friday (24. November) vordrängeln will, sollte mit zeitigen Ankündigungen, einem passenden Angebot und einer ansprechenden Shop-Präsentation aufwarten.
(Quelle: shutterstock.com/Olena Pantiukh )
Von Felix Schirl, Geschäftsführer trbo
Der legendäre Black Friday, der Freitag nach Thanksgiving, gilt in den USA traditionell als Startschuss für die Weihnachtseinkäufe. Während dort die großen Umsätze auch in den stationären Geschäften gemacht werden - die Läden öffnen zum Teil schon um fünf Uhr morgens - spielt sich in Deutschland die Rabatt- und Einkaufsschlacht vor allem im Netz ab.
Nicht zuletzt dank des Retailer-Riesen Amazon und seinen bei den Konsumenten jährlich heiß ersehnten Aktionstagen wie dem Cyber Monday und der anschließenden Cyberweek gilt der November als einer der Shopping-Monate überhaupt - auch das Weihnachtsgeschäft ist in diesem Zeitraum schon in vollem Gange.
Entsprechend groß ist auch der Wettkampf unter den Webshop-Betreibern. Doch wer hier in der Flut teilnehmender Webshops nicht untergehen möchte und bestmöglich von der durch Amazons Kampagnen generierten Aufmerksamkeit profitieren will, sollte potenzielle Kunden mit der richtigen Ankündigung, den passenden Angeboten und der perfekten Präsentation in den eigenen Webshop locken.

Alles eine Frage des Timings: Die richtige Ankündigung

Welches Werbemittel ist Ihnen in der letzten Woche in Ihrem Lieblingsshop begegnet? Sie wissen es nicht? Kein Wunder. Denn für gewöhnlich wirken Ankündigungen zu Rabattaktionen am besten, wenn sie maximal drei bis vier Tage im Voraus kommuniziert werden. Insbesondere bei dem schieren Überfluss an Specials, denen der Online-Shopper besonders in diesem Zeitraum begegnet, kann es leicht passieren, dass Deals in der Zeit zwischen Ankündigung und Aktion wieder vergessen oder fälschlicherweise anderswo wahrgenommen werden.
Außerdem: Je kurzfristiger die Ankündigung, desto größer der subjektiv empfundene Druck beim Konsumenten, bei diesem Händler tatsächlich zuzuschlagen.
 
Einem ähnlichen Prinzip folgt auch die ausgeschriebene Dauer eines Special-Deals. Denn: Besonders zeitlich begrenzte Countdown-Deals erfreuen sich rund um den Black Friday großer Beliebtheit bei den Online-Käufern.
Das Kalkül hinter der zeitlichen Terminierung: Konsumenten fühlen sich auch hier unter Druck gesetzt und verfallen weniger dem gewohnten Habitus, Waren erst einmal nur in den Warenkorb zu legen, um den Kauf später abzuschließen. Die Verfügbarkeit der Angebote sollte hier also nicht zu lange angesetzt werden. Aber wie so oft bestätigen auch hier Ausnahmen die Regel, denn besonders hochpreisige Produkte, wie Spiegelreflexkameras, Soundanlagen oder Computer, erfordern auf Kundenseite etwas Bedenkzeit.

Mehrere Angebote mit kurzen Verfügbarkeits-Zeiträumen

Entsprechend ist hier ein längerer Aktionszeitraum empfehlenswert. Als besonders erfolgreich hat sich zudem herausgestellt, zeitgleich mehrere Angebote mit kurzen Verfügbarkeits-Zeiträumen anzubieten. Online-Shopping-Gigant Amazon treibt dieses Prinzip zur Perfektion und wechselt seine Deals innerhalb der Cyberweek im Minutentakt.
Das Ziel: Ständig neue potenzielle Käufer generieren und schnellstmöglich zum Kauf zu animieren. Eine derart hohe Frequenz wechselnder Angebote bedeutet für eShop-Betreiber jedoch einen immensen Aufwand, der zum Teil kaum zu stemmen ist. Mit Botschaften wie "Nur heute im Angebot - Morgen weitere Deals" können aber auch Sie Ihre potentiellen Kunden bei Laune halten - insbesondere mit visuellen Countdowns, die zusätzlich einen künstlichen Druck erzeugen.
 
Grundsätzlich gilt bei der Ankündigung zeitlich begrenzter Angebote auf Bannern, in Newslettern oder anderen Werbemitteln: Der Ton macht die Musik. Denn auch hier ist der passende Wortlaut ein wichtiger Erfolgsfaktor. So besitzt beispielsweise die Formulierung "nur noch 2 Tage, 10 Stunden" für den Kunden eine höhere Wirkkraft als nur die Botschaft "am Samstag". Auch nach Ablauf einer bestimmten Rabattaktion sollte die Aufmerksamkeit der Shopper durch Hinweise auf kommende Angebote weiter angeregt werden.



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