11. November 07.11.2017, 10:33 Uhr

Singles Day: Diese 5 Punkte sollten Online-Händler beachten

Der Singles Day etabliert sich zunehmend in Europa und bietet Händlern die Chance, chinesische Online-Shopper zu erreichen. Allerdings gibt es einige Unterschiede beim Kaufverhalten und den dazu genutzten Kanälen, die Webshop-Betreiber beachten sollten.
(Quelle: shutterstock.com/AlexLMX )
Der am 11. November zelebrierte Singles Day aus China hat in den beiden vergangenen Jahren weltweit für Schlagzeilen gesorgt, da er die bisher größten internationalen Shopping Events wie Black Friday und Cyber Monday geradezu spektakulär vom Thron gestoßen hat.
Für E-Commerce-Unternehmen ist dieses Phänomen gleich zweifach interessant: Zum einen schwappen die Angebotswellen bis nach Europa, wo findige Käufer auf entsprechende Rabatte lauern. Zum anderen ist der Singles Day eine ideale Chance, um im attraktiven chinesischen Markt Aufmerksamkeit für sein Angebot zu generieren.
Allerdings gibt es einige Unterschiede beim Kaufverhalten und den dazu genutzten Kanälen, die Anbieter unbedingt beachten sollten. Der Content-Delivery-Network-Spezialist CDNetworks hat die wichtigsten Punkte zusammengefasst.
1. Verkaufsplattformen
Seit 2014 können auch ausländische Anbieter ohne chinesische Niederlassung vom Singles Day profitieren. Das funktioniert natürlich über eine eigene chinesische Website oder über die Nutzung von chinesischen Cross-Border-Marktplätzen für den direkten Bezug von Waren aus dem Ausland. Dabei können Firmen ihre Produkte in verschiedenen Store-Typen anbieten, inklusive eigener "Flagship-Stores" für ihre Marken, und die Waren nach dem Verkauf direkt aus Europa versenden.
Wichtig ist allerdings, sowohl bei der eigenen Website als auch bei der Wahl eines Plattform-Anbieters, unbedingt auf die Ladezeiten der Sites zu achten. Hohe Latenzzeiten sind aufgrund der speziellen Anforderungen in China eine der größten Herausforderungen im dortigen Markt, an der insbesondere Anbieter aus dem Ausland häufig scheitern.
2. Shopping-Kultur
Im Gegensatz zum Westen ist Online Shopping in China ein absolutes Lifestyle-Thema und wird als soziales Gemeinschaftserlebnis oder Sport betrachtet. Entsprechend präsentiert sich auch der Singles Day wie eine Mischung aus Black Friday und dem Super Bowl. Eine mehrstündige TV-Gala fährt Musik-Stars wie Katy Perry und Markenbotschafter wie Daniel Craig, die Beckhams oder Thomas Müller auf. Medienberichten zufolge nutzen immer mehr europäische Anbieter E-Commerce als weniger riskanten Einstieg in den chinesischen Markt, um den Appetit und die Vorlieben der chinesischen Konsumenten besser verstehen zu lernen. Dabei darf der Singles Day als wichtiger Stichtag für die Planung natürlich nicht fehlen.

3. Social Shopping
Forrester bezeichnet den chinesischen Lifestyle als "hypersozial", was sich auf das Privat- und Berufsleben sowie die Nutzung von Internet und die sozialen Medien bezieht. Vermutlich ist das auch der Grund, warum Shopping in China eine sozialere Angelegenheit ist als in anderen Ländern. Die Verbraucher tauschen eifrig Informationen über geplante Einkäufe aus und bitten andere Verbraucher um Rat bezüglich besserer Alternativen. Die in China beliebtesten Social Media-Plattformen WeChat, Weibo und Youku sind daher extrem wichtig, um im Online-Handel erfolgreich zu sein. Anders als hierzulande bieten diese Plattformen auch weit mehr Möglichkeiten, die direkt mit dem Online-Verkauf verknüpft sind.

WeChat lockt Käufer beispielsweise mit Spielen, bei denen sie Coupons gewinnen können und belohnt die Nutzer zusätzlich, wenn sie  Freunde zum Spiel einladen. Eine direkt in WeChat integrierte Zahlungsfunktion über eine virtuelle "Brieftasche", die mit einer Bank oder Kreditkarte verknüpft wird, macht das mobile und soziale Einkaufen noch einfacher. Ausländische Anbieter sollten daher unbedingt eine Verknüpfung mit den chinesischen Social Media Plattformen sowie entsprechende "Gamification"-Optionen berücksichtigen.



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