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Elektronikhändler 17.05.2018, 09:31 Uhr

Ceconomy macht operativ Fortschritte - Metro-Beteiligung belastet

Gemischte Bilanz für Ceconomy: Der Elektronikhändler macht zwar operativ Fortschritte, allerdings drückte die Beteiligung an der Metro AG das Unternehmen unter dem Strich tiefer in die roten Zahlen. Das Online-Geschäft entwickelt sich jedoch positiv.
Pieter Haas, Vorstandsvorsitzender der Ceconomy AG
(Quelle: Ceconomy)
Der Elektronikhändler Ceconomy hat im zweiten Geschäftsquartal operativ weiter Fuß gefasst. Nachdem im Weihnachtsgeschäft noch Rabattschlachten und hohe Kosten belastet hatten, wirkten sich nun die eingeleiteten Sparmaßnahmen sowie höhere Service-Erträge und wegfallende Einmaleffekte positiv aus. Allerdings drückte die Beteiligung an der Metro AG das Unternehmen unter dem Strich tiefer in die roten Zahlen, wie die Muttergesellschaft der Ketten Media Markt und Saturn mitteilte. Vorbörslich legte die Ceconomy-Aktie deutlich zu.
Positiv entwickelte sich aber das Online Business: Die Vertriebsmarken MediaMarkt und Saturn sind im Online-/Mobilegeschäft um rund elf Prozent gewachsen. Insgesamt erzielte Ceconomy 12,2 Prozent des Konzernumsatzes im Online-Geschäft, nach 11,6 Prozent im Vorjahr.

Ceconomy und Metro sind im vergangenen Sommer aus der Aufspaltung der früheren Metro Group hervorgegangen. Ceconomy bekam damals ein Aktienpaket von zehn Prozent an der Metro mit auf den Weg, das sich angesichts der schwachen Aktienentwicklung nun aber als Ballast erweist. Ceconomy bezifferte die Wertminderung im zurückliegenden Quartal auf 131 Millionen Euro.

Gewinnwarnung wegen Problemen in Russland

Der Lebensmittelhändler hatte unlängst wegen Problemen in Russland eine Gewinnwarnung aussprechen müssen. Die Metro-Aktie ist in diesem Jahr bislang schwächster Titel im MDax. Den Wertverlust der Metro-Beteiligung konnte auch die erhaltene Dividendenzahlung in Höhe von 25 Millionen Euro nicht ausgleichen. Unter dem Strich stand bei Ceconomy daher ein Fehlbetrag von 68 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte das Minus 13 Millionen Euro betragen.

Dagegen wirkte sich die Partnerschaft mit dem französischen Elektronikhändler Fnac Darty positiv aus. Ceconomy war im vergangenen Jahr mit 24 Prozent bei den Franzosen eingestiegen und will nun enger mit Fnac Darty zusammenarbeiten, etwa im Einkauf oder bei den Eigenmarken. Auch die Abwicklung des Internethändlers Redcoon sowie Kostensenkungen und eine gestiegene Nachfrage nach Dienstleistungen wie Garantieverlängerungen, Finanzierungen und Reparaturen trugen zur operativen Ergebnisverbesserung bei. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von minus 19 Millionen auf plus 38 Millionen Euro.
"Nach dem verhaltenen Jahresauftakt hatten wir ein gutes zweites Quartal, in dem wir sowohl operativ, als auch strategisch Fortschritte gemacht haben. Wir haben drei Viertel unseres Ergebnisrückstands aufgeholt; unter anderem unterstützt durch die im Januar eingeleiteten Kostenmaßnahmen. Es liegen aber noch sechs anspruchsvolle Monate vor uns. Strategisch wichtig war im zweiten Quartal vor allem die Vorarbeit für die geplante Gründung der European Retail Alliance zwischen MediaMarktSaturn und Fnac Darty. Diese Kooperation ist die Grundlage für die Zusammenarbeit der beiden Firmen und ein wichtiger Baustein des strategischen Ansatzes von Ceconomy, die führende Plattform für Consumer Electronics in Europa zu sein", sagte Pieter Haas, Vorstandsvorsitzender der Ceconomy AG.

Kein Vorankommen beim Umsatz

Beim Umsatz kam Ceconomy kaum voran. Dieser ging im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozent auf gut 5,2 Milliarden Euro zurück. Auch währungsbereinigt ergab sich nur ein Plus von 0,8 Prozent. Ceconomy hatte im Vorjahr mit Rabattaktionen die Erlöse angekurbelt und dies in dieser Art im zweiten Quartal nicht wiederholt. Die entstandene Lücke konnte das in diesem Jahr frühe Ostergeschäft nur teilweise schließen.

Seine Prognose für das Gesamtjahr bestätigte Ceconomy. 2017/2018 (Ende September) will der Konzern den Umsatz leicht steigern. Das Ebit soll mindestens im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen.



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