Nach Insolvenz
15.05.2018, 13:47 Uhr

Butlers wächst off- und online wieder

Nachdem Butlers den Sprung aus der Insolvenz geschafft hat, wächst das Unternehmen in den ersten vier Monaten im laufenden Geschäftsjahr sowohl mit seinen stationären Läden als auch online wieder. Jetzt will der Konzern wieder auf Expansion setzen.
(Quelle: shutterstock.com/ Cineberg )
Der Multichannel-Händler Butlers scheint nach seiner Insolvenz und der Neuausrichtung des Unternehmens wieder auf Kurs zu sein. Dank diverser Maßnahmen zur Restrukturierung der Marke wachse das Unternehmen sowohl in den stationären Geschäften als auch online wieder, teilte Butlers mit.
Bereits 2017 gelang es dem Händler seine Umsätze flächenbereinigt um 3,6 Prozent zu steigern. Und auch in den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres legten die Umsätze in den Filialen nochmals um 3,1 Prozent und online sogar um 7,0 Prozent zu. "Das kontinuierliche Wachstum lässt uns zuversichtlich in die Zukunft blicken und bestätigt uns darin, die richtigen Weichen gestellt zu haben", sagt Jörg Funke, CFO von Butlers.

Butlers setzt auf Expansion

Musste das Unternehmen im vergangenen Jahr noch 25 Läden schließen und rund 200 Mitarbeiter entlassen, so setzt der Konzern 2018 wieder auf Expansion. In den letzten Wochen hat Butlers neue Mietverträge in Berlin, Oldenburg, Erlangen und Köln abgeschlossen. Darüber hinaus wurden mit Plattformen wie Rewe, Wayfair und Yomonda Online-Partnerschaften eingegangen. Im Januar teilte Gründer und Geschäftsführer Wilhelm Josten allerdings noch mit, dass das Filialnetz nach den zahlreichen Schließungen nicht mehr größer werden wird. Offenbar hat sich diese Einstellung in den vergangenen Monaten geändert.
Aktuell verfügt das Unternehmen in Deutschland nach den Filialschließungen im Zuge des Insolvenzverfahrens über 74 Geschäfte. In Österreich und der Schweiz betreibt das Unternehmen noch acht Filialen. Aus Großbritannien hat sich Butlers komplett zurückgezogen.
Ende Januar 2017 hatte der Multichannel-Händler vorläufige Insolvenz angemeldet. Die Schieflage des Unternehmens kündigte sich über einen längeren Zeitraum an. 2016 erzielte Butlers einen Jahresumsatz von rund 95 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es hingegen noch 102,3 Millionen Euro gewesen - 20 Prozent davon verdiente die Kölner Einrichtungskette über den Online-Kanal. Dafür hat der Einrichtungshändler viel in E-Commerce investiert und galt mit seinen Bemühungen als ein Vorreiter für den Möbelhandel im Netz.



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