Lieferung von Golfbällen 26.04.2016, 10:30 Uhr

Rakuten: Erster kommerzieller Einsatz einer Drohne

Der E-Commerce-Riese Rakuten hat den ersten kommerziellen Einsatz einer Drohne vorgestellt. Auf einem Golfplatz wurde ein Paket mit Wasser, Golfbällen und einem Hamburger aus der Luft zugestellt.
Die Rakuten-Drohne im Landeanflug
(Quelle: Euronews )
Google, Amazon, Alibaba: Sie alle experimentieren seit geraumer Zeit mit Drohnen, mit dem mehr oder weniger realistischen Gedanken, auf diesem Wege irgendwann Waren an Kunden zustellen zu können. Jetzt geht auch Rakuten einen Schritt weiter in der Logistik der Zukunft: Der japanische E-Commerce-Gigant hat den nach eigenen Angaben ersten kommerziellen Zustelldienst per Drohne präsentiert.
Auf einem Golfplatz nahe Tokio lieferte eine Drohne ein Paket mit einer Flasche Wasser, Golfbällen und einem Hamburger ab. "Ich glaube, dass das der erste kommerzielle Einsatz einer Drohne ist. Sie ordern per Smartphone und Ihre Bestellung wird auf dem Golfplatz an Sie geliefert", zitiert Euronews.com den Vorstandschef von Rakuten, Hiroshi Mikitani.
Der Service namens "Soraku" ist derzeit auf Golfplätze beschränkt. Die Drohnen können bis zu zwei kg Gewicht tragen und heben innerhalb der Golfplätze ab. Das Unternehmen hofft, sich bei den rechtlichen Einschränkungen in anderen Bereichen durchzusetzen und mit seinem Service expandieren zu können.

Die Konkurrenz schläft nicht

Neu ist die Art der Zusendung nicht: Erste konkrete Tests gab es beispielsweise bereits beim chinesischen Internetkonzern Alibaba. Dieser lieferte Kunden bereits Anfang 2015 in Großstädten Tee aus der Luft. Dafür kooperierte Alibaba mit der Logistikfirma Shanghai YTO: 450 Kunden bekamen über den Marktplatz Taobao Ingwertee aus der Luft zugestellt. Die ersten 50 Pakete wurden in Peking ferngesteuert verteilt, Lieferungen in Shanghai und Guangzhou sollten folgen.
 
Auch bei Google wurde aus der Theorie schon Praxis: Das Unternehmen hat in Australien Päckchen aus der Luft abgeworfen und selbst die Deutsche Post hat in Deutschland schon 2014 Medikamente per Drohne zur Nordseeinsel Juist geflogen.
 
Amazon indes wartet seit 2013 auf die Genehmigung für Drohnen-Tests - und hat inzwischen die Bundesluftfahrtbehörde gebeten, das Prozedere zu beschleunigen.



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