Ernstings Family über ROPO-Effekte 13.02.2013, 13:48 Uhr

Webshop begünstigt stationäre Zusatzkäufe

Hat der Online-Shop Auswirkungen auf den stationären Handel? Ernsting's Family-E-Commerce-Leiterin Stefanie Wölfel hat dazu auf der E-Commerce-Konferenz "E-Fashion" in Frankfurt eigene Unternehmenszahlen präsentiert.
In Marktstudien wurde der so genannte ROPO-Effekt ("Research Online - Purchase Offline") schon häufiger nachgewiesen - jetzt belegt der Textilhändler Ernsting's Family die theoretischen Erhebungen mit Zahlen aus der Praxis. Demzufolge kaufen rund 31 Prozent der Nutzer, die den Webshop von Ernsting's Family besuchen, anschließend in der Filiale. Auf 100 Online-Bestellungen kämen laut Wölfel rund 45 stationäre Zusatzkäufe.
In barer Münze ausgedrückt heißt das: Auf Online-Einnahmen in Höhe von 100 Euro kommen rund 23 Euro Zusatzeinnahmen aus der Filiale. Rund 19 Prozent des gesamten Bestellwertes wurden in der Filiale generiert. Darüber hinaus würden ROPO-Kunden in der Filiale auch um 104 Prozent höhere Durchschnittsbons verursachen als ein Durchschnittskunde.
"Der tatsächliche ROPO-Effekt wird noch größer vermutet als gemessen", konstatiert Wölfel. Dabei würde eine hohe Filialdichte den ROPO-Effekt noch begünstigen.



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