Mehr Potential für Musik-Plattformen 07.09.2010, 14:03 Uhr

Jeder Vierte befürwortet illegale Downloads

Im vergangenen Jahr haben die Deutschen im Internet 112 Millionen Euro für Songs und Alben ausgegeben. Das sind sogar 40 Prozent mehr als noch 2008. Dennoch gibt es im Onlinehandel mit Musik noch Einiges mehr zu verdienen, wenn die Branche das Problem der Piraterie besser in den Begriff bekommt.
Mehr Potential für Musik-Plattformen Foto: freedigitalphotos.net/Filomena Scalise
Einer repräsentativen Umfrage zufolge findet jeder vierte Deutsche illegale Downloads von Musik, Film oder Software akzeptabel. Allerdings sind auch 66 Prozent der Meinung, dass das Anfertigen illegaler Kopien kein Kavaliersdelikt sei. Die strafrechtliche Verfolgung von Raubkopierern fordern 63 Prozent. Jeder sechste Nutzer ist grundsätzlich an kommerziellen Musikangeboten interessiert und sogar 18 Prozent seien bereit, für Musik aus dem Netz zu zahlen.
Im vergangenen Jahr gaben die Deutschen zusätzlich 34 Millionen Euro für Musikdownloads auf Handys aus. Davon entfällt der Löwenanteil von 27 Millionen naturgemäß auf Klingeltöne. Sieben Millionen Euro wurden dagegen mit Musikstücken in Originallänge umgesetzt. Nach dem kräftigen Anstieg der Umsätze im letzten Jahr, rechnet der Bitkom auch für 2010 mit einem zweistelligen Umsatzwachstum der Branche.
Als wirksame Mittel gegen die Piraterie propagiert der Bitkom zum einen einen gesellschaftlichen Konsens zum Schutz von Urheberrechten und zum anderen preislich attraktive und sichere Bezahlangebote für Musik.
Das Urheberrecht und vermeintliche Verstöße dagegen beschäftigen immer wieder auch die Gerichte. Zuletzt versuchte die Verwertungsgesellschaft Gema eine Einstweilige Verfügung gegen Youtube zu erreichen, um die Veröffentlichung von Musikvideos zu unterbinden.



Das könnte Sie auch interessieren