Primark vertreibt Mode über Asos 04.06.2013, 11:50 Uhr

Verkaufen lassen statt selbst verkaufen

Der Textildiscounter Primark setzt auf das Internet als Verkaufskanal für seine Produkte, bleibt jedoch seiner Devise treu, wegen der hohen Kosten auf einen eigenen Shop zu verzichten. Wie das geht? Nur über Kooperationen.
Eine Primark-Filiale in Oxford
Es ist ein kleines Sortiment, aber immerhin: 20 Kleider, Jacken, Shirts und Hosen des irischen Textildiscounters können jetzt über Asos.com bestellt werden. Das gelingt zwar nicht über die deutsche, jedoch über die britische Seite des Mode-Marktplatzes, der weltweit eine kostenlose Lieferung verspricht. Eine Zusammenarbeit mit dem britischen Kaufhaus Selfridges besteht ebenfalls, in dessen Onlineshops werden allerdings derzeit nur Hosen offeriert.
Primark ist in Deutschland mit zehn Filialen vertreten. Mode des H&M-Konkurrenten ist wegen der günstigen Preise derart begehrt, dass einige Busunternehmen sogar Tagesausflüge zu den Filialen bieten. Primark ist ein Tochterunternehmen des britischen Lebensmittelkonzerns Associated British Foods.
Kleidung und Schuhe sind Umsatzbringer im E-Commerce: Der Anteil der Mode-Sortimente am gesamten E-Commerce-Umsatz ist deutlich gewachsen - von einem Fünftel im Jahr 2007 auf ein Viertel im Jahr 2012. Im vergangenen Jahr setzte der Online-Handel 33 Milliarden Euro in Deutschland um, das Marktvolumen ist damit im Vergleich zum Vorjahr um knapp 15 Prozent gewachsen.
Wie der stationäre und digitale Modehandel im Jahr 2020 aussieht, lesen Sie im Dossier "Der Modehandel der Zukunft".


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