PwC-Studie zur Koexistenz von Tablets und E-Book-Readern 14.03.2012, 17:54 Uhr

Tablets schaden E-Book-Readern nicht

Die Vermutung, dass der Boom bei Tablet PCs zu Lasten von E-Book-Readern geht, liegt nahe. Doch eine Studie von PwC kommt zu anderen Ergebnissen. Demnach beeinflussen Tablets den Absatz von E-Book-Readern nicht negativ, sondern führen die Nutzer eher an E-Books und spezielle Geräte dafür heran.
PwC-Studie zur Koexistenz von Tablets und E-Book-Readern
Gut sechs von zehn Tablet-Anwendern lesen auf ihrem Gerät zumindest gelegentlich ein Buch. Dennoch will die Mehrzahl, der am Lesen interessierten Tablet-Nutzer, nicht auf einen zusätzlichen E-Book-Reader verzichten, so ergab die Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. 40 Prozent der befragten Tablet-Besitzer haben außerdem einen E-Book-Reader. Jeder fünfte, der bislang keinen hat, zeigt sich am Kauf eines E-Book-Readers interessiert.
"Die Ergebnisse der Studie bestätigen unsere These, dass Tablets an digitale Bücher heranführen und Vielleser dann zum spezialisierten Gerät greifen", sagt Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC. "Dennoch sind auch Tablets eine interessante Plattform für das E-Book, wenn Verlage die Möglichkeiten der Geräte konsequent nutzen. Das gilt insbesondere für die Einbettung interaktiver Grafiken und Videos sowie die Verlinkung zu relevanten Inhalten im Internet."
Neue Leser
Zudem gab jeder fünfte Befragte zwischen 16 und 29 Jahren an, dass er mehr Zeit mit dem Lesen von Büchern verbringe, seit er ein Tablet sein eigen nenne. So bringe der Tablet-Trend der Buchbranche neue und jüngere Leser, auch wenn dabei die E-Books im Zentrum des Interesses stehen. Fast die Hälfte der jüngeren Umfrageteilnehmer greifen entsprechend seltener zu Taschenbuch und Hardcover als vor der Anschaffung des Tablet-PCs. Manche verzichten sogar ganz auf Printausgaben. Etwa jeder dritte Tablet-Anwender liest seltener oder gar keine gedruckten Bücher mehr.
Preisabschlag erwünscht
Die Zahlungsbereitschaft für E-Books nimmt mit sinkendem Alter der Nutzer zu. Während von den über 46-Jährigen 28 Prozent kein Geld für E-Books auf ihrem Tablet ausgeben wollen, sind bei den Kunden unter 29 Jahren nur elf Prozent nicht bereit für E-Books auf Tablet-PCs zu bezahlen. Allerdings sind Tablet-Nutzer, egal in welchem Alter, preissensibel. Etwa 60 Prozent wollen, dass ein E-Book günstiger ist, als die gedruckte Ausgabe, sonst kaufen sie es nicht. Rund 28 Prozent erwarten sogar einen "wesentlich niedrigeren" Kaufpreis für E-Books als für die Printausgaben.
Für die PwC-Studie wurden 500 Tablet-Nutzer befragt.



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