Unternehmen setzen bei Personalsuche auf Web 2.0 17.01.2011, 11:30 Uhr

Rekrutieren in sozialen Netzwerken

Firmen, die Verstärkung brauchen, suchen neue Mitarbeiter immer häufiger in sozialen Onlinenetzwerken. Fast ein Drittel, nämlich 29 Prozent, aller Unternehmen veröffentlichten im vergangenen Jahr offene Stellen bei Facebook, StudiVZ oder Xing. Im Jahr 2009 waren es erst zwölf Prozent.
Unternehmen setzen bei Personalsuche auf Web 2.0 (Foto: fotolia.de/matttilda)
Das wichtigste Medium für die Veröffentlichung von Jobangeboten bleiben jedoch weiterhin allgemeine Online-Jobbörsen wie Stepstone oder Monster. Hier geben 71 Prozent der Unternehmen offene Stellen bekannt. Diese Zahlen hat der Branchenverband Bitkom im Rahmen einer repräsentativen Umfrage ermittelt.
Zwei Drittel aller Firmen nutzen die eigene Webseite zur Veröffentlichung von Anzeigen. Etwa die Hälfte der befragten Unternehmen schalten ihre Stellenanzeigen in den Printausgaben von Zeitungen. Branchenspezifische Online-Jobbörsen nutzen 23 Prozent der Unternehmen,  20 Prozent veröffentlichen die offenen Posten in Fachmagazinen.
Das Web 2.0 nutzten vor allem große Unternehmen für die Rekrutierung neuer Mitarbeiter. Mehr als die Hälfte, nämlich 58 Prozent der Betriebe mit mehr als 500 Mitarbeitern, veröffentliche Stellenanzeigen in sozialen Netzwerken, während es bei kleinen und mittelständischen Firmen erst 29 Prozent sind. Unterschiede gibt es auch zwischen den Branchen: Bereits 41 Prozent der befragten Unternehmen im Bereich der Informations- und Telekommunikationstechnologie nutzen das Web 2.0 bei der Personalsuche, aber erst 16 Prozent der Baufirmen. Die Personalabteilungen sind in den sozialen Online-Netzwerken in der Regel mit eigenen Profilen zu Karrierethemen präsent. Dort finden Bewerber neben Stellenanzeigen zum Beispiel Veranstaltungshinweise, Videos mit Informationen zum Arbeitgeber oder eine Pinnwand für Fragen oder Meinungsaustausch.
"Die Unternehmen müssen dort präsent sein, wo sich die Menschen beruflich und privat vernetzen, Informationen sammeln oder einen Teil ihrer Freizeit verbringen", betont Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. "Das Web 2.0 ist der Stellenmarkt der Zukunft."
Zur Ermittlung der Daten hatte das Marktforschungsinstitut ARIS Umfrageforschung im Auftrag des Bitkom 1.500 Geschäftsführer und Personalverantwortliche von Unternehmen befragt.



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