Die E-Commerce-Trends des Tages - 06.11.2012 06.11.2012, 06:17 Uhr

Redcoon investiert einen zweistelligen Millionenbetrag in TV- und Webwerbung

Mit viel Geld will sich der Online-Elektronikhändler Redcoon in den Köpfen der deutschen Verbraucher als "billig" positionieren und hat sich dafür auch noch Deutschlands billigste Promifrauen Micaela Schäfer und Gina-Lisa Lohfink als Testimonials ins Boot geholt. Eigentlich sollte auch noch Ex-Matthäus-Ehefrau Liliana Matthäus mit von der Partie sein. Sie hatte ihr Engagement dann aber in letzter Minute abgesagt. Auch Amazon investiert viel Geld, um Modekompetenz zu beweisen. Das Unternehmen richtet in New York jetzt ein riesiges Fotostudio ein und will dort hunderte von Models, Fotografen, Stylisten und Make-up-Artisten beschäftigen, um eine eigene Bildsprache in Sachen Mode zu entwickeln.
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- NEWS -
Dass Redcoon mit Werbung und Deutschlands billigsten Frauen Gina-Lisa Lohfink und Micaela Schäfer die vor sich hin dümpelnden Umsätze ankurbeln will, ist schon länger bekannt. Neu ist die Summe, die die Media-Saturn-Tochter dafür hinblättert: Ein achtstelliger Betrag soll in TV- und Online-Werbung fließen. Serviceplan, Plan.Net und Mediaplus heißen die glücklichen Kreativ-, Online- und Mediaagenturen. Los geht's bereits Mitte November, pünktlich zum Vorweihnachtsgeschäft. Das Ziel: Bekanntheitsgrad und Marke in kurzer Zeit und mit hoher Dichte an vielfältigen Werbemitteln "erheblich steigern". >>>wuv.de
Unter Deals.de startet die Deutsche Telekom ins Couponing, während sich der Rest der Welt fragt, ob das Geschäftsmodell nicht längst schon wieder tot ist und Amazon 169 Millionen US-Dollar für Living Social wieder abschreibt. Entsprechende Reichweite soll T-Online bringen. Die operative Abwicklung übernimmt das Berliner Ratgeberportal Sparwelt. >>>Internetworld.de
Otto startet wie angekündigt mit niedrigeren Preisen ins Weihnachtsgeschäft. Im ersten Schritt sollen Preise für Unterhaltungstechnik, Computer und andere Elektronikartikel gesenkt werden. Auch mit 100 Tage Zahlpause und kostenlosem Versand sollen Kunden gewonnen werden. "Diese Maßnahmen setzen wir verstärkt ein", sagte Firmensprecher Thomas Voigt der "WAZ". >>>Derwesten.de
HRS hat unter dem Namen "Hotels Now" eine mobile App für Last-Minute-Buchungen entwickelt, die Kurzentschlossenen mindestens 30 Prozent Rabatt einräumt. Mit dem Service reagiert der Tourismus-Dino auf die Kampfansage des Berliner Startups JustBook, das Reisenden zwischen 12 Uhr mittags und zwei Uhr nachts stark rabattierte Hotelzimmer anbietet. Daraufhin hatte HRS erst versucht, seine Hotelpartner zu zwingen, auf HRS stets die günstigsten Preise anbieten zu müssen, wurde aber von JustBook mit einer einstweiligen Verfügung vor dem OLG Düsseldorf dazu verdonnert, dieses Gebaren wieder aufzugeben. >>>Netzwertig.com
Cookbutler heißt ein neues Startup im Online-Lebensmittelhandel, von dem man sich wünscht, dass es bestehen bleibt. Das Unternehmen bietet online Rezeptideen und liefert dafür dann die benötigten Lebensmittel - und das ausgesprochen kundenorientiert denkend entweder am Montag Abend für die Woche oder am Donnerstag Abend für das Wochenende. Gerade letzteres haben Koch-Abo-Modelle, die ausschließlich montags oder dienstags liefern, bislang leider immer vernachlässigt. Aktuell gibt es Cookbutler aber nur in München. >>>via Exciting Commerce
Derweil erweitert die Schlemmertüte ihr Liefergebiet auf Bonn. Die deutsche Tochter des schwedischen Konzerns Linas Matkasse reagiert damit auf eine Welle an Anfragen aus dem Gebiet. Logistikpartner sind Metro und die Cool Chain Group. Auch den zukünftigen Ausbau des Angebots können die Kunden mitbestimmen. Werden bestimmte Postleitzahlen auf der Website häufig abgefragt, wird der Ausbau der Logistik an diesen Orten besonders vorangetrieben. >>>per Mail
Zalando lässt derzeit auf Facebook voten, ob der Schoko-Bote aus dem neuen TV-Spot wirklich in Produktion gehen und damit dem Schoko-Nikolaus Konkurrenz machen soll. Wir sind uns sicher: Schoko, Schuhe und modischer Schnickschnack sind für Frauen die perfekte Kombination. >>>via Facebook
- INTERNATIONAL -
Amazon will in Sachen Online-Modehandel sichtlich nicht nur spielen. Der Online-Riese hat in New York ein 40.000 Quadratmeter Studie gekauft, das jetzt zum Fotostudio ausgebaut werden und hunderte von Jobs für Models, Fotografen, Stylisten und Make-Up-Artists schaffen soll. Ziel von Amazon ist es, eine konsistente Ästhetik für den Online-Modehandel unter den Marken Amazon, Shopbop.com und Myhabit.com zu schaffen. "Wir wollen die Leute wissen lassen, dass es uns gibt, dass wir unglaubliche Marken führen und über phänomenale Erfahrung verfügen", so Amazon-Modechefin Cathy Beaudoin im üblichen US-Marketing-Slang. >>>Vogue.co.uk
Sears tut es Amazon gleich und bietet in den USA ab sofort für eine Jahresgebühr von 79 US-Dollar kostenlosen Versand innerhalb von zwei Tagen für ein Jahr an. Voraussetzung: Teilnahme am "Shop Your Way"-Kundenbindungsprogramm. Für 99 Cent oben drauf wird der Versand beschleunigt. Bestellungen über 49 US-Dollar werden ohnehin gratis abgewickelt. Das Angebot gilt auch für die Sears-Töchter Kmart und Sears Marketplace. >>>Internet Retailer
Starbucks wickelt wöchentlich zwei Millionen mobile Payment-Transaktionen wöchentlich über seine Mobile App ab. Das gab Starbucks-Chef Howard Schultz im Rahmen einer Telefonkonferenz bekannt. Insgesamt wurden seit dem Launch der App im Januar 2011 über 100 Millionen mobile Transaktionen abgewickelt. >>>Mobile Commerce Daily
Warby Parker, ein US-Brillendesigner, der seine Produkte anfangs nur über das Internet verkaufte, macht gute Erfahrungen mit seinen ersten stationären Shop-in-Shop-Konzepten und einer eigenen Boutique in New York. Zwar liege der Offline-Umsatz bei weniger als zehn Prozent des Gesamtumsatzes, doch mache die Boutique mehr Umsatz pro Quadratmeter als jeder andere Händler mit Ausnahme von Apple, so Mitgründer Dave Gilboa. Angefangen mit dem Offline-Verkauf habe man vom eigenen Appartement aus. Das habe so gut funktioniert, dass alle Leute, die kamen, auch mit mindestens einer neuen Brille wieder gingen. Jetzt soll in New York ein richtiger Flagship-Store eröffnet werden. >>>GigaOm
OrderGroove heißt ein US-Startup, das für Markenanbieter Abomodelle im E-Commerce umsetzt, damit diese Kunden halten und ihnen neue Produkte vorstellen können. Jetzt ist das Jungunternehmen sieben Millionen US-Dollar reicher. Das frische Geld kommt vornehmlich von Fung Capital Partners. >>>TechCrunch
- BACKGROUND -
Was steckt hinter dem plötzlichen Abgang von Allyouneed.com-Gründer Christian Heitmeyer? Gründerszene.de weiß es auch nicht so genau, versucht aber trotzdem, etwas Licht ins Dunkel zu bringen. >>>Gründerszene.de
Jeder vierte Webshop-Betreiber hat bereits mit Umstellungsmaßnahmen in Richtung SEPA begonnen, zeigt die Oktober-Erhebung des ECC-Konjunkturindex. Jeder zweite Befragte sieht sich von den am 1. Februar 2012 in Kraft tretenden Regelungen rund um Überweisungen und Lastschrift überhaupt nicht betroffen. Auch die Kunden sind relaxt. Zwei Drittel finden, dass neben der Lastschrift im E-Commerce noch ausreichend andere Bezahlmethoden zur Verfügung stehen. >>>per Handel
 
Was macht Google im E-Commerce? Same Day Delivery ist nur das letzte Steinchen eines größeren Mosaiks. Das gesamte Bild inklusive Google-Produktsuche, Google Wallet, Google Trusted Stores und Google Offers hat t3n bienenfleißig zusammengetragen. >>>t3n.de
64 Prozent der Top-100-Webhändler in den USA bieten im Vorweihnachtsgeschäft in irgendeiner Form kostenlosen Versand an, zeigt eine Blitzanalyse von "Internet Retailer". Damit ist der Gratis-Versand vor Weihnachten langsam kein Marketing-Tool mehr, sondern Pflicht. >>>Internet Retailer
Seinen Weihnachtsfahrplan für Online-Shops hat Shopanbieter.de auf den neuesten Stand gebracht. Was im November zu tun ist, zeigt die aktuelle Checkliste. >>>Shopanbieter.de
- ZAHL DES TAGES -
230 Euro wollen die Deutschen in diesem Jahr im Schnitt für Weihnachtsgeschenke ausgeben, 19 Prozent davon im Web. Das zeigt eine Studie von Ernst & Young, die den Deutschen damit 17 Euro höhere Weihnachtsausgaben bescheinigt als im Vorjahr. Hessen zeigen sich mit 254 Euro in besonders großer Schenklaune, die Baden-Würtemberger knausern mit 211 Euro rufgemäß am stärksten. Das beliebteste Geschenk sind in diesem Jahr Bares oder Gutscheine, für die 50 Euro ausgegeben werden sollen. Bücher folgen mit 24 Euro auf Rang zwei. >>>Der Handel
- GEHÖRT -
"Wir befinden uns in einem stark wachsenden Markt, dessen Tempo zahlreiche Modeunternehmen nicht mitgehen können, weil sie es in den vergangenen Jahren versäumt haben, ausreichend Expertise aufzubauen. Es werden etablierte Labels verschwinden, weil sie den Onlinemarkt nicht kennen. Viele sprechen hier von 'New Media' - das Internet ist inzwischen allerdings eher 'established media'. Wer jetzt damit anfängt, der kommt zu spät."
Roland Schweins, Geschäftsführender Gesellschafter von Styleranking.de, prognostiziert kleinen Online-Shops und großen Brands im Modesegment das Aus, weil sie mit der Übermacht starker Player, Kampfpreisen, Rücknahme-Garantien sowie Professionalität bei Abwicklung, Retourenmanagement und Zahlungsoptionen nicht mehr mithalten können. >>>ecommerce-vision.de
"It's a store not designed to sell anything, it's designed to make people want to come back."
George Blankenship, VP Worldwide Sales bei Tesla Motors, der unter anderem die Apple-Läden kreierte, ist davon überzeugt, dass die stationären Läden der Zukunft darauf fokussiert sein müssen, Kunden zu erfreuen. Wenig erklärungsbedürftige Produkte würden in den Online-Kanal abwandern. Die Stores, die bleiben, werden seiner Ansicht nach mehr wie Tesla oder Apple aussehen. >>>GigaOm



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