Zalando steigert Umsatz im ersten Quartal 2013 19.07.2013, 10:51 Uhr

Ein Plus von 74 Prozent

Zalando meldet den Umsatz fürs erste Quartal 2013: Der Mode-Händler erwirtschaftete 372 Millionen Euro. Über Gewinn oder Verlust schweigt sich das Unternehmen aus.
Zalando steigert Umsatz im ersten Quartal 2013
Ein Plus von 74 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat Zalando in den ersten drei Monaten des Jahres erzielt, der Umsatz stieg auf 372 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal waren es noch 214 Millionen Euro gewesen. Da der Online-Händler nicht an der Börse notiert ist, muss er keine Bilanz veröffentlichen und auch keine Auskünfte zu Gewinn oder Verlust machen.
"Wir sind mit diesem Ergebnis sehr zufrieden, Zalando ist international stark und nachhaltig aufgestellt", betont Zalando Geschäftsführer Rubin Ritter. "Basis unseres Wachstums sind die Erfolge in den etablierten Märkten, gleichzeitig entwickeln wir uns in den neu erschlossenen Ländern sehr gut." Im Jahr 2012 war Zalando in sieben neuen Ländern online gegangen, mittlerweile ist das Berliner E-Commerce Unternehmen in 14 Märkten aktiv.
Spannend ist, dass dem Wirschaftsministerium zufolge Zalando von 2007 bis 2012 rund 3,3 Millionen Euro zur Wirtschaftsförderung strukturschwacher Regionen bekommen hat. Das berichtet Bild.de. Damit steht das Unternehmen auf dem zweiten Platz der Subventionsempfänger im Einzelhandel nach der Otto Gruppe. Auch für dieses Jahr hat Zalando weitere Gelder beantragt.
Technische Infrastruktur auf Wachstum vorbereitet
Zalando möchte zudem sein Entwicklerteam bis Ende kommenden Jahres um 150 auf 500 Mitarbeiter aufstocken. Die Abteilung wird deshalb ein doppelt so großes Büro am Berliner Alexanderplatz beziehen. Zudem wurde die technologische Infrastruktur bereits so aufgestellt, dass sie die zehnfache Zahl an Transaktionen bewältigen kann. Dabei gehe es in erster Linie darum, etwaige Spitzen bewältigen zu können, so eine Sprecherin gegenüber INTERNET WORLD Business. In den kommenden Monaten plant das mit Unterstützung der Samwer-Brüder gegründete Unternehmen eine Smartphone-App.
Im Geschäftsjahr 2012 hatte Zalando mit 1,15 Milliarden Euro seinen Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt und ist so zum größen Mode-Händler Europas aufgestiegen. In der Kernregion Deutschland, Österreich und Schweiz hatte das Unternehmen zudem den Break-even erreicht, der Gesamtkonzern schrieb jedoch Verluste. "Anlaufverluste nehmen wir in Kauf, sie sind Teil unserer Strategie beim Eintritt in neue Märkte", kommentierte Geschäftsführer Rubin Ritter das Ergebnis. "Entscheidend ist, dass sich die Margen bereits in allen Regionen aufgrund des zunehmenden Kundenstamms und wachsender Effizienz positiv entwickeln." Ein großes Problem des Händlers ist jedoch die hohe Retouren-Rate von rund 50 Prozent.
Zu den Investoren Zalandos zählen Investment AB Kinnevik, das im Juni 2013 seine Beteiligung um 3,5 Prozent erhöht hat, Rocket Internet, DST Global, J.P. Morgan Asset Management und Quadrant Capital.
Der ehemalige Zalando-Marketingchef Christian Meermann, Kopf hinter der "Schrei vor Glück"-Kampagne, wechselt im September 2013 zu Peek & Cloppenburg nach Düsseldorf. Dort soll er den neuen Webshops Fashion ID aufbauen.



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