Die E-Commerce-Trends des Tages - 30.01.2013 30.01.2013, 06:14 Uhr

Neckermann.de feiert sein Comeback

Neckermann.de ist wieder da. Wie man es von Otto gewohnt ist, werden ausgediente Marken zunächst als Marktplatz wiederbelebt, vielleicht, um diesmal die Strahlkraft der Marke richtiger einzuschätzen als damals bei Quelle.de. Wer allerdings aktuell auf Neckermann.de geht, hat schnell vergessen, dass einst ein 700 Millionen Euro Umsatz starker Webshop hinter der Domain stand. Ab Februar/März soll aber alles besser werden, dann wird der Shop richtig gestartet. Außerdem in den News: Zalandos Unschuld am Angstschweiß der Spielwarenhändler und Rakutens Trommelfeuer für den "Super Sale".
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- NEWS -
Neckermann.de feiert vier Monate nach der Pleite sein Comeback - als Produktsuchmaschine. Auf diese Weise wolle man mit geringen Mitteln und Null-Risiko die Potenziale der Domain ausloten. Der extrem großen Schrift nach zu urteilen, dürfte die Seite sich eher an ältere Nutzer richten. Sie können aktuell in zwölf Kategorien - von Auto, Garten, Baumarkt bis XXL-Mode nach passenden Produkten stöbern. Im Februar soll dann ein Shop-Konzept auf Neckermann.de starten. >>>Textilwirtschaft.de
Rakuten Deutschland rüstet sich für sein bereits aus Japan bekanntes Mega-Verkaufs-Event "Super Sale". Vom 17. Februar, 18.00 Uhr, bis 18. Februar, 22.00 Uhr, sollen Deals, unschlagbare Rabatte und zeitlich begrenzte Angebote für Shoppingfieber sorgen. Insgesamt stehen Händlern 630 Artikelplätze für einen starken Abverkauf zur Verfügung. >>>Exciting Commerce
Zalando will Branchengerüchten zufolge in den Spielwarenhandel einsteigen und zu diesem Zweck schon auf der Nürnberger Spielwarenmesse Ende Januar entsprechende Lieferantengespräche führen. Was die "Lebensmittelzeitung" gehört haben will, wird von einer Zalando-Sprecherin dementiert. Gegenüber "W&V Online" sagte sie: "Da steckt gar nichts dahinter." Man sei selber vom Artikel überrascht worden und die "LZ" habe auch keine Anfrage dazu an Zalando gestellt. >>>wuv.de
Cyberport ist in Kooperation mit dem Service-Provider Einfach-machen-lassen in die Online-Vermarktung von IT-Servicedienstleistungen eingestiegen. Anders als bei Konkurrenten wie PC-Spezialist, Media-Saturn oder auch EP, die bei Vor-Ort-Services nur auf lokale Standorte und Verbundhändler verweisen, könne man bei Cyberport Vor-Ort-Services wie TV-Wandmontagen gleich online buchen - und das bundesweit. Einfach-machen-lassen vermittelt die Services an insgesamt mehr als 800 Servicepartner. >>>ChannelPartner
Tennis-Point eröffnet in München sein fünftes Filialgeschäft in Europa. Auf 250 Quadratmetern finden Tennis-Fans in der Nähe der Allwetteranlage von Sport Scheck ein umfangreiches Angebot an Kleidung, Schlägern, Zubehör und Accessoires - zu denselben Preisen wie im Online-Shop. >>>per Mail
dm, selbst immer noch ohne eigenen Online-Shop, kassiert in seinen Filialen dafür jetzt die Online-Rechnungen anderer Händler ab. Über Barzahlen.de können Kunden ihre Onlinekäufe mit Bargeld begleichen. Dazu müssen sie lediglich einen Barcode einscannen lassen, den sie ausdrucken oder sich auf das Handy schicken können. Beim Händler geht die Zahlungsbestätigung in Echtzeit ein, damit die Ware schnellstmöglich risikofrei versendet werden kann. >>>Der Handel
Ein 2004 gegründeter Onlineshop für Designartikel und Geschenke steht aus zeitlichen Gründen zum Verkauf. Der Jahresumsatz beträgt 700.000 bis 800.000 Euro netto. Die Anzahl der Kunden wird auf 130.000 beziffert. Monatlich zählt der Shop 20.000 Besucher. >>>Shopanbieter.de
- INTERNATIONAL -
Vente-Privee.com ist im Jahr 2012 um 22 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro Umsatz gewachsen. Das Umsatzwachstum 2011 lag bei elf Prozent. 26 Prozent des Umsatzes kämen über mobile Applikationen. In Deutschland wickelte der Shopping-Club 2012 911 Verkaufsaktionen ab. >>>Pressemitteilung
Amazon will seine Werbemöglichkeiten künftig passgenau auf seine 188 Millionen aktive Nutzer zuschneiden. Kunden, die Ware suchen, die Amazon nicht anbietet, könnten so ein entsprechendes Werbebanner zu sehen bekommen. >>>Lead Digital
Delivery Hero hat den britischen Anbieter Hungryhouse jetzt vollständig geschluckt und darüber hinaus mit Eatitnow einen weiteren Lieferdienstvermittler in Großbritannien übernommen. Abgewickelt wurde der Hungryhouse-Deal über einen Aktientausch. >>>Gründerszene.de
- BACKGROUND -
Konsumklima: Die deutschen Verbraucher starten mit neuem Optimismus in das Jahr 2013. In der aktuellen GfK-Konsumklimastudie legen sowohl Einkommenserwartung als auch Anschaffungsneigung spürbar zu. >>>Internetworld.de
Shop-Optimierung: 91 Praxistipps zur Optimierung von Online-Shops in einer Grafik? Wer sich im eigenen Shop noch auf Basis-Niveau bewegt, kann sich bei Cue Blocks inspirieren lassen. >>>GetElastic
Virtuelle Anprobe: Welche technischen Ansätze gibt es in Sachen virtueller Anproben? Handelskraft hat sich umgesehen und die Konzepte in seinem Blog beschrieben. >>>Handelskraft
- ZAHL DES TAGES -
40 Prozent der Online-Händler kennen einer Studie des Forschungsinstituts ibi research zufolge nicht die Kosten, die ihnen durch Retouren entstehen. Ein Drittel der Teilnehmer vermutete, der Gewinn könne um fünf Prozent steigen, wenn die Retourenquote um zehn Prozent gesenkt werde. INTERNET WORLD Business kann mit konkreteren Rechenbeispielen aufwarten. >>>Internetworld.de
- GEHÖRT -
"Das Schlimmste, was man den Samwers antun kann, ist, dass sie die Firmen, die sie klonen, langfristig aufziehen müssen. Und genau das tun wir ihnen jetzt an."
Startup-Gründer Johannes Reck zitiert im Interview mit dem "manager magazin" einen "sehr erfolgreichen" Startup-Unternehmer. Das Pingpong-Spiel, einen Klon aufzumachen und ihn dann wieder an das Original zurückzuverkaufen, funktioniere nicht mehr, weil die geklonten Startups das nicht mehr machen. Jetzt säßen die Samwers auf ziemlich vielen Altlasten und vielen Unternehmen mit ungewisser Zukunft, die mit Millionen vollgepumpt wurden. "Die Stunde der Wahrheit wird bald schlagen", so Reck. >>>manager magazin



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