Wachstumsraten im Onlinehandel 18.01.2011, 10:30 Uhr

Mobile dient mehr der Kommunikation als dem Absatz

Der Handel über mobile Endgeräte wird im kommenden Jahr 1,2 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften, prognostiziert Kai Hudetz vom E-Commerce-Center Handel auf dem Online Handel 2011 in Bonn. "Dieser Umsatz lässt sich jedoch schwer erfassen, denn er verschwimmt mit dem normalen E-Commerce."
Mobile dient mehr der Kommunikation als dem Absatz
Die Smartphones werden Hudetz zufolge aber eher als zusätzlicher Kommunikationskanal genutzt denn als neuer Absatzkanal. Couponing könne dagegen ein effektives Hilfsmittel sein, um virtuelle Kunden auch in das stationäre Geschäft zu bringen. Die Mehrheit der Konsumenten informiert sich über fast alle Produkte mittlerweile im Web.
Die Weihnachtsumsätze im Versandhandel allgemein sind im vergangenen Jahr wieder kräftig gestiegen. Die Steigerungsraten haben das Level von 2007 erreicht, aber auf einem deutlich höheren Niveau, zeigen die Statistiken der verschiedenen Verbände. "Bis 2015 wird das Volumen im deutschen Versandhandel auf 35,3 Milliarden Euro wachsen", sagt Hudetz. Im Jahr 2009 habe das Volumen nur bei 26,4 Milliarden Euro gelegen. Stark an Anteil würden dabei sowohl die reinen Onlinehändler als auch die stationären Händler gewinnen, die ihre Produkte auch online anbieten. Deutlich rückläufig werde sich hingegen das klassische Kataloggeschäft entwickeln.
Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) rechnet beim E-Commerce für das Jahr 2010 mit einem Umsatz von 18,3 Milliarden Euro, das entspricht einer Steigerung von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.


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