Die E-Commerce-Trends des Tages - 17.01.2013 17.01.2013, 06:50 Uhr

Media-Saturn: 800 Millionen Euro Webumsatz

Rund vier Prozent seines Gesamtumsatzes hat Media-Saturn 2012 über das Internet generiert. 800 Millionen Euro flossen so in die Kassen der Ingolstädter - allerdings stammt ein großer Teil vom Online-Pure-Player Redcoon. Derweil sieht man an einer neuen Branche ganz schön, was passieren kann, wenn man die Bedeutung des Internet zu lange unterschätzt. Nach Büchern geraten jetzt auch die stationären Verkäufer und Verleiher von Videofilmen und Musik gehörig unter Druck. Insolvenzen wie von HMV oder Virgin Megastores häufen sich. Jetzt sucht auch Blockbuster einen Käufer.
Die E-Commerce-Trends des Tages liefern wir Ihnen gerne auch jeden Morgen um 7.30 Uhr kurz und prägnant in Ihr E-Mail-Postfach. Hier geht's zum kostenlosen Online-Abo.
- NEWS -
Media-Saturn hat im Geschäftsjahr 2012 - inklusive seines Online-Pure-Players Redcoon - 800 Millionen Euro Umsatz über das Internet generiert. Damit erzielte das Unternehmen rund vier Prozent des Gesamtumsatzes online. Vorstandsmitglied Pieter Haas erklärte bereits im Oktober, dass dieser Wert zu niedrig sei, da der Anteil des Internetgeschäfts im Elektronikhandel europaweit bei durchschnittlich zehn Prozent liege. Das eWeb Research Center an der Hochschule Niederrhein geht gar von einem Online-Anteil am Gesamtumsatz von 16 Prozent aus. Hinzu kommt, dass allein die Online-Pure-Player-Tochter Redcoon im Geschäftsjahr 2011/2012 einen Umsatz von 412 Millionen Euro gestemmt hat. Immerhin: Im vierten Quartal habe der Internet-Handel deutlich an Dynamik zugenommen, heißt es vage im Geschäftsbericht 2012, ohne dies jedoch mit konkreten Zahlen zu untermauern. Und auch stationär ging es für die Elektronikfachmarktketten Media Markt und Saturn zum ersten Mal seit 2009 wieder aufwärts: Flächenbereinigt stieg der Umsatz in Deutschland um drei Prozent. >>>Pressemitteilung
Shift IT, die Mutter-Holding des Online-Shops Alternate und des Großhändlers Wave, hat ihrem Umsatz im Geschäftsjahr 2011/12 um 14 Prozent von 490 auf 559 Millionen Euro gesteigert. Jetzt wartet die Branche gespannt auf die 2012er Zahlen von Notebooksbilliger.de und Redcoon. Cyberport gab bereits vor wenigen Tagen bekannt, die 500-Millionen-Euro-Umsatzschwelle überschritten zu haben. >>>Exciting Commerce
 
Butlers-Chef Wilhelm Josten gab gegenüber der "Wirtschaftswoche" wenigstens eine Zahl zum Online-Handel preis: Die Retourenquote liegt dem Unternehmer zufolge bei sechs Prozent. >>>Wirtschaftswoche.de
Sitzfeld will 2013 erstmals ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen. Das sagte der Mitgründer des Online-Möbeldirektvertriebs, Clemens Deyerling, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Dass die Kunden in seinem Shop nicht probesitzen können, sieht er nicht als Problem. Stattdessen wird per Telefon oder Mail beraten oder es werden Stoffproben versendet. "Wir müssen keine Überzeugungsarbeit leisten, das Einkaufsverhalten ändert sich einfach", so die Aussage. Die Retourenquote beziffert Deyerling übrigens auf unter fünf Prozent. >>>FAZ.net
- INTERNATIONAL -
eBay hat seine US-Handelsumsätze - Autos ausgenommen - im vierten Quartal 2012 um 19,2 Prozent auf 7,34 Milliarden US-Dollar gesteigert. Das ist das stärkste Wachstum seit dem dritten Quartal 2011. Weltweit stiegen die Quartals-Handelsumsätze um 15,9 Prozent auf 19,11 Milliarden US-Dollar. 68 Prozent des Volumens wurde über Verkäufe zum Festpreis generiert - im Vorjahr lag der Wert noch bei 64 Prozent. Die über mobile Kanäle generierten Umsätze beliefen sich auf 14 Milliarden US-Dollar. 2013 sollen hier 20 Milliarden in den Büchern stehen. Insgesamt zählte der eBay-Marktplatz im Jahr 2012 112,3 Millionen aktive Nutzer. Das entspricht einem Plus von 11,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. eBays eigene Umsätze kletterten im vierten Quartal um 18 Prozent auf 3,99 Milliarden US-Dollar. >>>Internet Retailer
Etsy hat im vergangenen Jahr ein Handelsvolumen von 895 Millionen Dollar gedreht. Im November und Dezember brach der Marktplatz erstmals die 100-Millionen-Dollar-Umsatzgrenze. >>>Exciting Commerce
BrandAlley UK gehört jetzt dem bisherigen Management. Mit Unterstützung privater Investoren übernahmen die Geschäftsführer alle Anteile des Shopping-Clubs von seinen ehemaligen Eignern News International und BrandAlley France. Eigenen Aussagen zufolge konnte BrandAlley UK im vergangenen Jahr 70.000 neue Kunden akquirieren. 15 Prozent der Umsätze stammen von mobilen Internet-Nutzern. Jetzt sollen die Beziehungen zu Marken und der Kundenservice gestärkt werden. >>>Internet Retailing
Blockbuster sucht einen neuen Käufer. Das Medienunternehmen, das wie HMV und Virgin Megastores unter der zunehmenden Konkurrenz im Internet leidet, beschäftigt 4.190 Mitarbeiter und betreibt 528 Filialen. Das Kerngeschäft sei noch immer profitabel, heißt es. Anders als HMV hat Blockbuster früh einen Online-Videoverleih eingeführt. Schon 2002 konnten Kunden unter blockbuster.co.uk DVDs online ausleihen. Allerdings ging der Trend zunehmend dahin, Filme über Lovefilm oder Netflix auch gleich online zu streamen, während Blockbuster weiter auf den Verleih physischer DVDs setzte. >>>Internet Retailing
Lovefilm will mit neuen Lizenzvereinbarungen gegenüber Netflix punkten. Die Amazon-Tochter holt sich damit zahlreiche US-amerikanische Fernsehserien von NBCU ins Programm. Neben Klassikern aus dem US-Fernsehen wie "Knight Rider" kommen nun auch Formate wie die Spoof-Doku "The Office" auf den Streaming-Bildschirm. >>>Internetworld.de
- BACKGROUND -
115 Millionen Songs und Alben wurden laut Zahlen vom Bundesverband Musikindustrie und Media Control 2012 via Internet heruntergeladen. Im Vorjahr lag die Zahl noch bei 94 Millionen. Insgesamt wurden 97 Millionen Songs (plus 22,9 Prozent) und 16 Millionen Alben (plus 20,6 Prozent) auf digitalem Weg verkauft. Single-Bundles kommen auf weitere 1,5 Millionen. >>>Internetworld.de
Was fragen stationäre Händler, die online gehen wollen, ihre Dienstleister? Und wie lauten die Antworten darauf? Kassenzone hat ein fiktives Händlergespräch online gestellt, aus dem der stationäre Handel eine Menge lernen kann. Das Fazit vorab: Solange man kein Modell mit solidem USP hat oder findet, sollte man die Finger vom E-Commerce lassen und stattdessen mit Verkäufen auf Amazon oder anderen Marktplätzen experimentieren. >>>Kassenzone
- ZAHL DES TAGES -
15 Prozent der Deutschen über 14 Jahre haben 2012 bei Online-Shopping-Clubs eingekauft, zeigt eine gemeinsame Untersuchung von Textilwirtschaft und GfK. Mehr als die Hälfte der Käufer hat dabei bis zu vier Artikel erstanden. Über ein Drittel gab zwischen einem und 99 Euro aus. >>>Textilwirtschaft.de (Login erforderlich)
- GEHÖRT -
"Auf dem Markt wird sich mehr bewegen, als wir noch vor fünf oder zehn Jahren gedacht haben. Die Tendenz ist stark steigend."
Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM) hört langsam die Uhr ticken. >>>FAZ.net
- IN EIGENER SACHE -
INTERNET WORLD Business kürt auch in diesem Jahr wieder die besten Online-Shops des Jahres in insgesamt acht Kategorien. Die Jury ist auch in diesem Jahr wieder mit namhaften E-Commerce-Experten wie Gerrit Heinemann oder Jochen Krisch bestückt. Mehr zum Preis und das Formular zur kostenlosen Bewerbung finden Sie online. Anmeldeschluss ist der 11. Februar 2013. >>>Internetworld.de



Das könnte Sie auch interessieren