Die E-Commerce-Trends des Tages - 24.01.2013 24.01.2014, 06:37 Uhr

Was ist los bei Zalando?

Ene, mene, Miste, es rappelt in der Kiste: Bei Zalandos größtem Anteilseigner Kinnevik dreht sich das Personenkarussel: Nachdem die Kinnevik-Chefin Mia Brunell Livfors ihren Abgang verkündete, wechselt der Investor Branchengerüchten zufolge auch die Aufsichtsratsstelle bei Zalando, die bislang von ihr bekleidet wurde, aus: Künftig soll wohl die Kinnevik-Chefaufseherin Cristina Stenbeck bei dem Modeversender persönlich nach dem Rechten sehen. Was das genau bedeutet, wird sich spätestens dann zeigen, wenn Kinnevik die Zahlen für Zalando veröffentlicht. Außerdem in den E-Commerce-Trends: Amazon ist nicht mehr der beliebteste Webshop der Deutschen und Conrad verrät Pläne für Getgoods.de.
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- NEWS -
Was ist los bei Zalando? Aktuellen Comscore-Zahlen zufolge leidet der Modeversender unter einer Wachstumsdelle bei den Unique Usern. Im Dezember, dem traditionell stärksten Monat im Online-Handel, maßen die Marktforscher nur noch ein Plus von 26,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In den Monaten Oktober und November lag der Zuwachs bei je 40 Prozent, im September noch bei 53 Prozent. Bei Zalando selbst will man die Zahlen nicht kommentieren. Außerdem kursieren Branchengerüchte, dass nach dem Rücktritt von Kinnevik-CEO Mia Brunell Livfors auch der Aufsichtsrat von Zalando eine neue Führungsspitze bekommt. Den Posten soll die operativ tätige Aufsichtsratschefin von Kinnevik, Cristina Stenbeck, bekleiden. Detaillierte Zahlen von Zalando sollen am 14. Februar bekannt gegeben werden.
>>>Reuters.com / Textilwirtschaft.de
Zooplus und nicht mehr Amazon ist Deutschlands beliebtester Online-Shop 2014. Das ergab die Neuauflage der Kundenzufriedenheitsstudie "Erfolgsfaktoren im E-Commerce - Deutschlands Top Online-Shops" vom ECC Köln und dem Logistikdienstleister Hermes. 10.248 Internet-Nutzer ab 14 Jahren wurden insgesamt befragt, jeder Shop kam etwa auf 100 Bewertungen. Amazon rutschte mit 76,6 Punkten (Vorjahr: 78,9 Punkte) vom Siegertreppchen auf Rang zwei und muss sich diesen auch noch mit dem Musikhaus Thomann teilen. >>>Internetworld.de
Conrad will die Sortimente der übernommenen Online-Shops Getgoods.de und Hoh.de um Haushaltswaren, Garten- und Baumarktartikel erweitern. Zielgruppe blieben First Mover sowie ein technikaffines junges Publikum. Die zwei stationären Getgoods-Standorte in Frankfurt (Oder) werden geschlossen. Von 190 Mitarbeitern werden nur 65 übernommen. >>>CRN.de
MyHammer, eine Plattform, über die man Handwerkeraufträge vergeben kann, hat eigenen Aussagen zufolge ihre Ziele nicht erfüllt. Eine Kooperationsvereinbarung mit der Handwerk Media AG brachte nicht vollumfänglich den erwarteten Erfolg. In der Folge legt Vorstand Timo Kirsten sein Amt nieder. >>>OnetoOne.de
- INTERNATIONAL -
Der Schweizer Internet-Supermarkt LeShop erweitert seine Zustellungsoptionen: In sechs Schweizer Bahnhöfen sollen Schließfächer eingerichtet werden, aus denen Pendler ihre online bestellten Lebensmittel einfach abholen können. Der Startschuss soll im April fallen. >>>Lebensmittelzeitung.net
Walmart will sein Serviceangebot innerhalb der kommenden zwei Jahre auf das Level von Amazon bringen. Das kündigte Walmart-CEO Neil Ashe auf dem "World Economic Forum" in Davos an. Zu diesem Zweck würden unter anderem überall in den USA neue Logistikzentren gebaut werden. >>>WSJ.com
The Home Depot hat den Online-Shop Blinds.com übernommen. Das Unternehmen erzielte mit dem Versand von Vorhängen und Jalousien 2012 Umsätze in Höhe von 90 Millionen US-Dollar. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. >>>Internet Retailer
Lyst, eine E-Commerce-Plattform, die verschiedene Modeshops auf einer Seite mit einem gemeinsamen Warenkorb aggregiert, hat eine Finanzspritze über 14 Millionen US-Dollar erhalten. Mit dem Geld soll das Marketing erweitert werden. Außerdem sollen mehr Datenwissenschaftler und Ingenieure eingestellt werden, die Algorithmen entwickeln, mit denen Lyst gegen Konkurrenten wie eBay, the Fancy und andere Online-Marktplätze bestehen kann. >>>TechCrunch.com
- BACKGROUND -
Frankreich: 61 Prozent der französischen Webshopper haben 2013 Weihnachtsgeschenke im Web bestellt, meldet der französische E-Commerce-Verband Fevad. Im Vorjahr lag die Quote bei 57 Prozent. Außerdem gaben 40 Prozent der Befragten online mehr Geld aus als im Vorjahr. >>>Internet Retailer
Argentinien: Argentinien wehrt sich mit massiven Beschränkungen des internationalen Online-Handels gegen den Devisenabfluss. Wer auf internationalen Websites Waren über 25 US-Dollar bestellt, muss darauf Steuern in Höhe von 50 Prozent des Warenwerts bezahlen. Lediglich zwei Bestellungen pro Jahr können steuerfrei bestellt werden. >>>ORF.at
- GEHÖRT -
"Ein Onlineshop reicht nicht, wir müssen das ganze Unternehmen digitalisieren. Das kostet 'n Arsch voll Kohle, aber lohnt sich."
Fressnapf-Gründer Torsten Toeller wusste schon vor einem Jahr, dass man E-Commerce nicht nebenbei betreibt. >>>Handelsblatt.com
"Solange es ein halbwegs funktionierendes Kerngeschäft gibt, wird es nicht möglich sein, marktgerecht neue Geschäftsmodelle aufzubauen. Davon bin ich mittlerweile fest überzeugt. Noch nicht einmal die großen IT-Unternehmen wie Facebook und Google schaffen es, strukturiert neue Geschäftsmodelle aufzubauen. Sie müssen diese Dinge extern zukaufen."
Kassenzone-Blogger Alexander Graf erläutert, warum er die Herangehensweise seines alten Arbeitgebers Otto an das Thema E-Commerce gar nicht so schlecht findet. >>>Kassenzone



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