Studie zu Zahlungsverhalten 09.01.2014, 08:13 Uhr

Kundenwünsche sind nicht gleich Händlerwünsche

Einkaufen im Internet ist heute so einfach wie nie. Wenn es ums Payment geht, bleiben allerdings noch Kundenwünsche offen, denn nicht alle Händler haben die Zahlungsverfahren im Angebot, die Online-Shopper am liebsten nutzen.
Studie zu Zahlungsverhalten
Wenn es um Zahlungsverfahren geht, sind sich Online-Shopper und Händler nicht einig. Eine Studie der Hochschule Aschaffenburg und des EEC Köln stellt jetzt fest, dass die von Kunden vorgezogenen Zahlungsarten wie Rechnung, Lastschrift und Paypal bei den Händlern weniger Beifall finden. Diese bevorzugen Vorkasse. "Unsere neue Studie zeigt, dass trotz der Neuerungen im Payment-Markt eine Maxime bestehen bleibt: Auch in Sachen Payment müssen sich die Händler auf die Wünsche der Konsumenten einlassen, um keine Kaufabbrüche zu riskieren", so Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.
Die Zahlung per Rechnung ist bei den deutschen Online-Shoppern am beliebtesten - 79,1 Prozent der Käufer möchten so zahlen. Knapp zwei Drittel, nämlich 62,4 Prozent, bevorzugen Paypal, und fast die Hälfte (48,1 Prozent) zahlt am liebsten per Lastschrift. Während auf Händlerseite mit 79,2 Prozent Paypal ebenfalls auf Platz zwei landet, ist hier die Vorkasse am beliebtesten: 90 Prozent der befragten Händler gaben an, diese Zahlungsart vorzuziehen. Mit 64,4 Prozent steht die Sofortüberweisung auf Platz drei.
Die Unterschiede zwischen Händler- und Kundenwünschen sind nicht verwunderlich, schließlich wollen beide Seiten mit möglichst wenig Risiko die Transaktion abschließen. Paypal, Kreditkarte und Lastschriftverfahren scheinen sich in diesem Fall als goldene Mitte eingependelt zu haben, die für beide beteiligten Seiten akzeptabel erscheinen.
Für die internetrepräsentative Studie wurden fast 2.000 Online-Shopper und 901 beteiligte Händler befragt. Ähnliche Ergebnisse zeigte übrigens auch eine Payment-Studie der Universität Regensburg. Mobile Zahlungstransaktionen werden darüber hinaus immer beliebter - vor allem in Europa.
Zum neuen Jahr startet in Deutschland auch ein neues Altersverifikationssystem. Zur Bestätigung der Volljährigkeit können Händler das System giropay-ID nutzen, das auf dem Online-Banking-Verfahren mit PIN und TAN basiert. Kunden, die den Dienst nutzen, bestätigen nach automatischer Weiterleitung vom Onlineshop zu ihrer Bank über Login und Eingabe einer TAN ihr Alter.
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