Erfolgsfaktoren für Onlineshops 29.10.2010, 11:34 Uhr

Gute Preise und schnelle Lieferung

Je jünger die Käufer sind, desto mehr Wert legen sie darauf, zu den günstigsten Konditionen zu bestellen. Bei älteren Kunden steht zumeist die Zeitersparnis im Vordergrund.
Erfolgsfaktoren für Onlineshops Foto: clipdealer.com/colour
Klar im Vorteil sind demnach Onlinehändler, die niedrige Preise zusammen mit einer schnellen Verfügbarkeit kombinieren können. Denn ein günstiger Preis ist für 73 Prozent der Onlinekäufer entscheidend. Immerhin 69 Prozent kaufen online, um Zeit zu sparen. Dieser Faktor wird vor allem von den 31- bis 65- Jährigen hervorgehoben. Wichtig ist zudem eine einfache Menüführung im Onlineshop. Aber auch ausführliche Produktinformationen und eine gute Auswahl an Zahlungsmöglichkeiten spielen bei der Kaufentscheidung eine  Rolle. Das fand eine Untersuchung des Einkaufsverhaltens von 1.300 Onlineshoppern im Auftrag von PriceWaterhouseCoopers heraus.
Woher die Kunden kommen
Anders als im stationären Handel werden online gezielt bestimmte Produkte gekauft. Ein Stöbern in Angeboten oder das Ausweichen auf andere Produkte findet kaum statt. Auch auf die Markenloyalität der Onlinekäufer ist kein Verlass. Nur sieben Prozent der Befragten sucht im Netz nach einer konkreten Marke. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) gelangt über die Suche nach einem konkreten Produkt in einen Onlineshop. Preisvergleichsseiten führen 45 Prozent der Onlineshoppen einem Shop zu. Tipps in sozialen Netzwerken gehen  hingegen nur drei Prozent der Nutzer nach. Hierbei ist allerdings ein deutlicher Unterschied zwischen älteren und jüngeren Onlinekäufern festzustellen: Während die Älteren vor allem Newslettern und E-Mail-Hinweisen vertrauen, verlassen sich die jungen Käufer auf Empfehlungen von Freunden, Bewertungen von anderen Käufern und auf TV-Werbung.
Onlinehandel treibt das Umsatzwachstum voran
Knapp die Hälfte der Befragten gab an, rund ein Viertel ihrer Konsumaufwendungen im Internet zu tätigen. Erfahrene Onlinekäufer tätigen sogar 56 Prozent ihrer Aufwendungen online. Dabei werden Büchern, CDs und DVDs, Elektronik und Reisen besonders gern, Lebensmittel, Baumarktartikel sowie Gesundheits- und Kosmetikprodukte eher ungern im Internet gekauft. In den kommenden Jahren wird tendenziell noch mehr online ausgegeben. „Mehr als drei Viertel des Umsatzwachstums im deutschen Einzelhandel werden bis 2015 aus dem Internet kommen. Um ihren Marktanteil zu halten, müssen sich stationäre Einzelhändler das Internet als zusätzlichen Vertriebskanal erschließen“, erklärt Gerd Bovensiepen, Leiter des Bereichs Retail & Consumer bei PwC.


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