Die E-Commerce-Trends des Tages - 16.10.2012 16.10.2012, 06:14 Uhr

Google plant eigenes Versicherungsvergleichsportal

Bislang hat Google sehr gut damit verdient, Adwords an die Versicherungswirtschaft zu verkaufen, die online vor allem KFZ-Versicherungen losschlagen wollen. Jetzt wird der Traffic-Vermittler zum Konkurrenten und verhandelt aktuell mit den Versicherungen direkt über den Launch einer eigenen Vermittlungsplattform. Derweil rührt Preisvergleich.de kräftig die Werbetrommel im TV und lässt Ex-Handballer Stefan Kretzschmar erklären, wie Verbraucher beim Abschluss von Versicherungen und Energieversorgerverträgen Geld sparen können. Apropos Werbetrommel: Auf die setzt ab Anfang 2013 auch Redcoon und will in etablierter Zalando-Manier mit auffälligen Spots dafür sorgen, dass Internet-Kunden den Elektronikversender bei ihrem nächsten Einkauf im Gedächtnis behalten.
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- NEWS -

Google plant ein Vergleichsportal für Autoversicherungen. Erste Sondierungsgespräche mit den Versicherern, ob diese ihre Tarife auf einem Google-Dienst listen lassen würden, gibt es Informationen der "Financial Times Deutschland" zufolge bereits. Damit würde Google unter anderem seinen treuen Werbekunden Check24 und Transparo in die Parade fahren. Beide Portale sollen bis Jahresende je rund eine Million Autoversicherungen vermittelt haben. internetkonzern-google-plant-vergleichsportal-fuer-autoversicherungen/70104735.html:>>>FTD.de
Redcoon macht es seinen Schwestern Media Markt und Saturn nach und will ab Anfang 2013 über TV-Werbung den Umsatz ankurbeln. Dafür sucht der Online-Pure-Player zusammen mit Bild.de ein Testimonial, das neben Micaela Schäfer und Liliana Matthäus für Redcoon zum It-Girl mutieren will. Den Umsatz-Anschub hat der Elektronikversender offenbar auch dringend nötig, findet zumindest die Zentrale in Ingolstadt. Sie ist dem Vernehmen nach mit der Entwicklung des Online-Pure-Players alles andere als zufrieden. >>>Channelpartner.de
Rewe Touristik hat sich über ihre Tochter Dertour mit 43 Prozent an der Holidayinsider AG beteiligt. Das Unternehmen bündelt rund 190.000 Ferienunterkünfte in der deutschsprachigen D-A-CH-Region. 90 Prozent davon sind direkt online buchbar. Mehr als jeder zweite Deutsche mache im deutschsprachigen Raum Urlaub, doch für Urlaub im Nahbereich habe es bislang kein optimales Online-Angebot gegeben. HolidayInsider steche durch "innovative Technologie, Produktorientierung und Vielfalt" hervor. 01:21-ots-corporatenews-rewe-group-touristik-der-rewe-group-steigt-bei-holidayinsider-com-ein?newshash=029887d4820fa363133454d75d066136:>>>Pressemitteilung
s.Oliver vernetzt Online- und Stationärgeschäft und zeigt Webshop-Besuchern ab sofort an, ob ihr Wunschprodukt auch in der nächstgelegenen s.Oliver-Filiale verfügbar ist. In der Bestandsabfrage werden allerdings keine genauen Mengen angegeben. >>>Mail Men
Dawanda will sich für die Europa-Expansion schlanker aufstellen und hat daher elf von 155 Mitarbeitern die Kündigung überreicht. Man sei angesichts des rapiden Wachstums an der eigenen Effizienz interessiert und ziehe einen Schlussstrich unter Bereiche, die sich unterhalb der eigenen Erwartungen entwickelt hätten, erklärte Dawanda-Gründerin Claudia Helming gegenüber Gründerszene.de. Die Europa-Expansion indes laufe vielversprechend an. In den neuen Märkten Polen, Italien und Spanien habe man bereits je 3.000 bis 4.000 Nutzer und 500 bis 1.000 Verkäufer gewinnen können. >>>Gründerszene.de
Auch der ChickChickClub will rund ein Viertel seiner 20 Mitarbeiter entlassen. Als Grund nennt das Curated-Shopping-Startup, dass man Kosten sparen müsse. Der Abo-Shop für Schuhe, Taschen und Accessoires zählt eigenen Angaben zufolge inzwischen 150.000 Mitglieder. Beim Monatspreis ging das Startup aber schon in die Knie. Statt ursprünglich 49,90 Euro monatlich müssen Kunden nur noch 19,95 Euro berappen, um Produktempfehlungen zu bekommen. >>>Deutsche-Startups.de
BerryAvenue indes hat mit seinem Curated-Shopping-Businessplan Holtzbrinck Ventures überzeugt. Damit schließen die Berliner innerhalb kürzester Zeit die vierte Finanzierungsrunde ab. Es gehe um glaubhaftes und ehrliches E-Commerce 3.0, so Holtzbrinck-Ventures-General-Partner Martin Weber. Man überstütze die Gründer gerne beim Aufbau. >>>ibusiness.de
Preisvergleich.de hat den Ex-Handballer Stefan Kretschmar als Testimonial für seine neue TV-Kampagne verpflichtet. Seit 14. Oktober laufen insgesamt elf Clips unter dem Motto "Deutschland spart sich reich". Auch eine flankierende Plakatkampagne hat das Vergleichsportal für Energie- und Versicherungsverträge geschaltet. Anlass ist der Redesign des Portals sowie die Neupositionierung im Bereich Versicherungen und Energieversorgung. >>>wuv.de
XBox Music heißt ein neuer Musikdienst von Microsoft, der Apple, Amazon und Spotify Konkurrenz machen soll. Zum Start stehen 30 Millionen Songs zum werbefinanzierten Anhören, Abonnieren oder Kaufen zur Verfügung. Erste Nutznießer des Dienstes sollen Besitzer der Spielekonsole Xbox 360 sein. Ziel ist es, die Nutzung und Verwaltung digitaler Musik über verschiedene Plattformen zu vereinfachen. konkurrenz-fuer-spotify-i-tunes-co-microsoft-startet-neuen-musikdienst-x-box-music/70104489.html:>>>FTD.de
MyParfuem-Gründer Matti Niebelschütz will seine Mitarbeiter am Erfolg der Mass-Customization-Plattform für Parfüm beteiligen. Alle aktuellen und ehemaligen Beschäftigen sollen insgesamt zehn Prozent seiner Unternehmensanteile erhalten. Das vor vier Jahren gegründete Unternehmen hat eigenen Angaben zufolge bereits 50.000 Kunden beliefert, schreibt schwarze Zahlen und will künftig vor allem mittels TV-Werbung wachsen. >>>Wiwo.de
Blumeno.de heißt ein neuer Abodienst für Blumen, der Bloomy Days und Miflora.de Konkurrenz machen soll. Für 16,95 oder 24,95 Euro gibt es wöchentlich, 14-täglich oder monatlich versandkostenfrei frische Blumen ins Haus. Zielgruppe sind vor allem Unternehmen. >>>Deutsche-Startups.de
Nicebaby24.de sucht einen neuen Besitzer. Sortimentsschwerpunkt sind Markenprodukte für Kindermöbel, Kinderwagen und Autositze. Der Shop wurde 2008 gegründet und wegen beruflicher Perspektiven verkauft. Der Jahresumsatz liegt bei 300.000 bis 350.000 Euro. 1.300 Bestellungen werden pro Jahr abgewickelt. Die Gewinnspanne beträgt zehn bis 15 Prozent. >>>Shopanbieter.de

- INTERNATIONAL -

eBay startet zusammen mit dem US-Shopping-Club Rue La La ein eigenes Flash-Sale-Angebot, das acht limitierte Verkaufsaktionen pro Woche anbietet. "Rue La La on eBay" soll über den eBay-Marktplatz zugänglich sein, jeweils 48-stündige Aktionen veranstalten und dabei Produkte verkaufen, die zur gleichen Zeit nicht auf Rue La La selbst verfügbar sind. Die Transaktionen finden auf der eBay-Seite statt. Rue La La übernimmt Versand und Retourenabwicklung. In Deutschland besitzt eBay den Shopping-Club Brands4Friends, der bislang noch nicht wirklich in das Unternehmen integriert wurde. >>>Internet Retailer
Ex Libris hat die Gerüchte vom Wochenende bestätigt, wonach die Buchhandelskette 20 bis 30 Filialen schließen will. Zur Begründung der Eindämmung des Stationärgeschäfts legte das Schweizer Unternehmen Online-Kennzahlen vor. Das Wachstum im Online- und Mobile-Bereich sei aktuell zweistellig, der Umsatzanteil über mobile Geräte soll Unternehmenangaben zufolge bei zehn Prozent - oder sechs Millionen Schweizer Franken - liegen. Auch die Multichannel-Verknüpfung werde von den Kunden gut angenommen. 80.000 Filialabholungen von online bestellter Ware konstatierte die Buchhandelskette allein in diesem Jahr. >>>Carpathia-Blog

- BACKGROUND -

13 Trends für die nächsten zwölf Monate E-Commerce hat iBusiness zusammengestellt. Kurz zusammengefasst sind das: Multichannel, Everywhere-Commerce, M-Commerce, Real Social Media Marketing, TV-Commerce, Internationalisierung, Emotionalisierung, Personalisierung, Outsourcing der Shopsoftware-Entwicklung, Markenbekanntheit steigern, Conversion-Optimierung, Kundenbeziehungsmanagement und A/B-Testings. >>>ibusiness.de
Wie kann man Produkte in Google Shopping und über Product Listing Ads möglichst weit nach oben katapultieren? Econsultancy hat die wichtigsten Fakten zusammengetragen. >>>Econsultancy

- ZAHL DES TAGES -

64,9 Prozent der Webshopper nutzen Amazon als erste Anlaufstelle, zeigt eine Umfrage des Online-Banking-Lösungsanbieters Star Finanz unter seinen 20.000 Newsletter-Abonnenten. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag der Wert noch bei 56,3 Prozent. Für drei Viertel aller Webshopper ist außerdem Gratisversand ein wichtiges Argument für die Auswahl eines Online-Shops. >>>Internetworld.de

- GEHÖRT -

"Produktseitig sehen wir unsere Vision in punkto Sortimentsbreite, Flexibilität und Plattform bis jetzt zu maximal fünf Prozent als verwirklicht an."
Dominik Richter, Mitgründer der Lebensmittel-Abobox HelloFresh, hat für die Zukunft große Pläne. Unter anderem will er in Bereiche vorstoßen, die an den Lebensmittelbereich angrenzen. Mehr dazu gab er im Interview mit Deutsche-Startups.de aber nicht preis. >>>Deutsche-Startups.de
"In fünf Jahren ist die Lieferung am selben Tag eine feste Option bei vielen Online-Shops."
Siebo Woydt, stellvertretender Leiter der Unit Payment & Risikomanagement der Fachgruppe E-Commerce im BVDW glaubt, dass sich Same-Day-Delivery durchsetzt - allerdings nur in einer speziellen Zielgruppe wie technikaffinen Kunden mit großem Interesse an Lifestyle-Produkten. >>>Telecom Handel
"Solange es für bestimmte Produkte keine einheitlichen Einkaufspreise gibt, kann unser Ladenkonzept nicht funktionieren."
Armin Thorn, Inhaber des 1949 eröffneten Hamburger Kultkaufhauses 1000 Töpfe, muss Ende Januar 2013 die Tore für immer schließen. Schuld sei das Internet, findet Thorn. Man sei zum Showroom für Amazon geworden, dagegen sei im Prinzip auch nichts zu machen. >>>Elbe-Wochenblatt.de



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