Kritik an Reiseauktionsportal Topdeals.de 20.03.2012, 10:06 Uhr

Falsche Versprechen mit Biet-Software?

"Traumurlaub ab einem Euro" - mit diesem Versprechen warb das Internetportal Topdeals.de für Reise-Schnäppchen. Eine Recherche von Spiegel TV ergab nun, dass die Preise bei Auktionen immer wieder durch dieselben Bieter in die Höhe getrieben wurden.
Kritik an Reiseauktionsportal Topdeals.de
Die Reiseauktionsseite Topdeals.de steht nach Recherchen von Spiegel TV im Verdacht, Preise durch Biet-Software in die Höhe zu treiben. Das Internetportal bietet Reisen und andere Freizeitangebote an und positioniert sich damit als Mischung aus Groupon und E-Bay. Der Slogan vom "Traumurlaub ab einem Euro" habe sich als leeres Versprechen entpuppt, meldet Spiegel Online.
Dem Bericht zufolge war innerhalb von mehreren Tagen kein Urlaubsangebot zu finden, das für einen Euro versteigert wurde. Die Reporter von Spiegel TV Magazin hätten zehnmal versucht, eine Reise für 99,99 Euro zu ersteigern. Dabei seien sie jedes Mal gescheitert und meistens um wenige Cent überboten worden: "Seltsamerweise scheinen auch immer dieselben Personen zu bieten. Mal heißen sie DirkJ10, mal MariaG59 und dann wieder Kurt0371". Topdeals erklärte gegenüber Spiegel TV, es werde keine automatische Biet-Software eingesetzt, vielmehr könnte es sich um "Spaßanbieter" handeln. Viele der angeblichen Spaßanbieter hätten jedoch in der letzten Zeit auch andere Urlaubsreisen, Werkzeugkoffer oder ein iPad ersteigert, was diese Erklärung zweifelhaft erscheinen lässt.
In einer erneuten Stellungnahme erklärte die Pressestelle von Topdeals: "Wir haben nie behauptet, dass man Urlaub ab einem Euro ersteigern kann. Das wäre auch unrealistisch zu glauben. Aber man kann sehr wohl Schnäppchen machen. Mehr als 10.000 Auktionen sind unter 10 Euro beendet worden, was für Nutzer mit einer erheblichen Ersparnis verbunden ist."


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