Usability-Tipps für Shopbetreiber 03.12.2010, 13:50 Uhr

Einkaufshilfen für Onlineshopper

Benutzerfreundlichkeit ist eine Grundvoraussetzung für den Erfolg von Onlineshops. Fehler bedeuten: entgangene Geschäfte. Welche Regeln Sie im E-Commerce beachten müssen, erklärt Andreas Schwend, Managing Partner bei dmc digital media center.
Usability-Tipps für Shopbetreiber (Foto: istock/izusek)
1. Fragen Sie Ihre Zielgruppe, wo und wie sie Website-Elemente erwarten würde
Nehmen wir an, Ihr potentieller Kunde ist auf der Suche nach einer Diesel-Jeans für Männer. Bei Frontlineshop werden ihm mehrere Navigationsmöglichkeiten angeboten. Zum einen über den Menüpunkt "Shop", wo ihm Kategorien angeboten werden, zum anderen über den Markeneinstieg "Brands". In beiden Fällen ist die Führung zum Ergebnis intuitiv und logisch.
Das bedeutet: platzieren Sie Navigationselemente, Module und Funktionen möglichst an den Stellen im System, wo der User sie erwartet. Die Erwartungshaltung hängt unter anderem von den Erfahrungen der Nutzer ab, die sie im Lauf der Zeit beim Surfen auf verschiedenen Internetseiten und beim Bestellen in Onlineshops sammeln.
2. Achten Sie auf Konsequenz im Shop
Benennen Sie Funktionen, wie zum Beispiel Buttons, für den Nutzer richtig und zielführend. Achten Sie darauf, dass ein und dieselbe Funktion, wenn sie über mehrere Seiten im Shop integriert wird, einheitlich benannt und konsistent platziert wird. Der User soll möglichst schnell entscheiden können, ob er auf einen Button klickt oder nicht. Neben der richtigen Benennung ist Konsistenz auch im Hinblick auf Farben, Formen und Schriften zu wahren.
3. Nicht zu viele Informationen auf einen Blick zeigen
Wie gehen Sie vor, wenn Sie sehr viele Informationen auf einer Seite unterbringen möchten und die Seite gleichzeitig nicht überfrachtet werden soll? Am besten ist es, Sie zeigen wichtige Inhalte auf den ersten Blick und "verstecken" zusätzliche Informationen hinter entsprechend gekennzeichneten Reitern. Ebenso können Sie Informationen per Klick oder bei Mouseover auf einem sogenannten Layer einblenden lassen. Eine andere Möglichkeit sind sogenannte Anker. Hierbei handelt es sich um Verlinkungen zu Inhalten auf derselben Seite. Bei Klick auf einen Anker, der sich im sichtbaren Bereich der Seite befindet, scrollt die Seite zum Beispiel runter bis zur gewünschten Information.
4. Buchstabensalat richtig formatieren
Die Lesbarkeit von Texten wird durch den Einsatz einer Bildschirm-Schrift verbessert. Neben dem richtigen Schrifttyp sollten Sie darauf achten, dass die Schrift groß genug ist (Richtwert 12 bis 14 Pixel, je nach Schriftart), ein ausreichender Zeilenabstand gesetzt ist und ein guter Kontrast zum Hintergrund besteht.
Strukturieren Sie Ihre Texte durch Überschriften und Absätze. Setzen Sie lieber Stichpunkte als lange Texte ein. Kontinuierliches Lesen am Bildschirm wird durch eine Zeilenlänge von 40 bis 80 Zeichen erleichtert
5. Helfen Sie beim Checkoutprozess
Der erste Schritt ist getan: Der Nutzer hat sich für ein Produkt entschieden und es in den Warenkorb gelegt. An der Kasse angekommen wird er mehrere Formulare korrekt ausfüllen müssen, sonst erscheint eine Fehlermeldung. Fehlerbehebungen sind für den User lästig und zeitaufwendig. Beide Gründe können zu einem Bestellabbruch führen.
Fragen Sie am besten ausschließlich Daten ab, die sie unbedingt für eine Bestellung benötigen. Unterstützen Sie Ihre User dabei, korrekte Daten einzugeben, indem Sie Pflichtfelder kennzeichnen, Erläuterungen zu den Eingabefeldern geben oder Hilfsinformationen bei Bedarf einblenden. Gestalten Sie Korrekturhinweise so, dass Ihr Kunde schnell erkennt, was er falsch gemacht hat. Zeigen Sie mehrere Fehlermeldungen gleichzeitig an. Markieren Sie Eingabefelder, die falsch ausgefüllt oder leer gelassen wurden. Schreiben Sie zudem Korrekturhinweise in einer für den User verständlichen und natürlichen Sprache.



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