Zusammenarbeit mit Ihrer Shopagentur 09.08.2011, 11:01 Uhr

Clever Handeln in der Blase

Noch nie war die Zeit so schlimm wie jetzt: Wir leben in einer E-Commerce-Blase. Die Tagessätze steigen rapide an, die Leistungen nehmen dabei gezielt ab oder werden immer unverständlicher. Diese Knüller in den Angeboten von Agenturen sollten Sie in jedem Fall einmal detailliert diskutieren.
Der E-Commerce boomt und die Nachfrage nach besseren, neueren und modernen Shops ebenso. Die Agenturen platzen dabei aus allen Nähten und lassen sich diesen Engpass vergolden. Auf der einen Seite typisch "Angebot und Nachfrage" auf der anderen Seite eine Entwicklung, die so kaum noch erträglich ist. Kein OXID-Shop unter 30.000 Euro, kein Magento unter 70.000 Euro - natürlich ohne etwaige Modulkosten oder Lizenzen.
Wer sogar nur 15.000 - 20.000 Euro investieren will, bekommt überhaupt keine motivierte Agentur mehr. Dabei handelt es sich häufig nicht um einen komplexen Programmieraufwand sondern eher um die Anpassung einer Standard-Shopsoftware.
Die Angebote werden immer skurriler - die angebotene Leistung immer fragwürdiger. Vielleicht lesen auch Sie die nächsten Angebote einmal detaillierter durch und diskutieren es mit Ihrer Agentur - das spart Geld und häufig Ärger.
1. Lastenheft & Pflichtenheft: Es gibt tatsächlich Agenturen, die mit Ihren erst das Lastenheft und anschließend das Pflichtenheft erarbeiten wollen. Das Lastenheft beschreibt die Anforderungen, das Pflichtenheft die Details zur technischen Umsetzung. Beides kann nicht aus einer Hand kommen. Sie fordern die für sie optimale Lösung an: neutral, unvoreingenommen und erst einmal unabhängig von den technischen Vorschlägen einer Agentur.
2. Stundensatz & Tagessatz: Mit bis zu 1.200 Euro pro Tag wird heute der Entwicklertag bei manchen Agenturen berechnet. Soviel kostet nicht mal ihr Steuerberater. Daher lohnt es sich sicherlich den oder die Programmierer kennenzulernen und die Qualifikation zu erfragen. Ansonsten sollte eigentlich bei 100 EUR pro Stunde Schluss sein - zumindest bei OXID und Magento.
3. Optionale SEO-Leistung: Bei einer professionellen Agentur sollte davon ausgegangen werden, dass die essenziellen Basics für die Suchmaschinenfreundlichkeit berücksichtigt werden. Ansonsten holen sie sich eine SEO-Agentur dazu. Eine Nebenleistung SEO sollte in jedem Fall sehr detailliert hinterfragt werden.
4. Design: Jede Agentur hat ihre Stärken. Mal technisch perfekt, mal grafisch exzellent. Kaum eine Agentur beherrscht beides richtig gut. Lassen Sie sich durch Referenzen überzeugen. Ansonsten müssen sie das Projekt splitten. Gute Usability ist übrigens keine Anforderung, die sie in dem Zusammenhang fordern sollten. Gute Usability entsteht durch eine gute Konzeption.
5. Hosting bei der Agentur kann sich lohnen. Wenn sie aber auf jedem Gebiet mit Profis zusammenarbeiten wollen, sollten sie sich auch einen passenden Hoster suchen. Von den Herstellern der Shopsoftware werden in der Regel die richtigen Dienstleister empfohlen.



Das könnte Sie auch interessieren