Ein Lieferdienst von Amazon? 17.06.2013, 14:00 Uhr

Bestellt und gebracht

Plant der Internet-Versandhändler Amazon einen eigenen Lieferdienst? Damit rechnet jedenfalls der Paketdienst GLS. Währenddessen geht der Tarifstreit mit der Gewerkschaft Verdi in die nächste Runde: Seit heute Morgen wird in den Amazon-Versandlagern Leipzig und Bad Hersfeld wieder gestreikt.
Amazon plant eigenen Lieferdienst
Online-Händler sind für Zustelldienste und Postgesellschaften der größte Geschäftstreiber – allen voran Amazon. Und dieser setzt seine Marktmacht ein, um seine Vorstellungen durchzusetzen. Jetzt könnte der Onlinehändler sogar zur Konkurrenz werden: Paketzusteller rechnen damit, dass Amazon einen eigenen Lieferdienst startet. Das berichtet die "Welt". Die Anzahl an Paketen reiche dafür in jedem Fall aus, so Rico Back, Vorstandschef von General Logistic Systems (GLS). Branchenkenner halten die jüngsten Vorstöße Amazons für ein deutliches Signal: In den USA stellt der Online-Händler mittlerweile in mehreren Städten frische Lebensmittel zu - und nutzt dazu bereits eine eigene Lieferflotte.
Indes hat die Gewerkschaft Verdi die Amazon-Mitarbeiter erneut zu einem Streik aufgerufen: Heute und morgen soll in den Versandlagern in Bad Hersfeld und Leipzig die Arbeit niedergelegt werden. Verdi fordert für die rund 9.000 Beschäftigten bei Amazon einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels. Der Konzern hingegen orientiert sich eigenen Angaben zufolge an den Löhnen der Logistikbranche.
Darüber hinaus will Amazon noch in diesem Jahr im Streaming-Bereich stärker Fuß fassen. Geplant sind zwei Comedyserien sowie drei Kinderprogramme für den Prime Instant Video-Dienst, die demnächst starten sollen.


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