Gerichtsurteil 12.12.2017, 14:36 Uhr

Unister: Ex-Manager gehen in Revision

Die beiden verurteilten Ex-Unister-Manager haben gegen das Urteil des Landgerichts Leipzig Revision eingelegt. Anfang Dezember hat das Gericht den früheren Chef der Flugsparte zu einem Jahr und sieben Monaten auf Bewährung sowie den Ex-Finanzchef zu zwei Jahren auf Bewährung und einer Geldstrafe verurteilt.
(Quelle: shutterstock.com/Paul Matthew Photography)
Zwei wegen Betrugs verurteilte Ex-Manager des inzwischen zerschlagenen Internet-Unternehmens Unister haben Revision eingelegt. Das sagte ein Sprecher des Landgerichts Leipzig am Dienstag auf Anfrage. Den früheren Chef der Flugsparte des Unternehmens verurteilte das Leipziger Landgericht auf Bewährung zu einem Jahr und sieben Monaten. Der Ex-Finanzchef indes bekam zwei Jahre auf Bewährung und muss zusätzlich 8.000 Euro Geldstrafe zahlen.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden Männer sich wegen des sogenannten Runterbuchens von Flugtickets strafbar gemacht hatten. Dabei wurde den Kunden ein Flug zu einem auf der Webseite angezeigten Preis verkauft, während Unister hinter den Kulissen günstigere Konditionen erzielte und die Differenz einbehielt. Der Prozess gegen die beiden Männer lief seit Januar. Das Urteil wurde Anfang Dezember gesprochen. Die Anwälte der Unister-Manager hatten im Prozess Freisprüche gefordert.
Unister hatte 2016 Insolvenz angemeldet. Zuvor war der Gründer des Unternehmens bei einem Flugzeugabsturz in Slowenien ums Leben gekommen, nachdem er auf einen Kreditbetrug hereingefallen war.



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