Ende des Pilotprojekts 08.01.2020, 09:55 Uhr

Ikea verkauft in den USA nicht mehr auf Amazon

Ikea hat sich nach dem Ende eines Pilotprojekts dazu entschieden, den Verkauf auf Amazon.com nicht weiter fortzuführen. In den vergangenen Monaten hatten einige Marken die Plattform verlassen.
(Quelle: shutterstock.com/ChameleonsEye)
Ikea verkauft in den USA nicht mehr über Amazon. Das Möbelhaus hatte sich entschieden, den Verkauf auf der Plattform einzustellen, nachdem ein US-Pilotprojekt zum Verkauf seiner Smart Lighting-Produkte, das 2018 startete, beendet wurde.
"Das Projekt war ein Versuch, der nicht live ging. Wir werden den Dialog mit verschiedenen Partnern fortsetzen, um neue Wege zu testen, wie wir unsere Kunden jetzt und in Zukunft erreichen können - wann und wo immer sie wollen", so ein Ikea-Sprecher gegenüber FurnitureToday.
Mit welchen Marktplätzen Ikea in Zukunft arbeiten wird, ist nicht klar. Im Februar 2019 aber hatte der schwedische Möbelhändler laut einem Bericht der Financial Times in Erwägung gezogen, einen eigenen Marktplatz zu schaffen, der auch den Verkauf von Produkten der Konkurrenz einschließen würde. Man befinde sich aber noch nicht in Gesprächen mit Rivalen, betonte damals der Chef der niederländischen Holdinggesellschaft Inter Ikea, Torbjörn Lööf. "Man bestimmt gerne sein eigenes Schicksal, wenn man also die Größe und die Möglichkeit hast, dann passt das", so Lööf. Dabei hob er den Online-Modehändler Zalando als positives Beispiel für eine solche Plattform hervor.

Ikea vor umfassendem Konzernumbau

Ikea startete im vergangenen Jahr mit einem umfassenden Konzernumbau durch. Das Unternehmen testet Leasing-Konzepte für Möbel, außerdem sind kleinere Filialen in Innenstädten geplant. Zudem arbeitet Ikea an seiner Online-Strategie. Neben anderen Absatzmöglichkeiten will der Möbelhändler auch die eigene Webseite verbessern.
Die Hassliebe zwischen den Marken und Amazon wird seit einiger Zeit stark diskutiert. 2018 verkündete Birkenstock, dass es seine Produkte nicht mehr über Amazon verkaufen werde. Nach Ansicht des Schuhherstellers ging Amazon nicht energisch genug gegen Produktfälschungen oder den Missbrauch des Birkenstock-Logos vor. Nike kündigte im November 2019 an, dass es die Plattform verlassen werde.



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