Payment-Unternehmen 14.11.2018, 14:58 Uhr

Wirecard sieht schnelleres Wachstum für 2019

Der anhaltende Trend zum Online Shopping sorgt für klingelnde Kassen beim Payment-Spezialisten Wirecard. Entsprechend hat das Fintech-Unternehmen aus Aschheim bei München die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr sowie für 2019 nach oben korrigiert.
(Quelle: shutterstock.com/Montri Nipitvittaya)
Der Payment-Abwickler Wirecard rechnet dank des Online Shoppingbooms im kommenden Jahr mit deutlich stärkerem Wachstum. "Wir erwarten sowohl für das vierte Quartal 2018 als auch für das kommende Geschäftsjahr 2019 eine starke Beschleunigung des Geschäfts", sagte Vorstandschef Markus Braun am Mittwoch in Aschheim bei München.

Die Ergebnisprognose für das laufende Jahr schraubte der Dax-Konzern wie erwartet nach oben. Nun hat Wirecard beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zwischen 550 und 570 Millionen Euro im Blick, nach zuvor 530 bis 560 Millionen.

In der Spitze wäre das auch dank Zukäufen ein Wachstum von rund 38 Prozent. Analysten hatten bereits 565 Millionen Euro für dieses Jahr auf dem Zettel.

Wirecard setzt darauf, dass Bargeldzahlungen immer stärker durch elektronische Zahlungen ersetzt werden. Seit geraumer Zeit kauft das Unternehmen auch zu, zuletzt war das Unternehmen in den nordamerikanischen Markt eingetreten und hatte das Geschäft in Asien verstärkt.

Dax: Wirecard verdrängt die Commerzbank

Wirecard war im September in den deutschen Leitindex Dax aufgestiegen und hatte dort die Commerzbank ersetzt. Wirecard ist an der Börse mit 19,4 Milliarden Euro mehr wert als das größte deutsche Geldinstitut, die Deutsche Bank. Investoren versprechen sich für die Zukunft viel vom rasanten Wachstum des Unternehmens aus einem Vorort Münchens. Im Dax ist Wirecard in diesem Jahr mit einem Plus von rund zwei Dritteln mit Abstand die erfolgreichste Aktie, obwohl das Unternehmen seit dem Hoch im April einen deutlichen Abschwung hinnehmen musste.

Vorläufige Zahlen zum dritten Quartal hatte Wirecard bereits vorgelegt. Der Umsatz war um 34,8 Prozent auf 547,1 Millionen Euro gestiegen, das operative Ergebnis um 36,3 Prozent auf 150,1 Millionen Euro. Unter dem Strich kletterte der Gewinn um gut die Hälfte auf 97 Millionen Euro.



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