Soziale Netzwerke beeinflussen Kaufentscheidungen 06.09.2011, 13:41 Uhr

Gute Cross-Channel-Konzepte sind gefragt

Immer mehr Europäer nutzen auch bei ihren Kaufentscheidungen soziale Netzwerke wie Facebook. In einer IBM-Studie gab die Hälfte der User zwischen 16 und 64 Jahren an, über die Plattformen Informationen zu Produkten, Preisen und Meinungen anderer Nutzer zu recherchieren.
Soziale Netzwerke beeinflussen Kaufentscheidungen (Foto: fotolia.com/Deklofenak)
Von den Usern, die einem Händler auf einem sozialen Medium folgten, gaben 35 Prozent als Gründe an Produktbewertungen, Rankings und Services nachlesen zu wollen. Die Mehrheit (57 Prozent) hofft aber vor allem darauf kostenlose Testprodukte oder Rabatte zu erhalten. Die gewünschten Produkte direkt über einen Facebook-Shop ordern wollen die Nutzer dagegen nicht. Viele sehen dies noch mit großer Skepsis. Vierzig Prozent der Befragten gaben sogar an, den Besuch eines Ladengeschäfts vorzuziehen.
Sehr viel näher ist die Bindung der User an das eigene Smartphone - und auch das Vertrauen. Mehr als die Hälfte aller Onlinenutzer hat bereits einmal einen Artikel über das Mobiltelefon erworben. Die Nutzer fordern aber mehr Freiheit beim M-Commerce. So wollen sie nicht einfach nur ihre Produkte zusammenklicken und bestellen, sondern genauso einfach umfangreichere Aufträge erteilen können. In diesem Bereich sei, so die Macher der Studie, in den kommenden Jahren noch Einiges zu erwarten.
Derzeit sei der mobile Handel noch sehr auf die Schnäppchenjagd festgelegt. So gaben 68 Prozent der Studienteilnehmer an, dass für sie Preisvergleiche auf dem Smartphone wichtig bis sehr wichtig sind. Mobile Rabattcoupons sind für 38 Prozent wichtig und 29 Prozent erwarten spezielle Angebote. Händler sind gut beraten, wenn sie eine gutes Cross-Channel-Konzept entwickeln, denn viele Kunden stöbern unterwegs per Smartphone in Onlineshops, wollen sich aber später auf dem heimischen PC den Warenkorb noch einmal ansehen und prüfen, um gegebenenfalls Änderungen vornehmen zu können.
"Es geht darum, sich mit den Verbrauchern auf deren bevorzugtem Kanal zu vernetzen", erklärt David Hogg, Commerce Solutions Regional Leader bei IBM. "Social Media sind ein neues Fenster, durch das Händler ein persönlicheres Markenerlebnis über alle Einkaufskanäle hinweg bieten können. Durch eine analytische Auswertung von Kundeninformationen aus Social Media in Echtzeit können Händler eben das umsetzen: Ein personalisiertes Marketing-Angebot, das auf dem Kaufverhalten der Kunden, ihren Vorlieben und Entscheidungen basiert, hilft Händlern dabei, ihre Umsätze zu steigern."
Für die Studie befragte IBM 4.000 Onlinenutzer in Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien.



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