Sichtbarkeit der Top-Ten-Shops in sozialen Netzwerken 27.11.2013, 15:29 Uhr

57 Millionen Facebook-Links zu Amazon

Produktempfehlungen werden zunehmend in Social Media ausgetauscht. Doch wie gut sind deutsche Online-Händler in den Netzwerken positioniert? Searchmetrics hat die Sichtbarkeit der zehn umsatzstärksten Shops untersucht.
Bei der Social Visibility allgemein, die als skalierbarer Wert eine Aussage über die Popularität einer Domain auf Vergleichsbasis liefert, liegt amazon.de mit großem Abstand auf dem ersten Platz; ebenso bei der Zahl der Social Links. Die Anzahl aller Links auf eine Domain, die in allen beobachteten sozialen Netzwerken gefunden wurde, beträgt für Amazon Deutschland 57,75 Millionen. Keine andere Domain wurde zudem so oft in Facebook geteilt, geliked und kommentiert - nämlich 55,43 Miollionen Mal. Das hat der Webanalyse-Anbieter Searchmetrics ermittelt.
Aufsteiger der Top Ten ist Tchibo: Der nach Umsatz siebtgrößte Online-Shop in Deutschland schafft es in der Social Visibility auf den zweiten Platz, etwa 3,5 Millionen Social Links und fast ebensoviele Likes, Shares und Kommentare auf Facebook. An dritter Stelle und ebenfalls unter den Top-Shops steht in puncto Sichtbarkeit Zalando, der Shop hat 3,5 Millionen Social Links und 2,5 Millionen Likes, Shares und Kommentare auf Facebook. Auf den Plätzen vier und fünf folgen Otto und notebooksbilliger.de.
Pinterest bleibt Nische
Pinterest findet als Marketing-Instrument für deutsche Online-Händler nur wenig Beachtung. Unter den Top-Ten-Online-Shops können nur Zalando und Amazon eine vierstellige Anzahl an Pins vorweisen: Auf die Zalando-Präsenz der virtuellen Pinnwand verweisen insgesamt 5.503 Pins, auf Amazon 2.625 Stück. Alle anderen Shops sind wenig bis gar nicht präsent. "Social Signals spielen zwar generell eine immer größere Rolle, wenn es um das Ranking von Unternehmen und Brands in den Suchmaschinen geht. Allerdings ist der Einfluss von Bilderdiensten wie Instagram, Tumblr oder eben auch Pinterest im amerikanischen Markt wesentlich höher als in Deutschland", erklärt Matthias Bachor, Head of Marketing bei Searchmetrics. Dass die Aktivitäten auf Pinterest kaum Bedeutung für die Sichtbarkeit haben, liege am Verhalten der Community. "Und die wird in Deutschland eben von Facebook dominiert - die Mehrheit deutscher Kunden kommuniziert am meisten in diesem Netzwerk über Marken und Produkte."
Zur Methode: Die Social Visibility trifft als Kennwert eine Aussage über die Popularität einer Domain in der Gesamtheit der betrachteten sozialen Netzwerke. Eingerechnet werden hier sowohl Bewertungen (zum Beispiel Like-Button von Facebook) als auch das Teilen einer URL dieser Seite etwa über Twitter. Die unterschiedlichen Aktionen werden dabei, abhängig von ihrem Einfluss auf die Sichtbarkeit, unterschiedlich gewichtet. Je höher der errechnete Index-Wert, desto besser performt eine Domain in der Gesamtheit der untersuchten Netzwerke. Die Anzahl der "Social Links" ist die gesamte Menge aller Links auf eine bestimmte Domain, die in den beobachteten Social Networks gefunden wurden. Anhand der Kennzahl wird deutlich, wie oft die eingegebene Domain/URL in den sozialen Netzwerken weiter transportiert wurde - durch Teilen, Liken und Kommentieren.
Dass Facebook Unternehmen großartige Chancen bietet, ist mittlerweile Allgemeinwissen. Und wer Produkte und Dienstleistungen in Social Media bekannt machen möchte, kommt an Mark Zuckerbergs sozialem Netzwerk nicht vorbei. INTERNET WORLD Business hat Experten nach Tipps gefragt, um das vorhandene Potenzial voll auszuschöpfen.



Das könnte Sie auch interessieren