Die eLogistics News der Woche 20.12.2018, 10:00 Uhr

Keine Warensendungen in Briefen mehr; Zalando, Amazon

Die Deutsche Post lässt ab dem Jahreswechsel international keine Warensendungen in Briefen mehr zu, Zalando eröffnet ein fünftes Logistikzentrum in Deutschland und bei Amazon wird mal wieder gestreikt.
(Quelle: shutterstock @gualtiero boffi)
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- NEWS -

Deutsche Post ändert Richtlinien für internationalen Versand: Die Deutsche Post verschärft zum 1. Januar 2019 die Regelungen für den internationalen Versand. Ab diesem Zeitpunkt sind internationale Warensendungen in Briefen verboten. Händler müssen künftig auf die Option "Warenpost international" zurückgreifen. >>> Internet World Business 
DHL sieht Schwierigkeiten bei Ausbau von Packstationen: Die Post sieht Schwierigkeiten bei der Einrichtung von zusätzlichen Packstationen. Ein DHL-Sprecher sagte dem Sender MDR Aktuell, in der Stadt sei es ein Problem, geeignete Grundstücke zu bekommen. Auf dem Land gebe es zu wenig Flächen, die die nötigen Voraussetzungen erfüllten. >>> MDR Aktuell 
DHL eCommerce bietet Same Day Delivery in US-Städten an: DHL eCommerce bietet künftig Same Day Delivery in den Städten Los Angeles, Chicago und New York an. Möglich macht’s eine Kooperation mit Easyship, einem Anbieter von Versandsoftware-Lösungen für E-Commerce-Unternehmen. >>> Business Wire 
Zalando eröffnet fünften Logistik-Standort: Der Fashion-Versender Zalando erweitert sein Logistik-Netzwerk in Deutschland. Zu den vier Standorten kommt im Herbst 2019 ein weiteres Logistik-Zentrum in Halle an der Saale (Sachsen-Anhalt). Im Gegensatz zu den Versandlagern in Brieselang, Erfurt, Mönchengladbach und Lahr wird dort aber kein Vollsortiment bevorratet.Stattdessen fungiert der neue Standort als "Inbound Distribution Center", über das Ware unter den Lagern verteilt werden soll. >>> Neuhandeln
Zalando testet Lieferung direkt ins Haus: Sesam öffne dich. Zalando und die belgische Post Bpost arbeiten zusammen, um einen In-Home-Liefer- und Abholservice anzubieten. Zu diesem Zweck haben die Unternehmen eine Technologie getestet, mit der Haustüren aus der Ferne geöffnet werden können, so dass der Lieferant einen Auftrag ohne die Anwesenheit des Kunden ausliefern oder abholen kann. >>> Fashion United 
Weihnachtsgeschenke in Gefahr durch Amazon-Streik? Erst vor wenigen Tagen betonte Amazon noch, dass alle Weihnachtsgeschenke trotz Streiks pünktlich geliefert werden. Nun besteht wohl doch die Gefahr, dass Lieferungen nicht pünktlich ankommen. Grund dafür sind Proteste an zwei Amazon-Standorten. >>> Internet World Business 
Niederländische Supermarktkette liefert per E-Bike: In Amsterdam liefert die niederländische Supermarktkette Albert Heijn Produkte ihrer Linie "AH To Go"  versandkostenfrei per E-Bike aus. Bestellt wird über die Restaurant-Lieferapp Thuisbezorgd.nl. >>> eDelivery 
Dr. Oetker stellt Kuchenfreude ein: Der Torten-Lieferservice Kuchenfreude war das erste große Projekt der Digitaleinheit von Dr. Oetker. Eineinhalb Jahre nach dem Start ist mit dem Lieferservice wieder Schluss. Die Nachfrage war nicht groß genug. >>> NGIN Food 
Sharehouse will 1.000 Lagerhallen anbinden: Das Berliner Startup vermittelt über einen digitalen Marktplatz deutschlandweit Lagerfläche. Spediteure und Logistikdienstleister bieten auf der Website freie Kapazitäten an, Unternehmen können ihre Güter dort kurzfristig unterbringen. Derzeit stehen laut Sharehouse mehr als 800.000 Palettenstellplätze zur Verfügung. >>> Eurotransport 
Pakadoo wird selbstständig: Das unternehmensinterne Startup der LGI Logistics Group International GmbH Pakadoo ist kürzlich zur eigenständigen Gesellschaft mit Sitz in Böblingen umgewandelt worden. Hauptgesellschafter der neu gegründeten Pakadoo GmbH wird die finnische Investmentgesellschaft Verso Ventures. LGI bleibt Mitgesellschafter im Joint Venture. Über Pakadoo können sich Mitarbeiter Pakete an den Arbeitsplatz liefern lassen und auch retournieren. >>> Pressemitteilung 

- BACKGROUND -

Paketabholung gewinnt an Bedeutung: In Ländern wie Dänemark ist die Selbstabholung von Online-Bestellungen schon der Normalfall. Wer seine Sendung bis an die Haustür geliefert haben will, zahlt mehr. Ex-GLS-Chef Rico Back erwartet dies auch für Deutschland. Seine Empfehlung: Die Paketshops der einzelnen Zusteller sollten sich zusammentun. "Dann müsste kein Kunde mehr als 300 Meter zur nächsten Station laufen", sagt Back. Noch hakt es an technischen Details. Doch einige Anbieter würden schon daran arbeiten. >>> Welt 
Kühl zum Kunden: Der Versand frischer Lebensmittel ist eine logistische Herausforderung. Wird die Kühlkette unterbrochen, muss die Ware auf den Müll. Egal ob Obst oder Kaviar - auf die richtige Verpackung kommt es an. >>> Internet World Business 
Kampf dem Verpackungsmüll: Ab dem 1. Januar 2019 gilt das neue Verpackungsgesetz. Verbraucher werden nicht allzu viel merken von dem Gesetz, das nur ein Baustein ist im Kampf gegen unnötiges Müllaufkommen. Für Handel und Recycling-Branche ändert sich aber viel. >>> Internet World Business 

- PERSONALIEN -

Hitziger verlässt Vorstand der österreichischen Post: Der Aufsichtsrat Post hat am Montag in einer Sondersitzung den Vorstand verkleinert. Der Vorstand für Brief, Werbepost & Filialen, Walter Hitziger, beendet seine Funktion mit Jahresende "einvernehmlich", teilte das Unternehmen Montagabend mit. Die Agenden im künftig dreiköpfigen Gremium werden neu verteilt. Generaldirektor Georg Pölzl übernimmt das Geschäftsfeld Filialnetz persönlich. >>> Kurier 
Wechsel im Vorsitz der LGI-Geschäftsführung: Nach fast 24 Jahren an der Spitze der LGI Logistics Group International GmbH kündigt der Vorsitzende der Geschäftsführung Andreas Bunz seinen Rücktritt im Spätsommer 2019 an. >>> Logistik Express 

- ZAHL DER WOCHE -

Vier von zehn Bundesbürgern würden für die Zustellung innerhalb eines selbst gewählten Zeitfensters einen Aufpreis von durchschnittlich 2,40 Euro in Kauf nehmen, fand PricewaterhouseCoopers in einer Umfrage von 1.000 Bürgern aus Deutschland heraus. Für die Mitnahme von Retouren würden 36 Prozent der Befragten durchschnittlich 2,22 Euro bezahlen, die Auswahl verschiedener Paketdienstleister wäre 23 Prozent der Befragten 2,21 Euro wert. >>> Finanznachrichten 

- OOPS -

Zustellroboter in Flammen: Vergangene Woche ging ein Lieferroboter des Startups Kiwi mitten auf dem Berkeley Campus in den USA in Flammen auf. Wie das Unternehmen jetzt bestätigte, kann der Vorfall auf menschliches Versagen zurückgeführt werden. >>> Logistik Watchblog (mit Video) 



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