eLogistics World 12.10.2017, 10:00 Uhr

Die eLogistics News der Woche: Smarter Türöffner bei Amazon, DHL, Rewe

Amazon arbeitet offenbar an einem smarten Türöffner, der Paketboten in die Wohnung lässt, DHL entwickelt selbstfahrende Lieferfahrzeuge und Rewe baut zwei neue Logistikzentren für das Online-Geschäft.
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- NEWS -

Amazon (I): Unter dem Namen "Smartlock" entwickelt Amazon offenbar einen smarten Türöffner, der Paketboten mit Einmalkennwort Zugang zum Haus oder zur Wohnung ermöglicht. So können Sendungen auch dann angeliefert werden, wenn niemand zuhause ist. Außerdem scheint das Unternehmen an einer Lösung für die Kofferraumzustellung zu arbeiten. >>> Golem 
Amazon (II): Der Online-Riese erhöht die Liefergebühren für Amazon Prime Now. Wer bislang Waren im Wert von über 20 Euro bestellte, wurde innerhalb eines Zwei-Stunden-Zeitfensters kostenlos beliefert. Ab sofort werden hierfür 3,99 Euro fällig. Gratislieferung gibt es erst ab einem Bestellwert von 40 Euro. Die 1-Stunden-Lieferung schlägt künftig mit 7,99 Euro zu Buche, war aber zumindest in München ohnehin eher selten verfügbar. >>> eigene Recherche
Amazon (III): Aus Insiderkreisen wird kolportiert, dass Amazon in den USA einige logistische Abläufe in Eigenregie durchführen wird, die bisher von Logistikern wie UPS und FedEx übernommen wurden. Mit "Seller Flex" will der US-Konzern angeblich die garantierte Lieferung innerhalb von zwei Tagen verstärkt auch für die Produkte anbieten, die von Drittanbietern und nicht von Amazon selbst stammen. >>> Amazon Watchblog 
DHL (I): Ab 2018 will der Paketdienst seine Sendungen mit selbstfahrenden Lieferwagen zustellen. Die dafür notwendige Technik liefern der deutsche Automobilzulieferer ZF und der Chipentwickler Nvidia. Der erste Prototyp basiert auf dem von DHL selbstentwickelten StreetScooter. >>> t3n
DHL (II): Der Logistiker baut ein neues Paketsortierzentrum in Amsterdam. Es soll das bisherige Sortierzentrum in unmittelbarer Nachbarschaft ersetzen und die Leistung auf 12.500 abgefertigte Pakete pro Stunde erhöhen. Wie das Unternehmen mitteilte, soll beim Bau auf nachhaltige Materialien Wert gelegt werden. Unter anderem sollen 3800 Solar-Paneele auf dem Dach installiert werden, die 80 Prozent des Stromverbrauchs abdecken sollen. >>> Verkehrsrundschau 
Rewe: Die Supermarktkette will im kommenden Jahr ihre Lieferkapazitäten ausbauen. Zwei neue Logistikzentren sollen dann für das Online-Geschäft eröffnet werden. >>> Lebensmittel Zeitung 
USPS: Auch in den USA will man selbstfahrende Autos auf die Straße bringen. Bereits im nächsten Jahr will die US-amerikanische Post semi-autonome Lieferfahrzeuge testen. Ab 2025 sollen alle der rund 28.000 Strecken in ländlichen Gebieten auf diese Weise beliefert werden. >>> Logistik Watchblog 
Walmart: Der Handelsriese launcht einen neuen In-Store-Retouren-Service namens "Mobile Express Returns". Wer ein Produkt online gekauft hat und im Laden zurückgeben will, muss sich in die Walmart-App einloggen, einen QR-Code generieren und so den Umtausch schneller arrangieren. >>> Tech Crunch 
Coop: In der Schweiz kämpfen Migros (LeShop) und Coop um die Vorherrschaft im Onlinehandel. Jetzt hat Coop eine Online-Fischtheke lanciert. Kunden können sich dann auf Wunsch ganze oder zugeschnittene Fische und Meeresfrüchte nach Hause schicken lassen. Bisher lieferte Coop nur abgepackte Ware. >>> Blick 
GLS Austria: In der "Feinstaubhochburg Graz" hat der Paketdienst ein Lastenrad-Depot eröffnet. Die Elektro-Lastenräder ersetzen drei Transporter und dürfen den ganzen Tag über in die Innenstadt. >>> my logistics 

- BACKGROUND -

Versand aus China: Ab Januar 2018 wird sich der Portopreis für Päckchen und Pakete aus China vervielfachen. Grund ist eine neue Regel des Weltpostvereins, die künftig Briefe und Pakete streng voneinander unterscheidet. Bislang verschickten chinesische Online-Anbieter kleine Produkte als Brief und zahlten viel weniger Porto dafür als für ein reguläres Paket. Ab 2018 können Postgesellschaften die Zusendung falsch deklarierter Sendungen verweigern. >>> Welt 
Falsche Kundenadresse: Wenn die Ware nicht zugestellt werden kann, liegt das oft außerhalb des Einflussbereiches des Händlers. Manchmal geben auch Kunden irrtümlich eine falsche Adresse an. Wer muss in diesem Fall die Versandkosten übernehmen?  >>> eCommerce-vision 
E-Food: Warum hinkt der Onlinehandel mit frischen Lebensmitteln im Vergleich zum sonstigen E-Commerce aktuell noch hinterher? Warum werden Lebensmittel vornehmlich im stationären Handel gekauft? Benjamin Rasch von DHL erläutert die Besonderheiten und logistischen Herausforderungen. >>> Delivering Tomorrow 

- ZAHL DER WOCHE -

Etwa 5,1 Millionen Quadratmeter Logistikfläche sollen in diesem Jahr in Deutschland fertig gestellt werden - 12 Prozent mehr als 2016, so eine Prognose der Beratungsfirma Bulwiengesa. >>> mylogictics 



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