Die eLogistics News der Woche 08.08.2019, 08:00 Uhr

Deutliche Preiserhöhungen bei DPD; Amazon, Zalando

DPD hält weitere deutliche Preiserhöhungen für unumgänglich, Amazon liefert die erste Bestellung gratis aus und Zalando vereinfacht den Versand in die Schweiz für seine Fulfillment-Kunden.
(Quelle: shutterstock @gualtiero boffi)
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- NEWS -

DPD kündigt weitere deutliche Preiserhöhungen an: Der Umsatz von DPD Deutschland ist im ersten Halbjahr 2019 um 5,9 Prozent gewachsen. Die Basis dafür bildeten deutliche Preiserhöhungen, wie das Unternehmen jetzt mitteilte. Vereinzelt hat DPD auch Verträge mit "margenschwachen Kunden" gekündigt. "Für eine gesunde Marktentwicklung werden deutliche Preiserhöhungen auch weiterhin unumgänglich sein", stellt CEO Boris Winkelmann in Aussicht. >>> Pressemitteilung Auch Reifenversender müssen mit höheren Preisen rechnen. >>> Reifenpresse 
Amazon bietet Gratis-Lieferung für die erste Bestellung: Amazon lockt Neukunden jetzt mit einer versandkostenfreien Lieferung bei ihrer ersten Bestellung. Der Bestellwert spielt dabei keine Rolle. Das Angebot gilt nur für Artikel, die von Amazon.de versendet werden ("qualifizierende Artikel"). >>> Etailment 
Amazon sucht Ex-Soldaten als Führungskräfte: Für sein neues Verteilzentrum in Wunstorf bei Hannover setzt der Online-Händler auch auf  ehemalige Soldaten als Führungskräfte. "Die Einstellung von Personal aus dem Militär ist Bestandteil unseres Plans, die Führungskräfte der Zukunft zu finden", heißt es in Jobangeboten des US-Konzerns. >>> Internet World Business 
Amazon startet Betrieb in Mönchengladbach: 500 Mitarbeiter des neuen Amazon-Logistikzentrums in Rheindahlen bezogen am Montag ihre Arbeitsplätze. Doch nicht alle sind begeistert von dem neuen Nachbarn: Anwohner befürchten das höhere Verkehrsaufkommen. >>> RP Online 
Neues Amazon-Zentrum in Barcelona: Amazon wird nahe Barcelona im Herbst sein siebtes Verteilzentrum in Spanien eröffnen. Es wird das erste in Europa sein, dass die neuesten Lager-Roboter der Reihe "Pegasus" nutzt. >>> Tamebay 
Zalando vereinfacht Lieferungen in die Schweiz: Der Berliner Modeversender will seinen derzeit über 100 Zalando-Fulfillment-Solutions-Partnern auch die Schweiz schmackhaft machen und ihnen Logistik-Services inklusive Cross-Border Prozessen im Rahmen eines Piloten anbieten. Damit bietet Zalando deutschen oder europäischen Händlern eine Alternative zum EU-Hub von Digitec Galaxus, der im Frühling 2018 in Weil am Rhein lanciert wurde. >>> Carpathia 
Materialfluss lässt Kunden vor Glück schreien: Im polnischen Gryfino hat Zalando Anfang Januar 2019 ein neues Fulfillment-Center eröffnet. Dort werden Aufträge aus Polen, Deutschland, Österreich und Skandinavien bearbeitet. Der eingesetzte Materialflussrechner (MFR) von Dr. Thomas + Partner (TUP) übernimmt neben den Transportaufgaben auch die Steuerung und Optimierung der Materialströme der gesamten Lagertechnik. >>> MM Logistik 
Fedex lässt weiteren Liefervertrag mit Amazon auslaufen: Im Juni hatte Fedex mitgeteilt, seinen US-Luftfrachtvertrag mit Amazon nicht zu verlängern. Jetzt läuft auch der Liefervertrag für auf dem Landweg zugestellte Sendungen des E-Commerce-Riesen aus. Amazon selbst entwickelt sich indes ohnehin selbst zum Logistiker. >>> Internet World Business
Deutsche Post DHL Group wächst auch im zweiten Quartal 2019: Die Deutsche Post DHL Group konnte nach eigenen Angaben im Zeitraum von April bis Ende Juni 2019 ihren Wachstumskurs fortsetzen. Demnach erzielte die Deutsche Post DHL Group eine Umsatzsteigerung von drei Prozent auf 15,5 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr. Alle fünf Divisionen hätten sich positiv entwickelt, so die Mitteilung. >>> Transport Online 
Hermes launcht neue Tracking-App: Hermes hat eine App mit diversen Möglichkeiten zum Verfolgen und Umleiten von Sendungen gestartet. Die App läuft auf iOS- und Android-Geräten. Auch Retouren können über die App beauftragt werden. >>> Parcel and Postal Technology International 
Hermes UK vertraut seine IT Amazon an: Das britische Logistikunternehmen Hermes hat sein Datenmodell angepasst und ist in die Amazon-Cloud gewechselt. Ziel war es, flexibler zu werden und neue Dienstleistungen rund um die Paketzustellung anbieten zu können. >>> CIO 

- BACKGROUND -

Post-Zustellung nur noch an fünf Tagen? Im Zuge einer Reform des Postgesetzes will Wirtschaftsminister Peter Altmaier prüfen, ob die Post künftig nur noch an fünf Tagen pro Woche zustellen muss. Außerdem will er die Rechte von Verbrauchern stärken und den Wettbewerb im Briefmarkt fördern. Die Bundesnetzagentur soll mehr Befugnisse erhalten, mit mehr Möglichkeiten für Sanktionen. >>> T-Online 
Bundesumweltministerin will Vernichtung von Waren einschränken: Bundesumweltministerin Svenja Schulze will regeln, wie Händler mit Retouren und mit Restposten umgehen müssen. Dazu soll es neue Pflichten für Verkäufer geben. Sie sollen über eine "Obhutspflicht" angewiesen werden, Waren "gebrauchstauglich" zu halten. >>> Internet World Business 
So warm wird es in Päckchen beim Versand: Päckchen erreichen beim Versand durchaus hohe Temperaturen - bis zu 62,2 Grad Celsius im Inneren. Das hat ein Apotheker nun durch einen Testversand festgestellt. Gerade bei empfindlichen Waren sollten Versender deshalb besondere Vorkehrungen treffen. >>> Logistik Watchblog 
Konsolidierte Paketzustellung lohnt sich nicht: Die Konsolidierung von Paketsendungen für ein Stadtgebiet sorgt nicht für weniger Verkehr und für weniger Aufwand. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Quantitative Untersuchung der konsolidierten Zustellung auf der letzten Meile am Beispiel zweier KEP-Unternehmen in den Städten Nürnberg und München", die der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) in Auftrag gegeben hat. >>> Verkehrsrundschau 

- ZAHL DER WOCHE -

Mehr als 40 Händler nutzen bereits den Fulfillment-Service von eBay. Weitere 100 Händler befinden sich momentan in der Vorbereitungsphase, wie eBay-Manager Oliver Klinck in einem Interview erzählt. >>> Etailment 

- OOPS -

Retourenpakete mit Dreck gefüllt: Ein 22-Jähriger soll Amazon um 330.000 Euro betrogen haben, weil er Pakete mit Dreck statt mit Ware zurückschickte. Amazon prüft vor der Erstattung zunächst einmal nur das Gewicht der Retourenpakete, nicht den Inhalt. >>> Business Insider 



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