E-Commerce-Trends 07.11.2018 07.11.2018, 08:00 Uhr

Zalando wächst um 12 Prozent, Rubin Ritter spricht von "Managementfehlern"

Zalando muss sich nach einem enttäuschenden dritten Quartal vor seinen Aktionären rechtfertigen, Paypal bringt Business-Kredite nach Deutschland, ebay startet Multi-Rabatt-Tool, Deutsche Post halbiert Gewinn
(Quelle: shutterstock @Vasin Lee)
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NEWS

Zalando schreibt rote Zahlen und wächst langsamer: Zalando hat im Sommer geschwächelt. Der Fashion-Händler wächst langsamer und unterm Strich steht ein Verlust von 41,7 Millionen Euro, nach einem Minus von 11,1 Millionen Euro im Vorjahr. Zalando-Vorstand Rubin Ritter gestand Management-Fehler ein, vor allem im Umgang mit Retouren. >>>Internetworld >>>Manager Magazin
PayPal bringt Business-Kredit nach Deutschland: PayPal drängt ins Kreditgeschäft und bietet seinen Online-Händlern mit dem "Paypal Businesskredit" Sofortkredite bis 24.999 Euro an. Die Rückzahlung erfolgt über die PayPal-Umsätze des Händlers. Zielgruppe sind vor allem kleine und mittelständische Online-Händler.Grundvoraussetzung: Der Händler muss seit mindestens drei Monaten ein PayPal-Geschäftskonto haben und mindestens ebenso lange sein Online-Geschäft betreiben. >>>Internetworld
eBay gibt Shop-Abonnenten Multi-Rabatt-Tool: Mit einem neuen Marketing-Tool können gewerbliche Händler auf eBay ihre Kunden erfreuen. Über "Multi-Rabatt" gibt es gestaffelte Rabatte beim Kauf von mehreren Artikeln eines Festpreisangebots. >>>Internetworld
Deutsche Post halbiert Gewinn: Die schlechten Nachrichten, die seit Anfang des Jahres von der Deutschen Post zu hören sind, haben sich jetzt in den Geschäftszahlen zum dritten Quartal niedergeschlagen. Der operative Gewinn des Logistikers brach um 55 Prozent auf 376 Millionen Euro ein. Hauptschuldiger ist die Paket- und Briefsparte, deren teure Sanierung die Zahlen verdirbt. Zu den verschiedenen Maßnahmen, die den Konzern wieder fit machen sollen, gehören auch erhöhte Preise für Paket- und Express-Sendungen. Dabei soll es keine Ausnahmen geben, auch nicht für Amazon und Zalando. >>>Faz.net
Es weihnachtet bei Otto und ebay: Otto hat seine Weihnachtskampagne vorgestellt, die zum 13. November im Fernsehen und online anlaufen soll. Der diesjährige Clip, konzipiert von der Kreativagentur Heimat, erinnert auf humorige Weise mit vielen Anspielungen an den Weihnachtsklassiker "Schöne Bescherung" aus dem Jahr 1989. Mehr auf die Zwölf kommt der Weihnachtsspot von ebay mit dem Claim "Passiert’s an Weihnachten, dann passiert’s bei Ebay" daher. ebay wirbt im TV und Online, nutzt aber auch digitale Außenwerbung mit dynamischen Werbebotschaften, die zu Echtzeit-Bewegungsdaten der vorbeigehenden Fußgänger passen sollen. >>>Horizont (Otto); >>>Horizont (ebay)
Heftiger Shitstorm für von Floerke: Im Oktober beschloss der aus "Die Höhle der Löwen" bekannte Modehändler, auch Spirituosen und Kaviar in seinen Onlineshop mitaufzunehmen. Von Floerkes Richtungswechsel sorgt für Ärger. Denn Gründer David Schirrmacher kam hinter der Bestellungsflut nicht her. Rund vier Wochen nach dem Verkaufsstart warten immer noch Kunden auf ihre hochprozentigen Waren - und machen ihrem Ärger im Social Web lautstark Luft. >>>Gründerszene
Otto-Tochter gründet Dienstleister für kleine Start-up-Händler: Die neue Firma odc, die die Otto Group nun an den Start bringt, soll es kleinen und mittleren Online-Händlern erleichtern, ein professionelles Versand- und Retourenmanagement aufzubauen. >>>Internetworld
Scholz will europäische Steuerregelung für Digitalriesen: Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat sich für die Einführung einer Steuer für Digitalriesen wie Google und Facebook in Europa ausgesprochen, falls es bis 2020 keine globale Inhalte für globale Märkte optimieren   Lösung gibt. Eine europäische Lösung müsse beschlossen werden, wenn es in den nächsten rund anderthalb Jahren keine Einigung auf der Ebene der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gebe, sagte Scholz beim Treffen der EU-Finanzminister am Dienstag in Brüssel. >>>Internetworld

BACKGROUND

Verkaufspsychologie: Wie Shops mit Archetypen erfolgreich sind: Archetypen bieten einen besonders emotionalen Zugang zum Kunden: Jeder versteht sie, jeder fühlt sie. Wer seine Marke konsequent nach Archetypen ausrichtet, spricht seine Kunden sehr direkt an. Und verkauft erfolgreicher. >>>ibusiness (für Premium-Abonnenten)
Amazons Rechnungsanforderungen reduzieren: TMTA-Bloggerin Marion von Kuczkowski wurde von einem ihrer treuesten Amazon-Kunden auf ein kleines, aber nerviges Problem im Rechnungsbereich hingewiesen: Kunden, die viel bei Amazon einkaufen, finden in ihrem Amazon-Postfach ihre Rechnungen, wenn in der Betreffzeile nur die Rechnungsnummer des Verkäufers, nicht aber die Bestellnummer von Amazon steht - weshalb sie dann die Rechnung beim Verkäufer einfordern. Zeitsparender für alle Seiten ist es, wenn der Verkäufer die Amazon-Bestellnummer in den Betreff der Rechnungsmail schreibt. >>>Take-me-to-Auction

ZAHL DES TAGES

60 Prozent der Konsumenten hat bereits mindestens einmal Online-Bestellungen im Laden abgeholt. Und rund die Hälfte der Nutzer, die Click & Collect noch nie ausprobiert haben, könnten sich das für die Zukunft vorstellen. >>>digital-magazin.de

GEHÖRT

„Die Europäische Union hat Google mit einer Milliardenstrafe belegt. Offen gesagt finde ich das gar nicht gut, es handelt sich schließlich um ein US-amerikanisches Unternehmen. Ich befürworte dieses Vorgehen nicht. Wenn irgendjemand solche Schritte einleitet, sollten wir das sein.“
US-Präsident Donald Trump deutete in einem Interview an, dass die US-Regierung die monopolistischen Tendenzen von Amazon, Facebook und Google auf dem Schirm hat. >>>Business Insider



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