E-Commerce-Trends 03.08.18 03.08.2018, 07:49 Uhr

Westwing konzentriert sich auf Europa

Westwing konzentriert sich auf Europa, Hugo Boss wächst online um 47 Prozent, Marc O'Polo profitiert vom Relaunch, Cdiscount schielt nach Deutschland und Jeff Bezos kann täglich 28 Millionen Euro ausgeben, ohne sein Vermögen zu schmälern.
(Quelle: Shutterstock / Vasin Lee)
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- NEWS -

Westwing verabschiedet sich von außereuropäischen Aktivitäten: Westwing stellt seine Aktivitäten in Brasilien, Russland und Kasachstan zum Verkauf. Zukünftig setzt der Online-Möbelhändler – an dem auch Rocket Internet beteiligt ist – seinen Fokus auf Europa. >>>Wiwo.de
Hugo Boss wächst online um 47 Prozent: Das Online-Geschäft der Modemarke Hugo Boss wächst. Im vergangenen Jahr legten die E-Commerce-Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 47 Prozent zu. Jeder zehnte Euro Umsatz wird inzwischen online erwirtschaftet. Allerdings zählt hier der Verkauf auf anderen Modeplattformen schon dazu. Bei einem Gesamtumsatz von 2,7 Milliarden Euro wären dies Umsätze in Höhe von 270 Millionen Euro. >>>Handelsblatt.com
Delivery Hero legt Profitabilitätsziel auf Eis: Ein Jahr nach seinem Börsengang hat der Essenslieferdienst Delivery Hero das Profitabilitätsziel kassiert. Eigentlich wollte man bis Jahresende in der Gewinnzone sein, stattdessen kündigte Delivery-Hero-Chef Niklas Östberg weitere Investitionen im Millionenbereich an. Gleichzeitig will sich das Unternehmen aus mehreren Ländermärkten zurückziehen. Die Aktionäre nahmen diese Nachrichten alles andere als begeistert auf. >>>Onlinehaendler-News.de
Die Wahrheit hinter dem ersten Beauty-Store von Zalando: Der erste Beauty-Store von Zalando gilt manch einem als Einstieg ins stationäre Geschäft. Doch dahinter stecken ganz andere Ziele. Und dafür müssen die Bedingungen der großen acht Markenhersteller erfüllt werden. >>>Etailment.de
Marc O'Polo zieht positive Shop-Relaunch-Bilanz: Der neue Online-Shop von Marc O'Polo ist vor drei Monaten an den Start gegangen. Nun zieht das in Stephanskirchen ansässige Modeunternehmen eine erste Bilanz: Zu positiven Resultaten gehörten vor allem ein Zuwachs von 25 Prozent bei der Check-Out-Conversion. Auch die Anzahl der Warenkörbe habe sich um fünf und das Volumen (Anzahl der Produkte) der jeweiligen Warenkörbe um sechs Prozent erhöht. >>>Fashion Network
Neues von Rakuten: Der japanische Marktplatzbetreiber ist vor Jahren in Deutschland angetreten, um Amazon in die Schranken zu weisen. Davon ist das Unternehmen noch immer weit entfernt. Lediglich 5.000 Händler verkaufen über Rakuten.de. Doch immerhin sind ihre Online-Umsätze auf dem Marktplatz im vergangenen Jahr im Schnitt um 60 Prozent gewachsen. Zehn Prozent des Gesamtumsatzes wird über Mitglieder des Kundenprogramms "Club Rakuten" erwirtschaftet. >>>Neuhandeln.de
Hawesko übernimmt Wein & Co: Die Hawesko Holding hat den österreichischen Weinhändler Wein & Co übernommen. Entsprechende Pläne wurden bereits vor einem Monat bekannt. Das Unternehmen betreibt 20 Filialen in Österreich und verschickt online Wein in rund 15 Länder. >>>Gastronews.wien
Weißer Ring springt für Online-Therapien in die Presche: Angesichts langer Wartezeiten auf einen Therapieplatz fordert die Opferorganisation Weißer Ring von den Krankenkassen, flächendeckend Online-Therapien anzuerkennen und die Kosten zu erstatten. Bislang sind Online-Therapie hierzulande noch keine Regelleistung, nur einzelne Krankenkassen übernehmen die Kosten, etwa bei Programmen gegen Depressionen oder Burnout. >>>Pressemitteilung

- INTERNATIONAL -

Amazon will sich von Oracle lösen: Bis zum Jahr 2020 will sich Amazon vollständig von Oracle lösen. Die Technologie skaliere nicht weit genug, um den Leistungsanforderungen des E-Commerce-Giganten zu genügen, heißt es zur Erklärung. >>>Inside-IT.ch
DocMorris kauft ProFarma.com: Die Schweizer Versandapotheke Zur Rose Group übernimmt die spanische Marktplatz-Plattform Promofarma, über die Gesundheitsartikel, Kosmetika und Körperpflegeprodukte vertrieben werden. Damit macht der Mutterkonzern von DocMorris nicht nur einen weiteren Schritt in seiner Expansionspolitik, sondern erweitert auch seine digitalen Kompetenzen. >>>Deutsche Apotheker Zeitung
Cdiscount schielt nach Deutschland: Der französische Online-Marktplatz Cdiscount liefert künftig Produkte auch nach Deutschland, Belgien, Italien und Spanien. Das verschafft den Händlern auf Cdiscount eine zusätzliche Reichweite von 200 Millionen Kunden. Allerdings werden nur kleine Produkte für den internationalen Versand freigeschaltet. Die Lieferzeit nach Deutschland soll 72 Stunden betragen. >>>Tamebay
Wayfair eröffnet stationäre Filiale: Der Online-Möbelhändler Wayfair eröffnet in den USA seine erste stationäre Filiale. Der Shop soll vor allem überschüssige Lagerbestände und Retouren verkaufen. In Deutschland verfolgt Home24 eine ganz ähnliche Strategie. >>>Forbes.com
Disney erweitert E-Commerce-Aktivitäten: Disney EMEA hat Anfang August in mehreren europäischen Ländern neue B2C-Shops gelauncht. "shopDisney" bietet Produkte aus den Bereichen Fashion, Spielwaren und Wohnaccessoires. >>>Mediabiz.de
Otto schließt zwei Russland-Shops: Die deutsche Otto Group hat ihre russischen Internet-Plattformen quelle.ru und otto.ru geschlossen. Man wolle den globalen Online-Handel auf der Seite otto.de ausrichten, heißt es zur Erklärung. Das Russland-Geschäft soll auch nicht aufgegeben werden. Projekte wie Bonprix sowie Logistik- und Marketingdienstleistungen werden weiterentwickelt. >>>OWC.de

- BACKGROUND -

Neues Verpackungsgesetz fordert den Online-Handel: Am ersten Januar 2019 tritt das neue Verpackungsgesetz (VerpackG) in Kraft. Es löst die Verpackungsverordnung (VerpackV) als geltendes Recht ab und bringt Umstellungen mit sich. Trusted Shops erklärt, was sich für Online-Händler ändert. >>>Internetworld.de
Rechnungskauf statt Paypal: Der Online-Zahlungsanbieter Paypal dreht zum Monatsende kräftig an der Gebührenschraube. Bis zu 31 Prozent müssen Shopbetreiber ab dem 31. August 2018 zusätzlich entrichten. Eine Einbindung des hierzulande beliebten Kaufs auf Rechnung rechnet sich daher für immer mehr Shops. >>>Solvendi-Pressemitteilung
Online-Autohandel gewinnt an Akzeptanz: 66 Prozent der Automobilkunden sind grundsätzlich bereit, einen Gebraucht- oder Neuwagen online zu kaufen. So lautet ein Ergebnis der Studie „Online Car Sales 2018“, die die Management- und IT-Beratung MHP gemeinsam mit der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) und dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) erstellt hat. >>>Pressemitteilung
Japan kauft ab 2020 virtuell ein: Das Unternehmen team S in Tokyo entwickelte jetzt ein Virtual-Reality-System, mit dem Personen digital das Geschäft betreten und dabei ganz real einkaufen können. >>>VR-Room.ch

- ZAHL DES TAGES -

28 Millionen US-Dollar könnte Amazon-Gründer Jeff Bezos jeden Tag ausgeben, ohne sein Vermögen zu schmälern, hat die US-Zeitschrift "Atlantic" berechnet. Der Staat bekommt von diesem Vermögen nur wenig ab, denn Bezos bezieht nur ein geringes Gehalt. Sein Vermögen kommt durch Aktienanteile zustande. Atlantic vermutet, dass Bezos möglicherweise weniger Steuern zahlen könnte als seine Sekretärin. >>>Finanzen.net

- GEHÖRT -

"Früher hieß es mal, bei 25 Prozent Umsatzanteil sei für den Onlinehandel Schluss. Das sagt heute keiner mehr.“ 
Euronics-Vorstandssprecher Benedict Kober will für seinen Internet-Marktplatz 350 bis 400 Standorte gewinnen. Bei 25 Prozent Online-Umsatzanteil ist seine Verbundgruppe aber noch lange nicht. Zwar sei mindestens ein Viertel des Euronics-Umsatzes im Geschäftsjahr 2016/17 internet-getrieben. Der reine Online-Umsatz liege aber bei weniger als der Hälfte davon. >>>Stuttgarter Zeitung



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