E-Commerce-Trends 12.07.2019, 07:40 Uhr

Steht MyMuesli vor dem Verkauf?

Hagebau fängt online nochmal neu an, Amazon will deutsche Kunden besser vor Plagiaten schützen, Deichmann eröffnet vernetzte Flagship-Stores, Picnic erobert NRW, Carlings verkauft Mode für die Instagram-Generation und MyMuesli lotet Verkaufsoptionen aus.
(Quelle: Shutterstock / Vasin Lee)
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- NEWS -

Steht MyMuesli zum Verkauf? Die drei Mymuesli-Gründer und ihr Minderheitseigentümer Genui lassen eine Investmentbank Kaufangebote prüfen, auch wenn die Gesellschafter nach eigenen Aussagen "aktuell" nicht verkaufen wollen. Der Preis für die Love-Brand ist dem Vernehmen nach happig. >>>Lebensmittel Zeitung (E-Paper)
Hagebau fängt online neu an: Nach der Auflösung des gemeinsamen Joint Ventures Baumarkt Direkt mit Otto bringt die Baumarktkette jetzt einen eigenen Online-Shop an den Start. 25.000 Artikel werden dort in den nächsten Wochen verfügbar sein, bis Ende des Jahres soll sich die Zahl verdoppeln. >>>Lebensmittel Zeitung (für Abonnenten)
Amazon will deutsche Kunden besser vor Plagiaten schützen: Das ging jetzt aber schnell. Wenige Tage nachdem der Online-Marktplatz eBay verkündete, mithilfe des Münchner Unternehmens authorized.by Plagiaten auf dem Marktplatz den Kampf anzusagen, bringt auch Amazon eine ähnliche Initiative an den Start. Mit dem Authentifizierungsservice "Transparency" können Markenhersteller ihre Produkte mit einem Code versehen und so jede Produkteinheit authentifizieren. >>>Internetworld.de
Deichmann eröffnet drei vernetzte Flagship-Stores: Der Schuhhändler treibt die Verzahnung von stationärem und Onlineangebot für seine Kunden weiter voran. In drei Megastores werden bis Ende August modernste Technologien umgesetzt. In der Münchner Innenstadt gibt es ab August testweise eine Online-Exklusive-Abteilung. >>>Schuhmarkt-News.de
Picnic expandiert weiter: Der E-Food-Händler macht sich immer stärker in NRW breit. Ende August will der Online-Supermarkt seinen Service in Langenfeld und Monheim parallel starten. Aktuell bedient der E-Food-Händler bereits 37.000 Kunden in sieben Regionen in Nordrhein-Westfalen. >>>Fleischwirtschaft.de
Wie Olav Millenials für Kochpfannen begeistert: Instagram-taugliches Kochzubehör liegt in den USA im Trend. Hierzulande ist das Düsseldorfer Startup Olav gerade in den Pfannen-Markt eingestiegen. Wer steht dahinter? >>>Gründerszene.de
Picanova wächst und gedeiht: Der Kölner Fotodienstleister hat seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2017 von 64,7 auf 80,9 Millionen Euro gesteigert. Der Konzernjahresüberschuss lag 2017 bei 2,2 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 1,9 Millionen. Das EBITDA lag bei 4,5 Millionen (Vorjahr: 4,0 Millionen)."Picanova ist und bleibt ein Hidden Champion", schlussfolgert Deutsche-Startups.de. >>>Deutsche-Startups.de
Bonaverde startet eine Kaffee-Flatrate: Die Berliner Firma verkauft eigentlich eine Kaffeemaschine, die Bohnen röstet und mahlt. Jetzt hat sie ein neues Angebot gelauncht, einen Kaffee-Club für Berlin. >>>Gründerszene.de

- INTERNATIONAL -

Zalando testet Premium-Abendlieferung in der Schweiz: Die Schweizerische Post und Notime, das Technologieunternehmen für Same-Day und zeitfensterbasierte Lieferungen, ermöglichen ausgewählten Zalando-Kunden im Raum Zürich eine Zustellung ihrer Bestellung noch am gleichen Abend. >>>Zalando-Newsroom
Airbnb wird transparenter: Die US-Wohnungsplattform Airbnb stellt nach Kritik der EU-Kommission die Preise auf der Internetseite transparenter dar. Schon bei der Suche wird Airbnb-Nutzern nun der vollständige Preis angezeigt, inklusive der Gebühren der Plattform und anderen Kosten wie etwa Reinigungszuschlägen. >>>derStandard.at
Amazon backt sich seine Data Scientists selbst: Auf dem Stellenmarkt einen Data Scientist zu bekommen, ist wie ein Sechser im Lotto. Amazon zieht Konsequenzen und bildet 100.000 eigene Mitarbeiter weiter. Besonders im Fokus stehen Datenmapping-Spezialisten, Data-Scientists, Business-Analysten oder Logistik-Koordinatoren. Das soll mal eben schlappe 700 Millionen Dollar kosten. >>>t3n.de
Carlings verkauft digitale Mode an die Generation Instagram: Das ist irgendwie auch nachhaltig: Damit die Generation Instagram nicht für jedes neue Foto auf dem Bildernetzwerk neue Klamotten anschaffen muss, geht das norwegische Modelabel Carlings einen neuen Weg. Dort bietet man Mode nicht mehr nur in real, sondern auch virtuell an. Eine insgesamt 19-teilige Kollektion steht zur Verfügung. >>>wuv.de

- BACKGROUND -

Warum der Prime Day nicht für alle Amazon-Händler ein Feiertag ist: Dritthändler machen fast die Hälfte des Amazon-Umsatzes aus. Doch vom groß inszenierten Prime Day der Onlineplattform profitieren sie nur bedingt. Gute Umsätze könne machen, wer seine eigenen Marken exklusiv anbiete, sagt Bernhard Rauscher, der über Amazon Outdoorprodukte und Artikel für Hobbyfotografen anbietet. Bei einigen Artikeln hat er am Prime Day bereits in vier Stunden den Umsatz erzielt, den er sonst in ein bis zwei Monaten macht. Wer aber nur mit Handelsware arbeite, könne den Prime Day im Grunde vergessen. Und auch auf welche Zeit der Vier-Stunden-Slot fällt, den Amazon Prime-Day-Händlern zuordnet, sei ausschlaggebend für den Erfolg. >>>Handelsblatt.com
Diese Mittelständler proben den Aufstand gegen Amazon: Viele Hersteller fühlen sich von Amazon über den Tisch gezogen. Klagen gegen den Konzern häufen sich. Am 25. Juli steht ein richtungsweisendes Urteil des Bundesgerichtshofs zum Markenstreit mit Ortlieb bevor. Ein Überblick über bereits gefällte und noch ausstehende Urteile zur Geschäftspraxis des Internetriesen. >>>Wiwo.de
Gefangen in der Endlosschleife - so scheitern MediaMarkt & Co. bei Voice Commerce: "Sprachsteuerung wird den E-Commerce verändern", glaubt Otto-Vorstand Marc Opelt. Bleibt zu hoffen, dass sich der Online-Handel dabei nicht zum Schlechten entwickelt. Denn überzeugen können im Praxis-Test weder die Sprachanwendung von Otto noch die Voice-Commerce-Skills von MediaMarkt oder FlixBus. Diese scheitern vielmehr schon an einfachsten Aufgaben. >>>Neuhandeln.de
B2B-Unternehmen müssen sich auf Millenials einrichten: Millenials nutzen auch beim B2B-Einkauf das Internet. Die direkte und persönliche Interaktion mit Vertriebsmitarbeitern verliert an Bedeutung. Das stellt eine aktuelle UPS-Studie fest. >>>Postbranche.de
Junge Marken stechen den Handel aus: Viele Start-ups streichen für ihre Produkte inzwischen den Mittelsmann, umgehen den Handel - und vor allem Amazon - und machen direkt mit dem Kunden ihre Geschäfte. Wie gelingt ihnen das? >>>Etailment.de

- ZAHL DES TAGES -

38 Prozent der Deutschen würden Arzttermine online vereinbaren, 26 Prozent tun dies bereits, zeigt eine aktuelle Studie des Bitkom. Dass die Digitalisierung auch vor dem Gesundheitswesen nicht Halt macht, untermauern noch weitere Zahlen. Demnach würden 41 Prozent der Befragten per WhatsApp oder Chat mit dem Arzt oder dessen Praxisteam kommunizieren und immerhin jeder Zehnte hat ein solches Angebot in der Realität schon einmal genutzt. >>>ibusiness.de

- GEHÖRT -

"Die heute besten Händler der Welt sind gleichzeitig Technologie-Unternehmen. Und da will und muss Otto mitspielen."
Für Sebastian Klauke, seit Mai Konzernvorstand für E-Commerce und IT der Otto Group, ist die in seinem Unternehmen immer weiter steigende Bedeutung von Software eine Folge des rapiden Wandels von Markt und Verbrauchererwartungen. Die Entwicklung eines Kernsystems für Otto.de läuft auf Hochtouren. Kleinere Konzernschwestern werden bald mit dem für About You gebauten Backend wirtschaften. >>>Lebensmittel Zeitung



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