E-Commerce-Trends 13.06.18 13.06.2018, 06:25 Uhr

So sehen Metros Multichannel-Ambitionen aus

Metro will zum Multichannel-Großhändler werden, Karstadt plant zwei vernetzte Filialen in Berlin, Zalando stellt nach Fleek auch seine Mobile-App "Movmnt" ein und The Hut Group will ein digitales Estée Lauder werden.
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- NEWS -

Metro: Der Großhändler will Multichannel-Anbieter werden. "Unser Ziel ist es, mittelfristig zu dem Marktplatz für die Gastronomie zu werden", sagte CEO Thomas Storck. Dazu sollen alle Kundenkontaktpunkte digitalisiert werden. Das beginne mit einem einfacheren und übersichtlicheren Online-Bestellsystem über die Entwicklung einer App für das Kundenmanagement bis hin zu einer Driver-App für die weitestgehend papierlose Abwicklung des Belieferungsprozesses. >>>Logistik Heute
Karstadt: In Berlin will die Warenhauskette zwei Kaufhäuser in Form von vernetzten Marktplätzen eröffnen. In beiden Filialen soll zusammengeführt werden, was Karstadt bisher in der digitalen Welt gelernt hat. Bei genauem Hinsehen sind das für andere Multichannel-Händler aber schon fast wieder alte Hüte. >>>Location Insider
Carmato: Plattformen zum Kauf und Verkauf von Gebrauchtwagen gibt es schon länger und sind nichts anderes, als ein digitales Schwarzes Brett. Damit hat Carmato nichts zu tun. Carmato nutzt die digitalen Möglichkeiten voll aus – und bietet Händlern wie Privatpersonen eine voll-digitale Komplettlösung inklusive Stilberater oder 360 Grad Suche. >>>Etailment
Zalando: Der Berliner Modeversender hat nach "Fleek" jetzt auch seine Mobile-App "Movmnt" eingestellt. Mvmnt-Chef Till Juchheim hat das Unternehmen verlassen. Jetzt will sich das Unternehmen auf seinen Service "Wardrobe" konzentrieren und den Second-Hand-Markt erobern. >>>Exciting Commerce
Rhein-Main-Verkehrsverbund: Der Verkehrsverbund kooperiert mit der Deutschen Bahn. Über die Smartphone-App können Kunden ab sofort auch Fernverkehrstickets ordern. Umgekehrt sind RMV-Fahrkarten nun auch in der Bahn-App DB Navigator erhältlich. >>>Wiwo.de
N26: Das von den Wienern Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal gegründete Banken-Start-up N26 mit Sitz in Berlin will am 1. September ein zweites europäisches Büro in Barcelona eröffnen. Bis Ende 2019 plant N26 ein Team von über 100 Technologie- und Produktexperten in Barcelona zu haben. >>>derStandard.at
Wefox: Das Insurtech-Startup will von Investoren mindestens 180 Millionen Dollar einsammeln. Mit dem Geld soll der Sprung ins europäische Ausland gelingen. >>>Gründerszene.de
Flixbus: Der Fernbus-Anbieter bringt zwei weitere Fernzüge auf die Schiene und verdoppelt so sein Angebot. Ab 21. Juni soll der Flixtrain dann Stuttgart und Berlin bis zu zwei Mal täglich verbinden. Das selbst gesteckte Ziel von 500.000 Zuggästen soll bis Ende des Jahres deutlich übertroffen werden. >>>Internetworld.de
Kry: In Schweden werden bereits drei Prozent der Arztbesuche digital abgewickelt. Nun will das Telemedizin-Start-up in weitere Länder expandieren – auch nach Deutschland. 53 Millionen Euro liegen dafür in der Kriegskasse. >>>Deutsche-Startups.de / Handelsblatt.com (für Abonnenten)
Shopverkauf: Ein Online-Shop für Action Sports und Streetwear sucht einen neuen Besitzer. Der Netto-Jahresumsatz liegt bei zirka 265.000 Euro. Insgesamt gibt es über 10.000 Newsletter-Abonnenten. >>>Shopanbieter.de

- INTERNATIONAL -

The Hut Group: Hut-Group-Mitgründer Matthew Moulding will mit seinem Unternehmen eine Art "digitales Estée Lauder" aufbauen. Indem man den Handel ausschließe, wären die Gewinne doppelt so hoch. >>>The Times
The North Face: Als Outdoor-Marke sollte man einer gewissen Nachhaltigkeit im Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen verbunden sein. Zu diesem Zweck will das US-Unternehmen künftig retournierte oder beschädigte Produkte wieder aufbereiten und im Online-Shop "The North Face Renewed" verkaufen - mit einjähriger Garantie. >>>WWD.com
Amazon: Blau statt orange: Amazon passt die Prime-Logos aller seiner Angebote an. Der Verweis auf Amazon verschwindet. Warum die neue Markenstrategie ein geschickter Schachzug ist. >>>wuv.de
Amazon: Der E-Commerce-Riese bringt seine Dienstleistungsvermittlung Amazon Home Services nach Großbritannien. Verbraucher dort können nun Reinigungskräfte, Klemptner, Gärtner oder Installateure online suchen und beauftragen. >>>Tamebay
Bohoo: Der Online-Modehändler wächst stärker als Zalando. Der Umsatz stieg von März bis Mai umd 53 Prozent auf 183,6 Millionen Pfund. Vor allem das Geschäft mit Eigenmarken, die schnell Trends umsetzen und junge Kunden ansprechen, beschert Boohoo einen Vorsprung gegenüber Zalando. >>>cityam.com / Handelsblatt.com (für Abonnenten)
Alibaba: Mit dem Supermarktkonzept Hema zeigt Alibaba wie on- und offline unverkrampft verschmelzen und  zwar Tag und Nacht mit einem 24-Stunden-Lieferservice. In fünf Jahren sollen rund 2000 dieser Stores aufgebaut sein. Doch das ist erst der Anfang. Alibaba plant die "ideale-Gemeinschaft im 3-Kilometer-Radius" - Hema ist dabei nur ein Baustein. Die Basis: Das Smartphone. >>>Etailment

- BACKGROUND -

E-Commerce-Logistik: Bei der Post steht ein Strategiewechsel im Paketgeschäft bevor, nachdem Vorstand Jürgen Gerdes gehen musste: Anstatt beim Online-Handel den Marktanteil zu erhöhen, soll es bei Paketen nun vorrangig um höhere Gewinne gehen. Heißt im Klartext: Die Pakete könnten teurer werden. >>>RP Online
Plagiate und Graumarktware: Als erste markenunabhängige Autorisierungsplattform hat das Münchner Startup authorized.by einen Standard entwickelt, mit dem Marken ihre offiziellen Handelspartner kennzeichnen können. Auf Shop-Ebene zeigt das Siegel "Authorized Partner" Verbrauchern an, für welche Marken ein Händler eine Vertriebslizenz hat. Auf der Produktdetailseite testiert das Siegel "Verified Original" optional, dass es sich bei dem angebotenen Produkt um Originalware handelt - und nicht um Fälschungen oder Graumarkt-Importe aus dubiosen Quellen. >>>Wallstreet Online
Omnichannel: Von den Top-1.000-Onlineshops bieten über ein Viertel in ihrem stationären Geschäft Omnichannel-Services wie Instore-Order an. Die Implementierung der Anwendungen ist jedoch komplex und setzt eine gute Verzahnung von Online- und Offline-Warenwirtschaft voraus. Deswegen ist ein umfassendes Omnichannel-Portfolio für die meisten Shops noch Zukunftsmusik, so die aktuelle EHI-Studie „Omnichannel-Commerce 2018“. >>>Pressemitteilung
Social Media Marketing: Facebook hat ein neues Tool gelauncht, mit dem genervte Werbezielgruppen bewerten können, ob die Produkte, die sie nach einer Werbeanzeige von einem Unternehmen erstanden haben, auch wirklich ihre Erwartungen erfüllten. Die häufigsten Beanstandungsgründe sind falsche Lieferzeitangaben und irreführende Produktpräsentationen. Anzeigen mit vielen Beschwerden werden künftiger seltener oder gar nicht mehr angezeigt. >>>CNet.com
Social Commerce: Instagram verpasst jetzt auch den Stories seine populäre Shopping-Funktion. Damit sollen Unternehmen bald auch dort auf Produkte in ihren Online-Shops verlinken können. >>>t3n.de
Online-Payment: Online-Händler sind die größten Gläubiger von Jugendlichen bis 24 Jahren, zeigt eine Studie des Bundesverbands deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU). 81 Prozent der jungen Verbraucher, die Schulden haben, haben diese bei E-Commerce-Anbietern. Danach kommen Telekommunikationsunternehmen (76 Prozent) und Fitnessstudios (67 Prozent). >>>Channelpartner.de
China: Der chinesische Markt reizt zunehmend Online-Händler aus Deutschland, die nach Fernost expandieren. Gerade Artikel aus Deutschland stehen hoch im Kurs, denn chinesische Konsumenten vertrauen auf Produkte „made in Germany“. Wer in China startet, muss aber einige Punkte bei Kundenansprache und Logistik beachten. >>>Neuhandeln.de

- ZAHL DES TAGES -

Knapp jedes zweite Unternehmen (45 Prozent) bemängelt die Qualität seiner Kundendaten und stuft diese als niedrig ein. Dies ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (34 Prozent). >>>ibusiness.de (für Abonnenten)

- GEHÖRT -

"Die Politik ist aufgefordert die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Marktteilnehmern die Entscheidungsfreiheit genommen wird, Überbestände und Kundenretouren aus Gründen der Preisstabilität und der Marktprotektion zu vernichten, anstatt diese in den zweiten Warenkreislauf zu schleusen. Auch dank Amazons professionellem und offenem Umgang mit dem Handel von Retouren konnte sich der Markt aus leistungsfähigen Händlern, Aufbereitern und Vertriebskanälen im Inland und Ausland positiv weiter entwickeln."
Stefan Grimm, Betreiber der Online-Plattform Restposten.de, findet den Umgang von Amazon mit Retouren absolut vorbildlich. Auch die t3n betont: "Retouren-Vernichtung ist Standard im Handel." Und die "Welt" schreibt: Schuld an den Retouren ist das Konsumverhalten der Deutschen. >>>Internetworld.de / t3n.de / Welt



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