E-Commerce-Trends 19.02.2018 19.02.2018, 07:36 Uhr

Rewe holt sich frisches Kapital: 1 Mrd. Euro

Rewe nimmt ein Schuldscheindarlehen in Höhe von rund einer Milliarde Euro auf, Zalando kooperiert mit stationären Mode-Händlern, Hellman & Friedman zieht sich weiter von Scout24 zurück. Und L'Oreal kooperiert enger mit Amazon.

- NEWS -

Zalando: Der Mode-Versender weitet seine Kooperation mit lokalen Schuhgeschäften auf stationäre Mode-Händler aus. Die Anbindung der stationären Händler erfolgt dabei wie gehabt über das gax-System. >>>neuhandeln
Rewe: Die Supermarktkette hat ein Schuldscheindarlehen in Höhe von rund einer Milliarde Euro aufgenommen. Das Geld soll in die weitere "digitale Transformation" und somit auch in den eigenen Lieferdienst, aber auch ins stationäre Geschäft fließen. Rund 250 Investoren sind mit an Bord, die meisten davon aus dem Sparkassen-, Genossenschaftsbanken- sowie nationalen und internationalen Geschäftsbankenkreis. >>>ngin Food
Scout24: Der Finanzinvestor Hellman & Friedman hat sich erneut von Anteilen am Portalbetreiber Scout24 getrennt. 8,6 Prozent der Anteile wurden für 338 Millionen Euro an der Börse platziert. Damit sinkt die Beteiligung von Hellman & Friedman, der Scout24 2014 von der Deutschen Telekom übernommen hatte, auf rund ein Prozent. >>>Finanzen.net
Garten & Freizeit: Der Spezialversender konnte das vergangene Geschäftsjahr 2017 mit einem Brutto-Umsatz von 31 Mio. Euro abschließen (inkl. Mehrwertsteuer, nach Retouren). Zum Vorjahr hat der Spezialist für Gartenmöbel damit um über 30 Prozent zugelegt. Der Versender wächst seit dem Start 2005 jedes Jahr zweistellig. >>>neuhandeln

- INTERNATIONAL -

Walmart: Der US-Einzelhandeslriese verhandelt Insidern zufolge über einen Einstieg bei dem indischen Amazon-Rivalen Flipkart. Der US-Einzelhandelsriese wolle sich einen Anteil von mehr als 40 Prozent an dem E-Commerce-Unternehmen sichern, wird gemunkelt. >>>Handeslblatt
L'Oreal: Der weltgrößte Kosmetikkonzern erweitert sein Geschäft mit Amazon. In den USA verkaufen die Franzosen nun auch ihre erste Salon-Marke bei Amazon. >>>Lebensmittelzeitung (nur für Abonnenten)
Lidl: Die deutsche Supermarktkette experimentiert in Großbritannien mit einem Messenger-Chatbot, der beim Weinkauf beraten soll. "Margot" soll nach Eingaben von Preisspanne, Herkunft oder geplantem Essen Vorschläge geben. Das Angebot richtet sich dabei an Filial-Kunden, die mit dem Smartphone ratlos vorm Weinregal stehen. >>>Business Insider
Essential: Der junge Smartphone-Hersteller kooperiert bei seiner ersten Modell-Charge mit Amazon. Das "Essential Phone" in "Halo Gray" kommt mit vorinstallierter Alexa-App auf den Markt. >>>The Verge

- BACKGROUND -

E-Recht: Amazon hat sich vor dem Bundesgerichtshof gegen die Marke Gofit durchgesetzt. Die Autocomplete-Funktion, die Gofit-Suchbegriffe ergänzt, obwohl die Produkte des Herstellers auf Amazon gar nicht angeboten werden, ist den Richtern zufolge rechtens, Gofit kann nicht dagegen vorgehen. >>>Onlinehändler-News
Same Day Delivery: 43 Prozent der in einer Gambio-Studie befragten Online-Händler sind davon überzeugt, dass die taggleiche Lieferung künftig Standard werden wird. Das entspräche dem Verbraucherwunsch, so ihre Überzeugung. >>>E-Commerce-Vision
Online-Lebensmittelversand: Für den Versand kühlpflichtiger Ware soll noch in diesem Jahr eine DIN-Norm veröffentlicht werden. Nun liegt eine Studie vor, die die aus Verbrauchersicht relevanten Punkte abbildet. >>>Lebensmittelzeitung (nur für Abonnenten)
"Unternehmer der Zukunft": Das Förderprogramm von Amazon geht in die zweite Runde. Diesmal sind ausschließlich UnternehmerInnen unter den 20 Teilnehmern des Programms, die in den kommenden sechs Wochen ihr Amazon-Training durchlaufen. >>>shopanbieter.de

Affiliate Marketing: Partnerprogramme großer Online-Händler und -Netzwerke sind nach Recherchen des Computermagazins «c't» in großem Stil über Monate hinweg manipuliert wurden. Bestimmte Erweiterungen für die Browser Firefox und Chrome, die eigentlich beim Surfen Rabattgutscheine von Händlern einblenden sollten, hätten die Partner-Links manipuliert. Damit seien Provisionszahlungen stets der Berliner Firma Wonderize zugeordnet worden. >>>Mindener Tageblatt

- ZAHL DES TAGES -

20.000 Paket-Shops will Hermes bis 2020 in Deutschland in Betrieb haben. Aktuell sind es 14.000. Dadurch hofft das Unternehmen, den Druck auf die letzte Meile zu senken. >>>Chip.de

- GEHÖRT -

"Amazon ist viel wichtiger für uns, als es die traditionellen Wettbewerber sind."
Allianz-Chef Oliver Bäte hat erneut betont, dass er die Gerüchte rund um den Einstieg von Amazon ins Versicherungsgeschäft sehr ernst nimmt. >>>Süddeutsche



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